am Beispiel der vermutlich noch 20 amerikanischen Atombomben in Büchel

Wir waren mit mir zusammen 6 Teilnehmende. Auch ich selbst betrachtete diese AG mit diesem Thema als ein Experiment, als eine neue Erfahrung auch für mich. Wir nahmen uns vor, erst einmal die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg auszuprobrieren.

Unter BEOBACHTUNGEN ( Was haben wir gehört, gesehen, gelesen) wurde Folgendes genannt:

  • Im März 2010 fand der Beschluß aller Bundestagsfraktionen statt, daß sämtliche in der Bundesrepublik noch vorhandenen Atombomben entfernt werden.
  • Heute, im Jahr 2016, stellen wir fest, daß sie alle noch da sind.
  • Durch Medien erfahren wir, daß diese Atombomben (B 61) modernisiert werden sollen zu B12.
  • Diese neuen Bomben seien dann besser lenkbar, hätten eine variablere Sprengkraft und seien bunkerbrechend.
  • Sie seien 3.58 m lang und 33 cm dick.
  • Eine dieser Atombomben könne eine Großstadt zerstören.
  • Es heißt, daß ab einer Kriegserklärung deutsche Flugzeuge und Piloten unter der NATO und dem US-Befehl stehen würden.
  • Auch heute bereits üben deutsche Piloten fast täglich auf dem Fliegerhorst in Büchel den eventuell einmal stattfindenden Abwurf von Atombomben.
  • Es sind US-Soldaten, die die jetzigen Atombomben bewachen und pflegen.
  • Wir erinnern uns an den Nichtverbreitungsvertrag. Dieser verbietet Deutschland den Besitz von Atomwaffen.

UNSERE GEFÜHLE ODER WIE ES UNS BEI DIESEN BEOBACHTUNGEN (Auslösern) GEHT

Folgende Gefühle wurden genannt:

  • Zuerst Zorn, dann Angst, dann Atemnot und Ohnmacht.
  • Jemand nannte Scham darüber unwissend zu sein, da er doch ganz in der Nähe von Büchel wohne.
  • Eine Person fühlte sich zerrissen und hilflos.
  • Wieder andere fühlten sich hoffnungslos und betroffen.
  • Zuletzt äußerte eine Person Freude darüber, daß sie etwas tun könne und Teil einer weltweiten Bewegung sei.

WELCHE BEDÜRFNISSE WURDEN GENANNT?

  • Zuerst wurden Gesundheit und den Lebenserhalt für sich selbst und ihre Lieben genannt.
  • Wichtig war allen das Bedürfnis nach Sicherheit.
  • Das Wecken von Bewußtheit und Mitverantwortung bei Politikern und allen Bürgern. Das Schaffen von innerer Verbindung zu sich selbst, allen Menschen und allem Leben.
  • Geäußert wurde auch, gehört und wahrgenommen zu werden.
  • Groß war das Bedürfnis nach Lebensfreude,
  • nach Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu haben und zu vergrößern,
  • nach sinnvollem Handeln.

WIE LAUTETEN UNSERE BITTEN UND STRATEGIEN, UM UNSERE BEDÜRFNISSE ZU ERFÜLLEN?

Sie lauteten:

  • Teilnahme an Aktionen,
  • Unterschriftenlisten führen,
  • Veranstaltungen organisieren,
  • Politiker ansprechen und anschreiben,
  • Einsatz für zivile und soziale Projekte,
  • Freude am Leben beibehalten.
  • Ein Ehepaar möchte in ihrem Mittwochskreis von dieser AG berichten

Diese AG, die eigentlich für den ganzen Tag vorgesehen war, wurde mittags beendet, da die Teilnehmenden sich nicht an einer Aktion in Büchel beteiligen wollen.

(Lieselotte Kirstein-Mätzold)