Liebe Friedensinteressierte,
nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung - mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.
- Faz: Selenskyj schlägt Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen vor
- GWR: Solidarität mit Yurii Sheliazhenko
- n tv: Russische Anti-Kriegs-Aktivisten verurteilt
- n tv: Fischer zu Abgrund im Iran-Krieg - "Trumps Drohung mit der Bombe schießt uns in neue Ära“
- taz: Kommentar: US-Drohungen gegen Iran - Trump spielt mit der Auslöschung
- The Pioneer: Feuerpause im Iran
- Der Spiegel: Mitten im Irankrieg - US-Verteidigungsminister Hegseth drängt Heereschef zum Rücktritt
- Die Zeit: Krieg in Nahost: Israel und die USA – wankt die stabilste Allianz der Welt?
- SZ: Krieg in Libanon - „Die Hisbollah ist das Bataillon der Iraner“
- DLF: Blutbad unter Palästinensern
- Die Zeit: Wie Kriegsgegner in Israel der Repression trotzen
- Handelsblatt: Iran-Krieg - Nato erwägt Marine-Einsatz in der Straße von Hormus
- ErhardEpplerKreis: Pakistan und der Iran Krieg Wie der Iran-Krieg das bevölkerungsreichste muslimische Land zwischen Schiiten, Saudi-Arabien und Washington zerreißt – und warum die Welt zuschauen sollte
- IPG: Kein Zufall: Drehscheibe Islamabad: Pakistan wird zum zentralen Vermittler im Iran-Konflikt. Europa bleibt nur Zuschauer.
- taz: Rüstungskontroll- und Abrüstungsabkommen - Auf einem gefährlichen Weg
- Die Zeit: Eskalation im Irankrieg: US-Demokraten verlangen Amtsenthebung von Donald Trump
- n tv: Gespräche für Samstag geplant - US-Regierung verstrickt sich zu Irans Zehn-Punkte-Plan in Widersprüche
- OENB: Nicht wieder Schweigen - Eine Bitte an unsere Kirchen in Zeiten von Kriegen
- FR: Friedensaktivist wirft Bundesregierung Beihilfe zum Iran-Krieg vor
- Die Zeit: Irankrieg: Linke fordert Ramstein-Schließung, Bundesregierung lehnt ab
- Die Welt: Als der Soldat fragt, ob sich alle von Russland bedroht fühlen, herrscht Stille im Kursraum
- Augengeradeaus: (Noch) keine Wehrpflicht – aber Ausreise für (theoretisch) Wehrpflichtige nur mit Genehmigung (Update)
- ARD: Ist Krieg verlernbar? Anmerkungen für Friedenssuchende
- Amnesty: Aktion: Todesstrafe in Israel – jetzt EU-Handelsabkommen aussetzen!
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1. Faz: Selenskyj schlägt Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen vor
6.4.2026 20:56 Uhr
Robert Dikomeit
Selenskyj schlägt Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen vor Die Ukraine hat Russland eine Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen angeboten. „Wenn Russland bereit ist, die Angriffe auf unsere Energieanlagen einzustellen, sind wir bereit, spiegelbildlich zu antworten“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft.
Dieser Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden. Zuvor hatte Selenskyj demnach neue Angriffe auf Objekte im russischen Hinterland mit dem Oberkommando besprochen. (…)
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2. GWR: Solidarität mit Yurii Sheliazhenko
https://www.graswurzel.net/gwr/2026/03/solidaritaet-mit-yurii-sheliazhenko-2/
Solidarität mit Yurii Sheliazhenko (…)
Universität Münster
Schlossplatz 2
48149 Münster
apl. Prof. Dr. Armin Scholl
(…)
Datum: 23.03.2026
In großer Sorge um meinen Doktoranden Yurii Sheliazhenko Sehr geehrte Damen und Herren,
am 19. März 2026 wurde der ukrainische Pazifist, Menschenrechtler und Kriegsdienstverweigerer Yurii Sheliazhenko von den ukrainischen Behörden in Kyjiw festgenommen. Das Ziel ist ganz offen-sichtlich, dass er für das Militär zwangsrekrutiert werden soll.
Yurii Sheliazhenko hatte selbst über die grausamen Praktiken der Zwangsrekrutierung und der obligatorischen militärischen Registrierung in der Ukraine berichtet, die in einigen Fällen sogar zu Folter und Todesfällen in militärischen Rekrutierungszentren geführt haben.
Nach vorliegenden Informationen wurde Herr Sheliazhenko ohne klare rechtliche Begründung und unter Missachtung seiner Rechte als Beschuldigter festgenommen.
Mir liegt eine erschütternde Mail von ihm vor, in der er seine körperliche und psychische Misshandlung schildert, weil er um rechtlichen Beistand bat und gegen die Verhaftung und Zwangsrekrutierung protestierte.
Ich kenne Herrn Sheliazhenko seit 2022 und betreue seine Dissertation, in der er eine Friedenskul-tur in den Medien und in der gesellschaftlichen Kommunikation entwickeln will.
Herr Sheliazhenko ist ein zutiefst überzeugter Pazifist und Christ, dem ich es aufgrund seines glaubwürdigen politischen Engagements und seiner bemerkenswerten wissenschaftlichen Ausbildung mit mehreren Hochschulabschlüssen zutraue, die Friedensforschung mit der Dissertation enorm zu bereichern.
Ich verstehe, dass die ukrainische Regierung und das ukrainische Militär mit dem Rücken zur Wand stehen, dass sie das Recht haben, sich gegen den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands zu wehren.
Aber die Missachtung demokratischer Rechte verrät genau diese Bestrebungen der Ukraine, ein demokratisches Land zu bleiben und von Russlands Diktatur unabhängig existieren zu können.
Ich bitte Sie deshalb eindringlich, sich für die Freiheit und Unversehrtheit von Yurii Sheliazhenko einzusetzen. Er darf nicht im Krieg verheizt werden. Die Ukraine wird Persönlichkeiten wie ihn auch nach dem Krieg dringend.
