Vorstand

Laut Satzung leitet der Vorstand die Arbeit des Versöhnungsbundes, vertritt ihn in der Öffentlichkeit und sorgt für die Umsetzung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

Dazu trifft er sich etwa fünfmal im Jahr jeweils für ein Wochenende. Entscheidungen, die zwischen diesen Sitzungen getroffen werden müssen, trifft der Geschäftsführende Vorstand, der aus dem Vorsitzenden, der Schatzmeisterin und einem weiteren Vorstandsmitglied besteht und auch einen engen Kontakt zur Geschäftstelle hält.

Ziel ist es, dass der Vorstand zwar die Gesamtverantwortung für die Arbeit des Verbandes trägt, dass aber Impulse genausogut von seinen anderen Mitgliedern ausgehen können und wichtige Aufgaben (sowohl inhaltlicher Art wie auch in der Kommunikation zur Öffentlichkeit) von ihnen übernommen werden.

Der auf der Mitgliederversammlung im September 2020 gewählte Vorstand:

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Porträt des VB Präsidenten Ullrich Hahns

Ullrich Hahn (Präsident)

Jahrgang 1950, wohnhaft in Villingen-Schwenningen.

Rechtsanwalt mit Schwerpunkt im Ausländer- und Flüchtlingsrecht sowie als Fachanwalt für Strafrecht

Mitglied im Versöhnungsbund seit 1973 nach vorangegangener Kriegsdienstverweigerung als Reservist; Mitarbeit in der seit 1977 bestehenden Vb-Gruppe Schwarzwald-Baar und dem hieraus entstandenen "Lebenshaus" Trossingen mit dem angeschlossenen Nudelhaus.

Neben dem praktischen und politischen Eintreten für die Rechte von Flüchtlingen, Straftätern und anderen sozial ausgegrenzten Gruppen beschäftigen mich die geistigen (philosophischen und theologischen) Grundlagen gewaltfreien Lebens und Handelns, die Verknüpfung von Gerechtigkeit und Frieden, insb. die Kritik an den Strukturen der Gewalt in den internationalen und gesellschaftlichen Beziehungen, die Tradition des Widerstandsrechts bis hinein in die Verteidigung von Aktionen und Akteuren des zivilen Ungehorsams.

 

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Porträt der VB Vorsitzenden Annette Nauerth

Annette Nauerth (Vorsitzende)

Jahrgang 1958, wohnhaft in Bielefeld

"Ich bin ausgebildete Krankenschwester, Ärztin und arbeite als Professorin an der Fachhochschule Bielefeld im Bereich Pflege und Gesundheit.

Den Versöhnungsbund habe ich während des Studiums in Münster kennengelernt und bin Mitglied geworden, als ich nach dem Studium festmachen wollte, dass ich an den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung weiter arbeiten will.

Seit dieser Zeit habe ich in den Regionalgruppen Minden, Münster und Bielefeld mitgearbeitet. Regelmäßig habe ich an den Jahrestagungen teilgenommen und vor allem in der Genderkommission mitgearbeitet. Ein wichtiges Anliegen war, die Jahrestagung so zu gestalten, dass Menschen unterschiedlicher Prägung, unterschiedlichen Alters und in unterschiedlichen sozialen Situationen, mit ihren jeweiligen Anliegen sich willkommen fühlen können und einen Raum finden, sich einzubringen.

Dass es im Versöhnungsbund bisher gelungen ist, so verschiedene individuell geprägte Menschen über eine so lange Zeit an einem großen Thema zusammen zu halten, ist für mich sehr beeindruckend und ein echtes Hoffnungszeichen."

 

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Vorstandsmitglied Bernadette Ackva

Bernadette Ackva

1959 geboren, wohnend in Schöffengrund/Taunus

Pastoralreferentin in Schule und Gemeinde, Arbeit mit Geflüchteten, Erd-Charta-Botschafterin, Naturpädagogin

Das philosophisch - theologische Studium in St. Georgen / Frankfurt und der weite ökumenische Horizont des Versöhnungsbundes brachten mich Anfang der 80iger Jahre zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der kleinen Schrift von Hildegard Goss - Mayr „Der Mensch vor dem Unrecht“, sowie mit Raimund Schwager und René Girard. Seitdem sehe ich mein Engagement im Sinne der Gewaltfreien Aktion als ein neugieriges und mutiges Voranschreiten mit und für den biblischen Schalom. Wir gründeten die VB Ortsgruppe Frankfurt.

Die Friedensarbeiterausbildung im internationalen Freundschaftsheim Bückeburg bereicherte mich seit 1981. Während meiner Erziehungszeit kam eine tief gehende Ausbildung zur Naturpädagogin an der Naturschule Freiburg e. V.  hinzu. Die Gedanken von Joseph Cornell und Dr. Sigrid Lechner-Knecht  räumten den vielfältigen Beziehungsreichtum, durch und mit dem wir als Menschen leben, endlich die ihm angemessenen Sprachformen ein. Ich entdeckte die Natur wieder neu als eine Lehrmeisterin, von der Bonaventura bereits sagte, sie sei „das erste Buch - von Gottes Hand“ geschrieben. Mit ihrer eindrucksvollen und zugleich globalen Sprache weist sie uns nachhaltige Wege – heraus aus unseren fahrlässig tötenden, ökonomischen Sackgassen.

