Die Kommission "Friedenstheologie" arbeitet daran, wie sich das Friedensengagement einerseits theologisch begründen lässt und wie andererseits erreicht werden kann, dass auch die großen christlichen Kirchen in Deutschland, den Friedensauftrag des Evangeliums ernster nehmen.

Ein Projekt, das sich daraus entwickelte, war die Kampagne zum kritischen Umgang mit dem Artikel 16 der Confessio Augustana; ein Bekenntnisartikel, der es Christen erlaubt, "ohne Sünde" an staatlich legitimierter Gewalt teilzunehmen und der die Gegner dieser Position verurteilt ("verdammt!").

Über die Jahre konnten darüber hinaus viele Publikationsprojekte umgesetzt werden (Jean Lasserre, Walter Wink, John Dear, eine "Handbibliothek Christlicher Friedenstheologie" wurde herausgegeben, die Homepage www.friedenstheologie.de  entwickelt). Mitglieder der Kommission waren auch federführend an der Initiative zur Gründung eines "Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie / Ecumenical Institute of Peace Theology" (https://friedenstheologie-institut.jimdo.com/) beteiligt. In diesem Zusammenhang konnte zusammen mit Peter Bürger als print on demand die Buchreihe edition pace gegründet werden. In dieser Reihe ist u.a. erschienen eine Studie, die prüft, welche Bedeutung die christliche Gemeinde in der Friedenstheologie und in der Friedensethik hat: Matthias-W. Engelke, Zelt der Friedensmacher und ganz aktuell eine Zusammenstellung verschiedener Texte von Ullrich Hahn: Vom Lassen der Gewalt, Norderstedt 2020.

Ebenfalls von Matthias Engelke ist eine Würdigung des Prozesses von Puidoux erarbeitet worden, in dem sich seit 1955 Vertreter der Historischen Friedenskirchen und des Internationalem Versöhnungsbundes mit Vertretern der deutschen evangelischen Landeskirchen zu einem gemeinsamen Gespräch über das Thema Frieden getroffen hatten und der u.a. zur Gründung der Organisation "Church and Peace" geführt hat.

Ansprechpartner der Kommission sind Thomas Nauerth und Matthias-W. Engelke