Hochachtungsvoll
Armin Scholl
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3. n tv: Russische Anti-Kriegs-Aktivisten verurteilt
https://www.n-tv.de/politik/23-55-Moskau-bestellt-Japans-Botschafter-ein-id30693961.html
08.04.2026, 21:02 Uhr
15:28 Russische Anti-Kriegs-Aktivisten verurteilt
In Russland werden sechs wegen "Extremismus" angeklagte junge Anti-Kriegs-Aktivisten zu Haftstrafen von bis zu zwölf Jahren verurteilt.
Ein Gericht in St. Petersburg befindet die sechs zwischen 24 und 30 Jahre alten Aktivisten der Anti-Kriegs-Jugendbewegung Wesna des "Extremismus" und der "Verbreitung von Falschmeldungen" über die russische Armee für schuldig.
Das härteste Urteil ergeht gegen die Aktivistin Anna Archipowa - sie wird zu zwölf Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt. Archipowa und ihre Mitstreiter waren im Juni 2023 festgenommen worden. Wesna (auf Deutsch: Frühling) wurde 2013 in St. Petersburg gegründet.
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4. n tv: Fischer zu Abgrund im Iran-Krieg - "Trumps Drohung mit der Bombe schießt uns in neue Ära" https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Trumps-Drohung-mit-der-Bombe-schiesst-uns-in-neue-Aera-id30690477.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
Fischer zu Abgrund im Iran-Krieg "Trumps Drohung mit der Bombe schießt uns in neue Ära" 08.04.2026, 09:46 Uhr
Nach Trumps maximaler verbaler Eskalation hatten die USA keine Rückzugsmöglichkeit mehr, wäre es nicht zu einer Einigung mit dem Iran gekommen.
Dennoch sieht Experte Klemens Fischer die Welt durch Trumps "Drohung mit der Bombe" in einer neuen Ära. Die Nato und Europa seien indes der große Verlierer.
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5. taz: Kommentar: US-Drohungen gegen Iran - Trump spielt mit der Auslöschung
https://taz.de/US-Drohungen-gegen-Iran/!6164638/
US-Drohungen gegen Iran Trump spielt mit der Auslöschung
Kommentar von Dominic Johnson
Trump droht damit, Iran anzugreifen, so dass die gesamte Nation stirbt. Allein mit dieser verbalen Entgleisung normalisiert er Menschheitsverbrechen.
7.4.2026
19:59 Uhr
An vieles gewöhnt man sich bei Donald Trump: Er lügt und prahlt, er ist großspurig und geltungssüchtig, ahnungs- und skrupellos. Er sagt alles Mögliche und am nächsten Tag das Gegenteil. Aber die rhetorische Eskalation gegenüber Iran, die der US-Präsident seit einigen Tagen betreibt, ist beispiellos in ihrer Härte und in ihrer Zielstrebigkeit.
Erst will er Irans Energieinfrastruktur zerstören, dann das Land in die „Steinzeit“ bomben und am Dienstag verkündet er: „Heute Nacht wird eine ganze Zivilisation sterben und nie zurückgeholt werden. Ich will nicht, dass das passiert, aber wahrscheinlich wird es.“
Das ist in jeder praktischen Hinsicht die Ankündigung eines Genozids. Ausgerechnet am 7. April, dem Gedenktag zum Beginn des Völkermords an den Tutsi in Ruanda 1994 mit einer Million Toten, droht der mächtigste Staatschef der Welt einer der ältesten Kulturnationen der Welt mit der totalen Vernichtung. (…)
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6. The Pioneer: Feuerpause im Iran
https://www.thepioneer.de/originals/others/articles/iran-waffenruhe-statt-eskalation
Irankrieg Feuerpause im Iran
US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran mit der kompletten Zerstörung. Doch es kam anders: Teheran lenkte ein und öffnete die Straße von Hormus. Bald sollen direkte Verhandlungen beginnen. Die Märkte reagieren erfreut.
Mona Schnell, Lea-Katharina Krause
8.4.2026
Anders als Präsident Donald Trump es angekündigt hatte, kam es im Iran nicht zur Apokalypse. Grobschlächtig wie kein US-Präsident vor ihm kündigte er noch am Mittag via Truth Social an:
Heute Nacht wird eine ganze Zivilisation untergehen, um nie wieder zurückzukehren.
Er wollte Iran ins „Steinzeitalter“ bomben, so Trump. Zuvor präzisierte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus:
Jede Brücke im Iran wird bis morgen um 24:00 Uhr zerstört sein, und jedes Kraftwerk im Iran wird außer Betrieb sein, brennen, explodieren und nie wieder genutzt werden können. Ich meine eine vollständige Zerstörung bis 24:00 Uhr. Und das würde innerhalb von vier Stunden geschehen, wenn wir es wollten.
(…)
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7. Der Spiegel: Mitten im Irankrieg - US-Verteidigungsminister Hegseth drängt Heereschef zum Rücktritt https://www.spiegel.de/ausland/us-verteidigungsminister-pete-hegseth-wirft-heereschef-randy-george-raus-a-f743a0de-eab7-42c2-bc0b-1fd48466e2cc
Mitten im Irankrieg US-Verteidigungsminister Hegseth drängt Heereschef zum Rücktritt Pete Hegseth wirft den nächsten Topoffizier raus aus den US-Streitkräften.
Dieses Mal trifft es Heereschef Randy George, der im Irak und in Afghanistan gedient hatte.
03.04.2026, 11.24 Uhr
Inmitten des Irankriegs hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Heereschef Randy George zum Rücktritt gedrängt.
Ein US-Regierungsvertreter bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des US-Senders CBS. Der General sei aufgefordert worden, in den sofortigen Ruhestand zu gehen.
Die Gründe dafür waren zunächst nicht klar. CBS berichtete aber unter Berufung auf informierte Kreise, Hegseth wolle einen General auf dem Posten, der seine Vision und die Vision von US-Präsident Donald Trump vom Heer teile. George war von Trumps Vorgänger Joe Biden an die Spitze der Landstreitkräfte berufen worden.
(…)
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siehe auch:
Post auf Truth Social US-Präsident entlässt Justizministerin Pam Bondi Zuletzt lobte Donald Trump noch seine Justizministerin und sagte, sie mache einen »guten Job«.
Jetzt musste Pam Bondi ihren Posten räumen. Es soll dabei auch um die Epstein-Akten gehen.