In demselben Anliegen bot ich von 2006 – 2009 als Dozentin an der PH Heidelberg im Fächerverbund Naturwissenschaft und Religion Outdoorseminare an zum Thema: „Vom Mythos zum Logos – Mit der Schöpfung nachhaltig leben lernen.“

Seit 2009 setze ich mich als Botschafterin für die Erd-Charta ein - mit dem Ziel einer weltweiten, nachhaltigen, verbindlichen Ethik, die auch den natürlichen Geschöpfen einen Eigenwert und ein ursprüngliches Recht zuerkennt. 

Da sich der Versöhnungsbund dem uralten biblischen Schalomauftrag verpflichtet hat, möchte ich im Vorstand meinen Teil dazu beitragen, eine Sprache wieder zu beleben, die im Kampf um mehr Gerechtigkeit jedem und jeder eine Stimme gibt  –  den großen und den kleinen Geschöpfen, so aber auch den verletzten Gewalttätigen, den Schüchternen und den Verstummten.

 

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Vorstandsmitglied Nele Buchholz

Nele Buchholz (im Tandem mit Mirjam Stahl)

Jahrgang 1996, wohnhaft in Halle an der Saale

Ich studiere Sprechwissenschaft im Master an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und dadurch gemeinsam Neues zu schaffen, faszinieren mich sehr. Durch das Interesse an anderen Menschen, entwickeln wir eine Wertschätzung für jedes Leben. Wir lernen zuzuhören, uns zu verstehen und Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Von klein auf interessierten mich zunächst vor allem Themen zum Umweltschutz und einem ökologischen, nachhaltigen Umgang mit unserer Welt. Ich half häufig in unserem Bio- und Buchladen aus, wo ich viel zu diesen Bereichen lernen durfte. Als 14-jährige gründete ich mit Freundinnen eine Ortsgruppe der grünen Jugend und engagierte mich dort für den Klimaschutz. Zum Versöhnungsbund kam ich auf einem eher ungewöhnlichen Weg, denn ich besuchte meine ersten Jahrestagungen von 2010 bis 2013 als Kinderbetreuerin. Doch die Menschen, die ich dort kennenlernte, und die Inhalte des Versöhnungsbunds machten mich schnell neugierig, sodass ich nach kurzer Zeit entschied, selbst als Mitglied beim Versöhnungsbund mitzuwirken. Seitdem war ich vorallem viel im Jugendforum und Jugendrat aktiv. Mir wurde schnell klar, dass die klimapolitischen Themen in engem Zusammenhang mit Themen aus der Friedensarbeit stehen und denke, dass diese Perspektivverschränkung besonders wichtig für die zukünftige Arbeit des Versöhnungsbunds ist. Im Vorstand des Versöhnungsbunds sehe ich in diesem Zusammenhang viele Möglichkeiten mich für ein wertschätzendes, friedliches und nachhaltiges Miteinander in unserer Welt einzusetzen.

 

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Vorstandsmitglied Barbara Bürger

Barbara Bürger

Jahrgang 1951, wohnhaft in Magdeburg

Evangelische Pfarrerin im Ruhestand

Geboren wurde ich in Nebra an der Unstrut in der Nähe der damals noch unentdeckten sogenannten Himmelsscheibe. Bis zur gewaltfreien Revolution 1989 war mein Leben stark geprägt von der Auseinandersetzung zwischen Kirche und DDR - Staat.  Mit dem Fall der Mauer taten sich ungeahnte Türen für mich auf: Ich hatte die Möglichkeit als Schulpfarrerin zu arbeiten und mit Kindern und Jugendlichen meine Lieblingsthemen von Spiritualität und gesellschaftlichem Engagement zu besprechen. Ich wurde Mitglied im VB. In den Jahren 2000/ 2001 absolvierte ich die Ausbildung zur Schalomdiakonin bei "gewaltfrei handeln e.V." und ging anschließend für 1 Jahr  nach Chile in ein Frauenprojekt.  Heute  liegt mir am Herzen, in Magdeburg und in der Nähe Leute zu finden und zu vernetzen, die sich dem gesellschaftlichen Wandel stellen in ihrem eigenen Leben und  in ihrer Umgebung.

Nachdem ich von 2012-2014  schon einmal im Vorstand gearbeitet habe, wünsche ich mir für die nächsten 2 Jahre, dass ich die Situation der östlichen Bundesländer stärker einbringen kann. Ich hoffe, dass wir im Bereich Spiritualität reifen können, dass wir Zeit und Raum finden, die Vielfalt und Schönheit verschiedener Traditionen, die durch unsere Mitglieder vorhanden ist, lebendig werden lassen können. Ich wünsche mir, dass unser Verband zu aktuellen Entwicklungen deutliche Zeichen setzt und wegweisende Vorschläge macht.

