Youth and Community Project Anaka

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Seit 2009 hatte der VB das Projektes „Peace and Development Foundation-Africa“ (PDF) in Anaka, Norduganda, unterstützt, das im Sommer 2020 ausgelaufen war . Ursprünglich gegründet, um ehemaligen Kindersoldaten durch handwerkliche Ausbildung (Hausbau, Schneiderei, Friseuse) und Landwirtschaft bei der Reintegration in die Gesellschaft behilflich zu sein, hatte sich im Laufe der Jahre die Zielgruppe etwas geändert, sodass diese jetzt in erster Linie aus Jugendlichen aus armen Familien, Kriegswaisen oder Gefährdete („youth at risk“) bestand. Zudem hatte sich der Schwerpunkt in Richtung Landwirtschaft verschoben. Begleitend dazu wurden Grundkurse zur Gewaltfreiheit und verantwortlichen Lebensführung angeboten.

Da es sich gezeigt hatte, dass nach wie vor großer Bedarf an qualitativer Landwirtschaft besteht, erschien die Fortsetzung der obigen Projektarbeit sinnvoll und notwendig, allerdings mit einem anderen Ansatz : Eine stärkere Einbindung und Verantwortung der lokalen Bevölkerung, neue Organisation, neuer Name : „Youth and Community Project“ (YCP).

Das Team von YCP und ein lokaler Landwirtschaftsexperte sprachen sich für die Einrichtung einer Demonstrationsfarm aus, da durch die Erfahrung, durch qualitative Anbau- und Viehwirtschaftsmethoden höhere Erträge und gesunde Ernährung produziert werden können, ein höherer Lerneffekt und eine größere Bereitschaft zur tatsächlichen Anwendung auf dem heimischen Anwesen zu erzielen seien. Begleitend zum Betrieb sollen spezifische Kurse zu Anbau und Viehhaltung für alle Interessierten aus den umliegenden Dörfern angeboten werden, über Tageskurse, periodische Mitarbeit oder längerfristige Kurse.

Im Mittelpunkt des ganzen Projektes steht die Demonstration biologischen Anbaus und einer am Tierwohl orientierten Viehhaltung. Ziel ist es,eine bessere Zukunftsperspektive für die Jugendlichen und Familien zu schaffen, was auch förderlich für den häuslichen Frieden und ein friedliches Miteinander in der Community ist. Wie in dem vorherigen Projekt (PDF) werden ebenso weiterhin Grundkurse zu Gewaltfreiheit und sog. „life-skills“(verantwortliche Lebensführung) angeboten, die sich ja großen Zuspruchs erfreuten.

Neben der unkomplizierten Einladung der Bevölkerung , in das Projekt zu kommen, soll es auch zur Community-Bildung für die umliegenden Dörfer beitragen. Es ist erfreulich, dass inzwischen mehr und mehr Jugendliche sich dort einfinden, um zu gucken oder sich zu engagieren, und dass die lokale Bevölkerung sich mit dem Projekt identifiziert (sichtbares, symbolisches Zeichen: es wurde gleich zu Beginn durch Dorfbewohner eine kleine Ziege überreicht). Auch die lokalen Behörden zeigen sich interessiert. Das Projekt soll sich zu einem Ausbildungs- und Community-Center entwickeln, das von der Community auch getragen wird ( nicht von Behörden!) . Als nächstes wird ein Basketballfeld gebaut, was sich besonders die Jugendlichen gewünscht haben.

Begonnen wurde mit dem Bau eines Community-Brunnens, den ein großherziger Spender aus dem Freundeskreis des Versöhnungsbunds ermöglicht hat. Es folgten Lagerräume, Büro, ein großer Schweinestall und ein Regenwassersammelsystem.

Eine Bilderfolge mit weiteren Informationen findet sich auch im angehängten Flyer.