03.04.2026, 09.16 Uhr
(…)
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siehe auch:
USA Donald Trump leidet an unheilbarer Hybris. Und fühlt sich toll dabei Kommentar von Kurt Kister
6. März 2026, 11:00 Uhr|
Das Einzige, was ihn stoppen kann? Ist er selbst, sagt der Präsident. Über eine seltsame Anstalt namens Weißes Haus, in welcher der Klinikleiter in Personalunion der problematischste Patient ist.
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8. Die Zeit: Krieg in Nahost: Israel und die USA – wankt die stabilste Allianz der Welt?
Krieg in Nahost: Israel und die USA – wankt die stabilste Allianz der Welt? In den USA wächst die Israel-Kritik – bis ins konservative Lager – und Trumps Zustimmungswerte sinken. Wie tief der Riss ist, in "Was jetzt? – Die Woche“
Von Dilan Gropengiesser, Lucie Liu, Matthias Giordano und Paul Middelhoff
2. April 2026, 21:02 Uhr
Israel und die USA galten lange als unerschütterliche Partner. Doch diese Allianz gerät ins Wanken. Die Stimmung in den USA kippt gegenüber Israel. Erstmals sympathisieren mehr Amerikaner mit den Palästinensern als mit Israel.
Die Kritik reicht längst über progressive Milieus hinaus: Auch unter Unabhängigen, Demokraten – und zunehmend sogar im republikanischen Lager – wächst die Skepsis. Selbst im Umfeld der Maga-Bewegung wird die außenpolitische Linie hinterfragt.
Für Donald Trump könnte der zunehmend diffuse Krieg zum Risiko werden: Seine Zustimmungswerte liegen bei 40 Prozent und die steigenden Preise im Zuge des Krieges treffen die Wähler direkt. Kriege mit spürbaren Kosten im Inland gelten als politisch gefährlich.
Gleichzeitig warnen Beobachter, dass der Konflikt selbst Israels wichtigste strategische Ressource gefährden könnte: die enge Beziehung zu den USA. (…)
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9. SZ: Krieg in Libanon - „Die Hisbollah ist das Bataillon der Iraner“
Krieg in Libanon „Die Hisbollah ist das Bataillon der Iraner“ 1. April 2026, 14:33 Uhr
Samir Geagea ist Chef der Lebanese Forces, der stärksten christlichen Partei im libanesischen Parlament. Der 73-Jährige war im libanesischen Bürgerkrieg ein mächtiger Milizenführer und saß danach elf Jahre in Haft.
Warum der Chef der größten christlichen Partei in Libanon nichts dagegen hat, dass Israel den Süden seines Landes besetzt, zumindest zeitweise – wenn nur die Schiiten-Miliz Hisbollah endlich besiegt wird.
Interview von Tomas Avenarius, Beirut
(…)
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Hinweis von C.Ronnefeldt:
Die beiden nachfolgenden Artikel von 2005 und 2007 beleuchten die Person
die Samir Geagea und die Rolle christlicher Milizen im libanesischen Bürgerkrieg.
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https://taz.de/Milizenfuehrer-aus-dem-Keller-geholt/!570008/
portrait Milizenführer aus dem Keller geholt 27.7.2005
0:00 Uhr
Von
ALFRED HACKENSBERGER
(…)
Geagea, vom Beruf Arzt, war bekannt für seine Grausamkeit gegen Zivilisten. So führte er im Auftrag von Bashir Gemayel, Chef der rechtsradikalen Phalange-Miliz, mehrere Auftragsmorde durch.
1978 leitete Geagea das Kommando bei einem Massaker an prosyrischen Maroniten. Dabei wurde der Sohn von Exstaatspräsident Suleiman Frangie, Tony Frangie, mit 35 Angehörigen und Mitarbeitern ermordet. (…)
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Zur Person Samir Geagea siehe auch:
https://en.wikipedia.org/wiki/Samir_Geagea
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10. DLF: Blutbad unter Palästinensern https://www.deutschlandfunk.de/blutbad-unter-palaestinensern-100.html
Archiv Blutbad unter Palästinensern Am 16. September 1982 drangen christliche Milizionäre in die im Westen Beiruts gelegenen Palästinenserlager Sabra und Shatila ein und verübten dort ein Massaker an der Zivilbevölkerung. Die Täter waren Libanesen. Möglich wurde das Gemetzel aber nur, weil die israelische Besatzungsmacht den Marodeuren Zugang zu den Lagern verschaffte.
Von Bettina Marx, Carsten Kühntopp, Jörg Kaminski | 16.09.2007
Das Massaker in den Lagern von Sabra und Shatila war nur im Zusammenhang mit den politischen Ereignissen jener Jahre möglich. Im Libanon tobte seit 1975 ein Bürgerkrieg, mittendrin unter anderem die PLO von Yassir Arafat.
Dann, am 6. Juni 1982, kamen die Israelis. Verteidigungsminister Ariel Sharon wollte vor allem die PLO im Libanon vernichten und so nebenbei auch noch eine israelfreundliche Regierung an die Macht bringen.
(…)
Doch war das Blutbad an den palästinensischen Flüchtlingen ein Einschnitt auch im politischen Leben Israels? Der Friedensaktivist Uri Avnery ist skeptisch.
„Leider nicht. Die Demonstration war sehr eindrucksvoll, die war echt, die war authentisch, sie war spontan. Die Hunderttausende, die da waren, die waren echt, die waren erschüttert. Ich bin nicht sicher, wenn heute so etwas passieren würde, ob wir noch Hunderttausende zusammenbringen würden zu so einer Demonstration. Denn seitdem ist Israel sehr verroht. Man hat sich gewöhnt an Greueltaten, man hört beinahe täglich Geschichten, die einen erschüttern sollten, aber das damals war echt.“
(…)
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11. Die Zeit: Wie Kriegsgegner in Israel der Repression trotzen
Antikriegsdemonstration Tel Aviv: Wie Kriegsgegner in Israel der Repression trotzen
In Israel sinkt die Zustimmung zum Irankrieg, der Protest wird lauter. Doch am Samstag war die aufkeimende Friedensbewegung zunächst mit der Staatsgewalt konfrontiert.
