Jahrestagung 2026: Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit verteidigen - gewaltfrei gegen Rechts

Gespeichert von Webmaster am
Image
Der VB setzt sich immer für Menschenwürde und Rechstsstaatlichkeit ein. Hier die Schatzmeisterin und der Vorsitzende bei der MV, rechts ein Ausschnitt aus einer Skluptur von Ingeborg Hunzinger, der an den erfolgreichen Protest in der Rosenstraße erinnert

Wieder waren es 170 Personen, die zur Jahrestagung nach Duderstadt gekommen waren. Dieses Mal lag der inhaltliche Schwerpunkt bei der Frage, wie zentrale Werte unseres Grundgesetzes und unserer Gesellschaft geschützt werden können - gerade auch angesichts des Erstarkens einer Partei, die es darauf anlegt, die Gesellschaft zu polarisieren, die Geflüchtete in großem Stil vertreiben will, und die Rechte von Frauen und von vielen Minderheiten, wie z.B. Muslim*innen, Migrant*innen insgesamt und Menschen jenseits einer geschlechtlichen Identität, bei der ein klar bestimmbares biologisches Geschlecht mit ihrem Selbstbild zusammentreffen, massiv einzuschränken beabsichtigt - dies alles im Einklang mit gewaltbereiten Gruppen, die ähnliche Ziele verfolgen und als Migrant*innen wahrgenommene Menschen, Journalist*innen und politische Gegner*innen auch durch Gewaltakte bedrohen.

In seinen Eingangsthesen erinnerte der Präsident des Versöhnungsbundes Ullrich Hahn an den erfolgreichen Protest von Ehefrauen jüdischer Männer vor einem Gestapogefängnis in der Rosenstraße in Berlin. Diese wurden schließlich freigelassen, nachdem sich die Frauen weigerten, den Platz vor dem Gefängnis ohne ihre Männer zu verlassen. Ein Zeichen, dass auch unter schwierigen Bedingungen gewaltfreier Widerstand erfolgreich sein kann.

In einem Vortrag von Professor Fabian Virchow am Donnerstagabend und vier kürzeren Impulsen am Freitagmorgen ging es vor allem darum, die aktuellen Entwicklungen und ihre jetzigen und möglichen Folgen wahrzunehmen, während die anschließenden Arbeitsgruppen vor allem darum kreisten, wie wir uns, unsere Gesellschaft, unsere Werte und rechtsstaatlichen Institutionen vor diesen Übergriffen schützen können.

Der Freitagabend stand im Zeichen des nahenden Ruhestandes unseres Friedensreferenten Clemens Ronnefeldt. "Es war eine wundervolle Möglichkeit für mich, in diesem Verband zu arbeiten", sagte er, "ich konnte genau das tun, was mir wirklich am Herzen lag, ich war genau am richtigen Platz." Der langanhaltende Applaus machte deutlich, dass es das Plenum genauso sah. Schön, dass Clemens sich mit seinem wöchentlichen Newsletter (hier auf der Seite Friedensblog genannt), auch weiter in den Verband einbringen wird.

Weitere wichtige Elemente waren die vielen Begegnungen, die spirituellen Angebote, der Morgenimpuls mit Bewegung draußen im Garten und das Fest am Samstagabend, bei dem die akustische Coverband Courassion Jung und Alt in Bewegung brachte.

Insgesamt war die Tagung wieder eine Stärkung, um im Alltag für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte einzutreten.

Symbol für die Dokumentation

Die Dokumentation mit vielen Fotos, Materialien und Berichten von der Tagung wächst stetig weiter und ist demnächst unter http://jt.versoehnungsbund.de/t/2026 und im Rundbrief zu finden! (Auf jener Seite einfach auf das Symbol mit dem Buch klicken.)

Image
Friedensreferent Clemens Ronnefeldt stellt seinen Nachfolger Kevin Kaisig vor
Image
Prof. Fabian Virchow beim einleitenden Vortrag
Image
Erinnern, Verbinden, Verändern – Haki Sasa als Modell solidarischer Zusammenarbeit
Image
Musik zum Abschied von Clemens Ronnefeldt
Image
Benjamin Pütter überreicht Clemens ein Abschiedsgeschenk mit Symbolen für alle Länder, die er im Auftrag des VB bereist hat
Image
Auf dem Marktplatz in Duderstadt präsentiert der Versöhnungsbund ein Mosaik der Friedensarbeit
Image
Die Freunde aus Indien waren per Zoom zugeschaltet
Image
Die akustische Coverband Courassion brachte die Tagung in Schwung