Theateraufführung zum Gedenken an Hiroshima

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Während sich im August die Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki zum achtundsiebzigsten Mal jähren, wird die Bedrohung durch Atomwaffen angesichts des Krieges in der Ukraine auch für Europa immer deutlicher. Pax Christi im Bistum Aachen-Gruppe Viersen, die Regionalgruppe Viersen des Internationalen Versöhnungsbundes, die Volkshochschule des Kreises Viersen und die Regionalgruppe Mönchengladbach/Viersen der Internationalen Ärztinnen und Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) haben die verheerenden Wirkungen der Atombomben auf die Menschen daher in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Gedenk- und Mahnaktionen zu den Jahrestagen der Atombombenabwürfe gestellt.

Am 18.6.23 wird es in der Alten Kirche Lobberich, Am Treppchen 2-3, in Nettetal Lobberich um 18.00 Uhr eine Lesung aus den Aufzeichnungen von Shigemi Ideguchi (1919-2001) mit musikalischer Begleitung geben. Er überlebte als junger Mann wie durch ein Wunder die Explosion der Atombombe in Hiroshima, begann ein Jahr später, seine Erlebnisse aufzuschreiben und veröffentlichte sie 1989. Vortragen werden seine Enkelin Rima Ideguchi und ihr Mann Fabian Liedtke, die auch die Übersetzung der Erinnerungen unter dem Titel „Singvögel und Raben waren auch nicht mehr da – Bericht aus dem Zentrum der Atombombenexplosion“ besorgt haben. In dem Text wird geschildert, wie Shigemi Ideguchi buchstäblich in einem Meer von Toten und Sterbenden nicht nur die unvorstellbaren direkten Zerstörungswirkungen der Bombe durch Druckwelle und Hitze sondern auch die später folgende Strahlenkrankheit überstand. Die Beschreibungen bewegen sich an der Grenze des Vorstellbaren und Erträglichen. Der Vortrag mit der musikalischen Begleitung soll die Schrecken erlebbar und zugleich aushaltbar machen.

Ein weiterer Zugang zu der Erlebnisschilderung von Shigemi Ideguchi wird am gleichen Ort am 4.8.23 um 19:00 Uhr vorgetragen von Susanne Hocks und Jürgen Larys vom artENSEMBLE THEATER. Sie wollen den Text durch eine durchkomponierte Musik-Klang-Ebene und eine körperlich streng formalisierte Ausdrucksprache auf eine ästhetische Ebene heben, die das Gesagte rezipierbar macht, ohne dass es dabei seinen Schrecken verlöre.

Am 6.8.23, dem Hiroshima Gedenktag, wird um 11.00 Uhr auf dem Platz am Lambertiturm eine Friedensaktion unter dem Titel: “Die Hoffnung ergreifen“ im Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki die Veranstaltungsreihe abschliessen mit einer positiven Wendung, in der Wege zum Frieden und zur Abrüstung im Mittelpunkt stehen.

Alle drei Veranstaltungen werden organisiert von „Freiraum“ in Nettetal Breyell. Sie sind kostenlos für jeden zugänglich. Spenden sind erwünscht zur Deckung der Kosten. Presse- und sonstige Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen zur Teilnahme und Berichterstattung.

Veranstaltungsbeginn