Von Steffi Hentschke, Tel Aviv
5. April 2026, 15:26 Uhr
Die Trillerpfeifen und Buhrufe sind bereits von Weitem zu hören. Samstagabend auf dem Habima-Platz im Zentrum von Tel Aviv: Hunderte Menschen haben sich versammelt, um gegen den Irankrieg zu protestieren.
"Stoppt das Bombardieren", "Schluss mit dem Krieg, Schluss mit Bibi", steht auf Plakaten – "Bibi" ist der Spitzname für IsraelsDauerpremier Benjamin Netanjahu.
Es herrscht mal wieder Krieg in Israel, mehr als einen Monat liegen die gemeinsam mit den USA koordinierten Angriffe auf das iranische Regime zurück. Das schießt seitdem regelmäßig mit ballistischen Raketen als Vergeltung zurück, oft mit Streumunition und oft auf Tel Aviv.
Die bisherige Bilanz: 15 Tote, Hunderte Verletzte und fast täglich weitere zerstörte Häuser. Ein überschaubarer Schaden, sagen Expertinnen und Experten. Allerdings wächst innerhalb der israelischen Bevölkerung der Eindruck, dass sich das iranische Regime besser schlägt als erwartet.
(…)
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12. Handelsblatt: Iran-Krieg - Nato erwägt Marine-Einsatz in der Straße von Hormus
Iran-Krieg Nato erwägt Marine-Einsatz in der Straße von Hormus
Die Feuerpause im Iran nährt Hoffnung auf Frieden und könnte den US-Präsidenten mit der Nato versöhnen. Beim Treffen mit Rutte polterte Trump erstmal weiter – und erinnerte an die Grönland-Krise.
Moritz Koch, Torsten Riecke, Frank Specht
09.04.2026 - 08:54 Uhr aktualisiert
Berlin, London. Nachdem sich die USA, Israel und der Iran auf eine Waffenruhe verständigt haben, wächst der Druck auf die Europäer, sich an einer Marinemission zur Sicherung des Schiffsverkehrs im Persischen Golf zu beteiligen. Hinter den Kulissen wird dabei auch über einen Einsatz unter dem Dach der Nato gesprochen, wie das Handelsblatt von europäischen Diplomaten in Brüssel erfuhr.
„Es spricht vieles dafür, das als Nato-Mission zu organisieren“, hieß es in Nato-Kreisen. Dazu gehöre, dass die Amerikaner in den Einsatz eingebunden wären.
Zugleich würde das Bündnis den USA beweisen, dass es weiterhin wertvoll ist. Möglich wäre es demnach, die Mission zunächst als „Koalition der Willigen“, also als eine informelle Gruppe von Ländern, zu starten und sie dann auf dem Nato-Gipfel im Juli in Ankara in die Kommandostruktur der Allianz zu überführen.
Auch über einen deutschen Beitrag wird bereits gesprochen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) telefonierte am Mittwoch mit US-Präsident Donald Trump. Nach Handelsblatt-Informationen aus der Bundesregierung waren der Waffenstillstand am Persischen Golf und die diplomatischen Bestrebungen zur Sicherung der Meerenge von Hormus Thema des kurzen Gesprächs. Um konkrete Beiträge der Bundesmarine ging es nicht.
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13. ErhardEpplerKreis: Pakistan und der Iran Krieg Wie der Iran-Krieg das bevölkerungsreichste muslimische Land zwischen Schiiten, Saudi-Arabien und Washington zerreißt – und warum die Welt zuschauen sollte
https://erhardepplerkreis.substack.com/p/pakistan-und-der-iran-krieg
Pakistan und der Iran Krieg Wie der Iran-Krieg das bevölkerungsreichste muslimische Land zwischen Schiiten, Saudi-Arabien und Washington zerreißt – und warum die Welt zuschauen sollte Erhard-Eppler-Kreis
März 31, 2026
von Axel Fersen
Wer den Iran-Krieg als Konflikt zwischen Washington und Teheran liest, hat ihn nicht verstanden. Der gefährlichste Schauplatz dieses Krieges liegt nicht am Persischen Golf, nicht in der Straße von Hormus und nicht in den Trümmern iranischer Nuklearanlagen.
Er liegt in Pakistan – einem Land mit 250 Millionen Menschen, Atomwaffen und einer konfessionellen Geologie, die bei jedem Erdbeben im Nahen Osten mit bebt. Einen Monat nach Beginn des Krieges steht Pakistan vor der Frage, ob es Vermittler bleiben kann oder zur Konfliktpartei wird. Die Antwort auf diese Frage betrifft nicht nur Südasien. Sie betrifft die nukleare Weltordnung.
Die Grundlage des pakistanischen Dilemmas liegt in einer demografischen Tatsache, die in westlichen Medien chronisch unterbelichtet bleibt: Pakistan beherbergt die zweitgrößte schiitische Gemeinschaft der Welt. Nach Iran mit seinen 66 bis 70 Millionen Schiiten folgt Pakistan – mit Schätzungen, die je nach Quelle zwischen 30 und 50 Millionen rangieren.
Pew Research beziffert den schiitischen Anteil an Pakistans Bevölkerung auf 10 bis 15 Prozent, pakistanische Quellen und der Christian Science Monitor sprechen von über 20 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das: In Pakistan leben mehr Schiiten als im gesamten Irak.
Sie konzentrieren sich in Gilgit-Baltistan, wo sie mit 85 Prozent die Bevölkerungsmehrheit stellen, in der Stammesregion Kurram an der afghanischen Grenze, in Teilen Belutschistans und in den Millionenstädten Karachi, Lahore und Islamabad. (…)
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siehe auch:
Joint Statement by the Foreign Ministers of Türkiye, Egypt, Indonesia, Jordan, Pakistan, Qatar, Saudi Arabia and UAE,
2 April 2026
(…)
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14. IPG: Kein Zufall: Drehscheibe Islamabad: Pakistan wird zum zentralen Vermittler im Iran-Konflikt. Europa bleibt nur Zuschauer.
Asien 02.04.2026 |
Felix Kolbitz Kein Zufall Drehscheibe Islamabad: Pakistan wird zum zentralen Vermittler im Iran-Konflikt. Europa bleibt nur Zuschauer.