 

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Vorstandsmitglied Berthold Keunecke

Berthold Keunecke

Jahrgang 1961, wohnhaft in Herford.

"Ich bin in Bielefeld aufgewachsen und habe dort 1980 meine ersten Schritte in der Friedensbewegung getan, als wir eine Friedensgruppe in unserer Kirchengemeinde gründeten. Während meines Theologiestudiums habe ich dann den Versöhnungsbund kennengelernt und dort meine geistige Heimat gefunden.

Als Möglichkeit, gewaltfreien Druck aufzubauen, habe ich dann den Zivilen Ungehorsams entdeckt und mich an verschiedensten direkten Aktionen beteiligt. Mir war dabei immer wichtig, durch Konsens und Gewaltfreiheit in unseren Aktionen schon jetzt die Welt anbrechen zu lassen, die wir anstreben.

Ich habe mich intensiv am Konziliaren Prozeß für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung beteiligt. Als der Versöhnungsbund mit anderen Friedensverbänden gemeinsam den „Bund für Soziale Vereidigung“ (BSV) 1988 gründete, habe ich dort aktiv mitgewirkt, z.B. in der Kampagne „1000 Leute lernen Gewaltfreis Handeln“ und in den  Diskussionen um die Gründung eines Zivilen Friedensdienstes. Von 2003 bis 2009 bin ich Co- Vorsitzender dieses Fachverbandes für gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Militärkritik  gewesen. In letzter Zeit waren mir neben dem Einsatz für von Abschiebung bedrohte Geflüchtete insbesondere Aktionen gegen die Atombomben in Büchel und das zentrale Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Altmark wichtig."

 

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Vorstandsmitglied Bernd Reißmann

Bernd Reißmann

Jahrgang 1943, Wohnhaft in Dresden

 

 

 

 

 

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Vorstandsmitglied Jakob Stahl

Jakob Stahl (im Tandem mit Leah Hablitzel)

Jahrgang 1994, wohnhaft in Lübeck

Nach meiner Ausbildung zum Rettungsassistenten habe ich in Lübeck angefangen Humanmedizin zu studieren und bin mittlerweile im 6. Semester.

Ich wurde in den Versöhnungsbund hineingeboren. In jungen Jahren von meinen Eltern mitgenommen, befasste ich mich schon früh mit den Werten und Zielen der Friedensbewegung und konnte mich mit zunehmendem Alter mehr und mehr damit identifizieren.

Lange engagierte ich mich im Jugendforum bis ich mich zusammen mit Leah dafür entschied die Ideen und Wünsche der Jugend in den Vorstand zu tragen.

 

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Mirjam Stahl

Mirjam Stahl (im Tandem mit Nele Buchholz)

Jahrgang 1996, wohnhaft in Leipzig

Nach einem Friedensdienst in Marokko fing ich 2016 an, Psychologie und Kulturwissenschaften in Leipzig zu studieren. Mittlerweile bin ich im Psychologiemaster und mein aktueller Schwerpunkt liegt auf Sozial- und Organisationspsychologie.

Der Versöhnungsbund war schon immer teil meines Lebens. Seit einigen Jahren bin ich im Jugendrat und auf der internationalen Ebene des Versöhnungsbundes aktiv. Seit dem letzen IFOR Council bilde ich zusammen mit Denis aus England das Representative Consultative Committee der europäischen Zweige. Die Hauptarbeit liegt hier in der Vernetzung, der Organisation von EuFOR Treffen und dem Kontakt zum International Committee.

In die Vorstandsarbeit möchte ich so vor allem neue, internationale und junge Perspektiven einbringen.

 

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Vorstandsmitglied Reinhard Stahl

Reinhard Stahl

Reinhard Stahl, geboren 1963, lebe in Horstmar (Münsterland), drei
wunderbare Kinder.

Mein Beruf ist Landarzt mit den Schwerpunkten: Palliativversorgung,
Substitutionsbehandlung heroinabhängigen Menschen, hausärztliche Versorgung von geflüchteten Menschen, Homöopathie.

Den Versöhnungsbund lernte ich nach meiner Kriegsdienstverweigerung im
Jahr 1983 kennen und nehme seitdem an den Jahrestagungen, mit wenigen Unterbrechungen teil. Meine Kinder sind auf den Jahrestagungen groß geworden, und sind auch
aktiv im VB. In den 80iger Jahren war ich in der Münsteraner Gruppe aktiv und wir haben einige
Veränderungen im Verband angestoßen. Besonders wichtig ist mir die Gewaltfreiheit als Lebenseinstellung sowohl in Politik wie im privaten Leben.

Schwerpunkte meiner Arbeit im Vorstand sind der Kontakt zu den Jugendlichen und die Finanzen.