Felix Kolbitz ist Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Pakistan. Zuvor leitete er das FES-Büro in Bangladesch.
ls Henry Kissinger am 9. Juli 1971 von Islamabad aus heimlich nach Peking flog, wusste die Welt davon nichts. An Bord einer pakistanischen Regierungsmaschine reiste Nixons Sicherheitsberater zu Gesprächen mit Chinas Führung – eine Mission, die den Kalten Krieg neu ordnen sollte. Das hatte Pakistan möglich gemacht – und mehr als 50 Jahre später sitzt Islamabad erneut an der entscheidenden Schaltstelle einer Weltkrise.
Außenminister Ishaq Dar erklärte am 29. März, Pakistan werde Gespräche zwischen Washington und Teheran ermöglichen und ausrichten, um zu einer dauerhaften Lösung des Konflikts zu gelangen. Wenige Wochen nach dem Beginn des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran, der am 28. Februar mit der Tötung des Revolutionsführers Ayatollah Ali Khamenei begann, hat sich Islamabad zur zentralen diplomatischen Bühne des Konflikts entwickelt. Europa ist nicht mit dabei. Das ist kein Zufall.
Pakistans Hebel beruht auf einer seltenen Kombination: Es ist das einzige mehrheitlich muslimische Land mit Nuklearwaffen, das keine US-Militärbasen beherbergt, und es unterhält gleichzeitig langjährige Bindungen zu Saudi-Arabien sowie enge Beziehungen zum Iran. Diese Position ist Ergebnis jahrzehntelanger Vermittlungstradition. 1971 ermöglichte Islamabad Kissingers geheime Reise nach Peking.
In den 1980er Jahren war Pakistan Schlüsselakteur bei den Genfer Verhandlungen über den Abzug der UdSSR aus Afghanistan. 2015 moderierte Islamabad die ersten offiziellen Gespräche zwischen Kabul und den Taliban. 2020 unterstützte Pakistan das Doha-Abkommen. 2023 fanden die ersten direkten Kontakte zwischen Saudi-Arabien und Iran, die zur chinesisch vermittelten Annäherung führten, am Rande eines islamischen Gipfeltreffens in Islamabad statt. Pakistan ist kein zufälliger, sondern ein struktureller Vermittler. (…)
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siehe auch:
Außen- und Sicherheitspolitik 02.04.2026
Julia Engels Zurück zur Kontrolle
Nicht Irans nukleare Fähigkeiten sind das größte Risiko, sondern das schwindende Wissen darüber. Wenn Europa handlungsfähig bleiben will, muss es gezielt an der Wiederherstellung von Kontrollmechanismen ansetzen. Eine Initiative könnten klar definierte Vereinbarungen sein, die sich auf überprüfbare Schritte konzentrieren (z.B. die Wiederinstallation von Überwachungstechnik, die Sicherung von Datenflüssen oder den Zugang zu ausgewählten Anlagen).
Parallel sollte Europa darauf hinarbeiten, internationalen Inspektoren wenigstens zum Teil wieder Zugang zu wichtigen Informationen zu verschaffen, auch über schrittweise oder informelle Arrangements. Besonders in Zeiten hoher Spannungen können solche technischen Vereinbarungen eine relevante stabilisierende Funktion erfüllen.
Deutschland, Frankreich und Großbritannien sollten ihre international federführende Rolle gezielter nutzen, um diplomatische Kanäle offenzuhalten und minimale Formen der Kooperation zu ermöglichen. Selbst wenn ein umfassendes Abkommen höchst unrealistisch erscheint, bedeutet das nicht, dass jede Art von Überprüfung verloren gehen muss.
All diese Ansätze setzen keine grundlegende geopolitische Annäherung voraus. Ihr Ziel ist bescheidener, aber fundamental: ein Mindestmaß an Transparenz wiederherzustellen und so die gefährlichste Dynamik der jetzigen Entwicklung einzudämmen.
Ohne Kontrolle wächst die Unsicherheit. Und mit ihr die Wahrscheinlichkeit, dass politische Beschlüsse auf lückenhaften oder falschen Annahmen beruhen. Die größte Gefahr besteht gar nicht darin, dass der Iran stärker wird. Sondern darin, dass wir immer weniger wissen, wie stark er wirklich ist.
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15. taz: Rüstungskontroll- und Abrüstungsabkommen - Auf einem gefährlichen Weg
https://taz.de/Ruestungskontroll--und-Abruestungsabkommen/!6167830/
Rüstungskontroll- und Abrüstungsabkommen Auf einem gefährlichen Weg Die internationale Rüstungskontroll- und Abrüstungsarchitektur zerfällt bedrohlich.
Ein Überblick über alle Verträge und deren zunehmende Erosion.
2.4.2026. 9:57 Uhr
Von
Andreas Zumach
„Kriege verweigern – Frieden schaffen“ – unter diesem Motto demonstrieren auch an diesem Osterwochenende wieder Menschen quer durch die Republik für eine friedlichere Welt. Neue Abrüstungsabkommen und die Stärkung von Rüstungskontrollen gehören dabei zu den zentralen Forderungen der diesjährigen Ostermärsche. Die Aussichten dafür stehen derzeit allerdings schlecht.
Seit Ende der 1950er Jahre wurden weltweit 31 Abkommen zur Rüstungskontrolle und Abrüstung abgeschlossen. In diesen Abkommen verpflichteten sich die Vertragsstaaten entweder zumindest auf zahlenmäßige Obergrenzen für bestimmte Waffen- und Munitionskategorien oder darüber hinaus auf den Abbau dieser militärischen Arsenale bis hin zu ihrer vollständigen Verschrottung.
In einigen Fällen wurde auch das umfassende Verbot vereinbart, bestimmte Waffen und Munition künftig einzusetzen, zu entwickeln, zu besitzen, auf den eigenen Territorien zu stationieren oder sie an andere Staaten weiterzugeben. (…)
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16. Die Zeit: Eskalation im Irankrieg: US-Demokraten verlangen Amtsenthebung von Donald Trump
https://www.zeit.de/politik/2026-04/donald-trump-iran-usa-krieg-drohungen-demokraten-tim-walz-tucker-carlson?dicbo=v2-GEUL5jn Eskalation im Irankrieg: US-Demokraten verlangen Amtsenthebung von Donald Trump Nach eskalierenden Drohungen des US-Präsidenten fordern immer mehr Demokraten den Kongress zu entschlossenem Handeln auf. Auch unter Republikanern wächst die Kritik.
7. April 2026, 23:00 Uhr
Vor dem Hintergrund einer möglichen Eskalation im Irankrieg haben mehrere Demokraten die Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump gefordert und ihn zur Mäßigung aufgerufen. "Der Präsident hat den Verstand verloren", schrieb der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz. "Trump eskaliert einen verheerenden, völkerrechtswidrigen Krieg, droht mit massiven Kriegsverbrechen und nimmt zivile Infrastruktur im Iran ins Visier", teilte die iranischstämmige Abgeordnete Yassamin Ansari aus Arizona mit.
Zuletzt mehrten sich zudem die Forderungen nach einer Amtsenthebung des US-Präsidenten. "Der Kriegsverbrecher im Weißen Haus droht mit Genozid", teilte die Abgeordnete Rashida Tlaib aus Michigan mit. "Dieser Wahnsinnige sollte aus dem Amt entfernt werden", forderte sie. Die Parlamentarierin Diana DeGette aus Colorado schrieb, Trump drohe "offen mit Kriegsverbrechen gegen die gesamte iranische Zivilisation", und rief den Kongress auf, ein Verfahren nach dem 25. Zusatzartikel der US-Verfassung einzuleiten. (…)
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17. n tv: Gespräche für Samstag geplant - US-Regierung verstrickt sich zu Irans Zehn-Punkte-Plan in Widersprüche
Politik Gespräche für Samstag geplant US-Regierung verstrickt sich zu Irans Zehn-Punkte-Plan in Widersprüche 08.04.2026, 20:21 Uhr
Ab Samstag sollen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan stattfinden. Beiden Kriegsparteien legen vorab Friedenspläne vor. Den iranischen betrachtet US-Präsident Trump als gute Grundlage. Das sehen nicht alle in der US-Regierung so.
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran werden nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump zeitnah hinter verschlossenen Türen stattfinden. "Es wird schon sehr bald dazu kommen", zitierte die "New York Post" aus einem Telefoninterview. Auf US-Seite sind nach Angaben von Regierungssprecherin Karoline Leavitt Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der Sondergesandte Steve Witkoff sowie Vizepräsident JD Vance dabei. Erste Gespräche sollen demnach am Samstagmorgen (Ortszeit) stattfinden. In Pakistan ist es drei Stunden später als in Deutschland. (…)
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18. OENB: Nicht wieder Schweigen - Eine Bitte an unsere Kirchen in Zeiten von Kriegen https://www.oenb.de/system/files/dateien/2026-03-15-raiser_u.a._nicht_wieder_schweigen_0.pdf
Nicht wieder Schweigen Eine Bitte an unsere Kirchen in Zeiten von Kriegen
Wir sehen uns genötigt zu einer öffentlichen Stellungnahme angesichts des beredten Schweigens in der politischen und kirchlichen Öffentlichkeit zu dem Krieg gegen den Iran mit seinen schwer absehbaren Folgen weit über die Region hinaus.
Der massive, koordinierte Angriff Israels und der USA auf die Islamische Republik Iran ignoriert ungestraft die Regeln der internationalen Ordnung. Er ersetzt die Stärke des Rechts und des diplomatischen Ausgleichs der Interessen durch das Recht des Stärkeren und Überlegenen. Der Angriff ist bei eindrucksvollen Demonstrationen von Exil-Iranern begrüßt worden.
Aber er kann weder als eine „humanitäre Intervention“ zur Unterstützung der wiederholt vom iranischen Regime brutal unterdrückten Opposition noch als Präventivkrieg, bzw. als Akt der Selbstverteidigung gegen ein aggressives Regime legitimiert werden.
Die wenig realistische Vorstellung, durch massive Angriffe aus der Luft einen Regimewechsel herbeiführen zu können, missachtet die Gefahren einer Eskalation der Gewalt durch gezielte Gegenwehr mit Vergeltungsschlägen des Irans.
Dass nun diese Gegenwehr mit ihren Konsequenzen weit über die Region hinaus vom UN -Sicherheitsrat verurteilt wird, ohne den vorausgehenden Angriff der USA und Israel ebenfalls zu verurteilen, macht die selektive, von Interessen geleitete Berufung auf die Ordnung des Völkerrechts erkennbar.
Uns beunruhigt besonders, dass sich im Schatten dieses Krieges, die Lage in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten weiter verschlechtert. Dort leiden die Bewohner unter der zunehmenden Gewalt durch israelische Siedler, die, unter dem Schutz israelischer Soldaten, weiterhin palästinensische Siedlungen beschlagnahmen, ihre Häuser zerstören und ihre Bewegungsfreiheit einschränken. Rechte von Christen und Muslimen zum Besuch der heiligen Stätten in Jerusalem werden verletzt.
Nach dem entsetzlichen Massaker der Hamas am 7.Oktober 2023 hat die israelische Regierung rechtliche und administrative Maßnahmen ergriffen, um die Ausweitung der israelischen Souveränität über das Westjordanland zu beschleunigen, mit dem offen erklärten Ziel, eine Zwei-Staaten-Lösung zu verhindern und unmöglich zu machen.
Auf diese Zusammenhänge weist der Ökumenische Rat der Kirchen mit einer Kampagne hin. Es ist ihr Ziel, über die Mitgliedskirchen die Regierungen der jeweiligen Staaten aufzufordern, Israel für die anhaltenden Verstöße gegen das Völkerrecht zur Rechenschaft zu ziehen. Viel zu lange schon sind diese Verstöße und die Menschenrechtsverletzungen in den besetzten palästinensischen Gebieten ohne ernsthafte rechtliche Konsequenzen geblieben.
Es geht nicht zuletzt um ein Ende der Straflosigkeit radikaler Siedler, die im Westjordanland schwere Angriffe auf Palästinenserinnen und Palästinenser und deren Besitz verüben.
Die Kampagne beruft sich auf die bahnbrechenden Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofes aus dem Jahr 2024. Sie nimmt außerdem den Aufruf des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen vom Juni 2025 zur „Beendigung von Apartheid, Besatzung und Straflosigkeit“ auf.
Mit Worten dieses Aufrufs erklären wir: „Wir erkennen einen klaren Unterschied zwischen dem jüdischen Volk, unseren Glaubensbrüdern und -schwestern und den Handlungen der israelischen Regierung“. Mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen stellen wir uns entschieden gegen jede Form von Rassismus, einschließlich Antisemitismus, anti-arabischem Rassismus und Islamfeindlichkeit.
Aber angesichts des unerträglichen Leides, das den Menschen in Gaza zugefügt wird, und der eskalierenden Gewalt und Unterdrückung im Westjordanland und in Jerusalem rufen wir unsere Kirchen auf, sich klar, eindringlich und entschlossen für die Grundsätze der Gerechtigkeit im Einklang mit internationalem Recht und internationaler Ethik auszusprechen.
Der ungeheuerlichen Schuld, die Christinnen und Christen und ihre Kirchenleitungen durch ihr Schweigen zur Vernichtung der Juden durch den Nationalsozialismus auf sich genommen haben, darf kein weiteres Schweigen folgen. Almuth Berger, Joachim Garstecki, Heiko Lietz, Ruth Misselwitz, Hans Misselwitz, Elisabeth Raiser, Konrad Raiser, Gudrun Rein, Gerhard Rein, Andreas Zumach Berlin, Magdeburg, Schwerin, am 15.März 2026
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19. FR: Friedensaktivist wirft Bundesregierung Beihilfe zum Iran-Krieg vor
Friedensaktivist wirft Bundesregierung Beihilfe zum Iran-Krieg vor Stand: 01.04.2026, 17:04 Uhr
Von: Pitt von Bebenburg
Bei den Aktionen der Friedensbewegung zu Ostern steht der Iran-Krieg im Fokus. Aktivisten fordern, den USA die Nutzung deutscher Basen zu verwehren.
Der Friedensaktivist Martin Singe wirft der Bundesregierung vor, sie leiste durch das Gewähren von Überflugrechten Beihilfe zum Krieg der USA und Israels gegen den Iran, welcher gegen das Grundgesetz und das Völkerrecht verstoße. Singe hat deswegen beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe Anzeige erstattet und fordert, gegen Mitglieder der Bundesregierung zu ermitteln. Der GBA teilte auf Anfrage der FR mit, man äußere sich nicht dazu, ob solche Ermittlungen eingeleitet werden.
Das Grundgesetz verbietet es, einen Angriffskrieg vorzubereiten oder anderweitig „das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören“. Zudem regelt das Grundgesetz, dass „die allgemeinen Regeln des Völkerrechtes“ beachtet werden müssen. Die Charta der Vereinten Nationen untersagt Gewalt, die sich „gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates“ richtet.
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20. Die Zeit: Irankrieg: Linke fordert Ramstein-Schließung, Bundesregierung lehnt ab
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/schliessungsforderungen-ramstein-luftbasis-linke-kanzleramt-spd-iran Irankrieg: Linke fordert Ramstein-Schließung, Bundesregierung lehnt ab
Trotz Donald Trumps Androhung von Kriegsverbrechen durch Angriffe auf zivile Ziele werden keine US-Militärbasen in Deutschland geschlossen. Die Linke nennt dies "feige".
Aktualisiert am 8. April 2026, 17:50 Uhr
Die Bundesregierung will keine Konsequenzen für US-Militärbasen in Deutschland aus den Äußerungen von Donald Trump über eine "Vernichtung" des Iran ziehen. Die Haltung zu Ramstein sei bekannt, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. Entscheidend sei, dass es nach den Äußerungen des US-Präsidenten doch noch eine Waffenruhe gegeben habe.
SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte, Deutschland dürfe auf keinen Fall alleine handeln. Die Frage der Nutzung der Basis müsse daher innerhalb der Nato besprochen werden.
Die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner hatte die "unverzügliche" Schließung der US-Militärbasen in Deutschland gefordert und Kanzler Friedrich Merz "Feigheit" vorgeworfen. (…)
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21. Die Welt: Als der Soldat fragt, ob sich alle von Russland bedroht fühlen, herrscht Stille im Kursraum
Bundeswehr in Schulen Als der Soldat fragt, ob sich alle von Russland bedroht fühlen, herrscht Stille im Kursraum
Von Eva Eusterhus, Redakteurin
Stand: 02.04.2026
Jugendoffizier Robin Bräuer erklärt Schülern die Rolle der Bundeswehr. Es geht um große Fragen und um persönliche Erfahrungen.
Manche kritisieren die Werbung für die Truppe. Die jungen Männer und Frauen einer 13. Jahrgangsstufe nehmen eine andere Erkenntnis mit. (…)
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22. Augengeradeaus: (Noch) keine Wehrpflicht – aber Ausreise für (theoretisch) Wehrpflichtige nur mit Genehmigung (Update)
(Noch) keine Wehrpflicht – aber Ausreise für (theoretisch) Wehrpflichtige nur mit Genehmigung (Update)
Veröffentlicht am 03.04.2026 von T.Wiegold
Trotz aller intensiven Diskussion über den neuen Wehrdienst, die Debatte über eine mögliche Wieder-Einführung der Wehrpflicht und die Details von Erfassung und Musterung für potenzielle Soldaten und Soldatinnen ist ein Detail bislang weitgehend unbemerkt geblieben:
Es gibt zwar vorerst keine Wehrpflicht – aber Männer zwischen 17 und 45, die möglicherweise wehrpflichtig werden könnten, dürfen bereits jetzt Deutschland nur mit Genehmigung der Bundeswehr länger als drei Monate verlassen. Update:Praktische Bedeutung soll das allerdings vorerst nicht haben, erklärte das Verteidigungsministerium. (s.u.)
Diese Regelung, das gebe ich zu, habe auch ich trotz mehrfacher intensiver Lektüre des Wehrdienstmodernisierungsgesetzes übersehen, das zum 1. Januar in Kraft getreten ist. Erst durch einen Bericht der Frankfurter Rundschau am heutigen Freitag* habe auch ich gemerkt, was das Ministerium da ins Gesetz geschrieben hat und was Bundestag und Bundesrat durchgewunken haben. (…)
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siehe dazu auch:
https://taz.de/Pistorius-im-Verteidigungsmodus/!6169111/
Pistorius im Verteidigungsmodus War alles nicht so gemeint Männer zwischen 17 und 45 Jahren bräuchten für längere Auslandsaufenthalte
keine Erlaubnis der Bundeswehr, versichert Verteidigungsminister Pistorius.
Das könne sich aber ändern.
8.4.2026
14:29 Uhr
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Schließlich sei der neue Wehrdienst freiwillig. „Folglich kommen wir derzeit nicht in die Lage, auf jemanden zurückgreifen zu müssen, der nicht verfügbar ist“, sagte Pistorius. Wenn sich aber die Sicherheitslage verschlechtern sollte und ein verpflichtender Wehrdienst eingeführt werden müsste, dann gebe es eine andere Ausgangslage. „Dann wäre es für uns entscheidend zu wissen, wer tatsächlich verfügbar ist und wer nicht.“
Gerade solch weitreichende Eingriffe wie eine Pflicht, sich längere Auslandsreisen genehmigen lassen zu müssen, zeigten, „wie autoritär und entmündigend die Wehrpflicht war und auch heute wieder wäre“, sagte die Linken-Abgeordnete Becker. Sie plädierte für die endgültige Streichung der Wehrpflicht aus dem Grundgesetz.
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siehe auch:
https://www.n-tv.de/politik/23-55-Moskau-bestellt-Japans-Botschafter-ein-id30693961.html
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04:52 CDU will Wehrübungen für Reservisten zur Pflicht machen
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, fordert, Reservisten zu Wehrübungen zu verpflichten und in diese Pflicht ihre Arbeitgeber einzubeziehen. "Wir können uns in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage keine Reserve leisten, die nur auf freiwilliger Basis funktioniert", sagt der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
"Wenn wir die Bundeswehr ernsthaft stärken wollen, brauchen wir mehr Verlässlichkeit und Verbindlichkeit." Die Tatsache, dass Reservisten bislang ebenso ihre Zustimmung zu einer Wehrübung geben müssen wie deren Arbeitgeber, kommentiert Röwekamp so: "Das doppelte Freiwilligkeitsprinzip führt heute dazu, dass wir im entscheidenden Moment nicht sicher planen können.
Unsere Reserve muss im Ernstfall schnell verfügbar und einsatzbereit sein, dafür braucht es klare Verpflichtungen." Der Präsident des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, unterstützt die Forderung, mahnt aber als Bedingung einen verbesserten Kündigungsschutz an. "Es darf nicht dazu führen, dass Arbeitgeber keine Reservisten mehr einstellen oder ihnen kündigen", sagt er.
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23. ARD: Ist Krieg verlernbar? Anmerkungen für Friedenssuchende
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:9d464fb0b847f4ed/
Bayern 2 Ist Krieg verlernbar? Anmerkungen für Friedenssuchende Religion - Die Dokumentation · 05.04.2026 · 26 Min.
Irene Dänzer-Vanotti
Ansage: Es gab eine Menschheit ohne Krieg. Jahrtausende lang. Menschen lebten in kleinen Gruppen, jagten nach Nahrung und bevölkerten die Kontinente. Aber sie führten keine Kriege.
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24. Amnesty: Aktion: Todesstrafe in Israel – jetzt EU-Handelsabkommen aussetzen!
https://www.amnesty.de/aktuell/aktion-gegen-todesstrafe-in-israel-eu-handelsabkommen-aussetzen
Aktion: Todesstrafe in Israel – jetzt EU-Handelsabkommen aussetzen! Schreibe Bundeskanzler Merz eine Nachricht.
Das israelische Parlament hat am 30. März 2026 das Gesetz zur Ausweitung der Todesstrafe verabschiedet. Dieses Gesetz ist zutiefst diskriminierend, da es die Todesstrafe im Grunde ausschließlich für Palästinenser*innen vorsieht. Es verstößt gegen mehrere menschenrechtliche Abkommen.
Erneut überschreitet Israel damit eine "rote Linie" – nach zehntausenden von getöteten Palästinenser*innen in Gaza, dem Aushungern der dortigen Bevölkerung, der Fortsetzung der illegalen Besatzung des Westjordanlands, dem Vorantreiben der de-facto Annexion und der aktuellen Vertreibung von hunderttausenden Menschen aus dem Südlibanon. Doch all das hatte keine spürbaren politischen oder wirtschaftlichen Konsequenzen. Auch in diesem Fall kommen von EU und Bundesregierung bisher nur sorgenvolle Worte. Das reicht nicht!
Fordere daher mit uns von Bundeskanzler Merz und seiner Regierung: Stimmen Sie endlich für die Aussetzung des EU-Israel-Assoziierungsabkommens!
Dieses Abkommen gewährt Israel umfassende Handelserleichterungen. Dafür müssen sich die Vertragspartner laut Artikel 2 des Abkommens auch an Menschenrechte und das Völkerrecht halten. Dass Israel dagegen verstößt, hat die EU-Kommission selbst im Sommer 2025 eindeutig festgestellt.
Mehrere EU-Staaten waren damals für eine Aussetzung. Doch das scheiterte an der Blockade der Bundesregierung. Das muss sich ändern. Denn es ist offensichtlich – nur auf Worte reagiert die israelische Regierung nicht! Die EU ist Israels wichtigster Handelspartner, ein Aussetzen des Abkommens würde den Druck auf die israelische Regierung massiv erhöhen, die Menschenrechtsverletzungen zu beenden.
Unterstütze uns und schreibe jetzt an Bundeskanzler Merz eine Nachricht mit unseren Forderungen in das Kontaktformular des Kanzleramts.
Deine Nachricht an den Bundeskanzler – so funktioniert's:
1. Geh auf die Kontaktseite der Website des Bundeskanzleramts – hier klicken:
https://www.bundeskanzler.de/bk-de/service/kontakt/kontakt-formular
2. Trage dort als Betreff ein: Todesstrafe in Israel - jetzt EU-Handelsabkommen aussetzen!
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