Liebe Friedensinteressierte, nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung - auch heute mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.
1. n tv: Ukraine Ticker
2. BpB: Vier Jahre russische Vollinvasion in der Ukraine
3. Länder–Analysen: Ukraine: Kriegsgeschehen - Verhandlungen
4. Die Zeit: MSC 2026: Wolodymyr Selenskyj fordert schnellere Hilfe für die Luftverteidigung
5. taz: Nahost-Konflikt - Jüdisch, postsowjetisch, besatzungskritisch sucht ...
6. taz: Deutsche Erinnerungspolitik - Die große Heuchelei
7. ECI: Wir fordern angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
8. Morgenpost: Trump schickt das größte Kriegsschiff der Geschichte in den Einsatz gegen Iran
9. Reuters: Exklusiv: Iran nähert sich dem Deal, Überschall-Anti-Schiffs-Raketen aus China zu kaufen
10. IPG: Spiel mit dem Feuer - Alles steuert auf eine Eskalation zwischen den USA und Iran zu. Ein Krieg wäre brandgefährlich für die Region – und vermeidbar.
11. CBSNews: Abschrift: Iranischer Außenminister Abbas Araghchi über "Face the Nation with Margaret Brennan"
12. Woltersburger-Mühle: Friedenskongress „Böse von Jugend auf" – Realismus in der Friedensfrage?
13. Friedenstheologie: Gerät der Friede aus dem Blick? Erwiderung der "Initiative Christlicher Friedensruf" auf die EKD-Denkschrift 2025
14. Koop-frieden: Die Kooperation für den Frieden wünscht sich viele Menschen, die zu Ostern bei Demonstrationen und anderen Aktionen für eine friedliche Welt werben.
------------
1. n tv: Ukraine Ticker
25.2.2026
(...)
11:07 Ukrainische Unterhändler treffen sich mit US-Vertretern Ukrainische Unterhändler treffen sich am Donnerstag mit US-Vertretern. Themen sind das sogenannte Wohlstandspaket und der Wiederaufbau seines Landes, teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Zudem würden die Teams die Vorbereitungen für ein trilaterales Treffen unter Einbeziehung Russlands erörtern. Er hoffe, dass diese Verhandlungsrunde Anfang März stattfinden könne.
——
2. BpB: Vier Jahre russische Vollinvasion in der Ukraine
Vier Jahre russische Vollinvasion in der Ukraine
20.02.2026
Zu den Inhalten springen
Luftkrieg und Zerstörung ziviler Infrastruktur Russische Kriegsverbrechen und juristische Aufarbeitung Zur Lage in den besetzten Gebieten Frontverlauf, Verluste und Propaganda Veränderte Verhandlungslage seit 2025 Der Ukrainekrieg als Wendepunkt in der europäischen Sicherheitsordnung Mehr zum Thema
——
3. Länder–Analysen: Ukraine: Kriegsgeschehen - Verhandlungen
Nr. 327 | 24.02.2026
Ukraine–Analysen
Kriegsgeschehen
Verhandlungen
Ukraine–Analysen
■ ANALYSE Donbas im Fokus, Saporischschja im Blick: Die militärische Entwicklung des russisch-ukrainischen Krieges in 2025 und ein Ausblick auf 2026 2 Clément Molin (Katholische Universität Lille)
■ STATISTIK Besetztes Staatsgebiet der Ukraine (24.02.2022 – 22.02.2026) 7
■ KOMMENTAR Wie sich der russisch-ukrainische Krieg 2026 entwickeln könnte 8 Gustav C. Gressel (Landesverteidigungsakademie, Wien)
■ ANALYSE Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur – Trends und Ausblick 10 Konrad Muzyka (Rochan Consulting)
■ STATISTIK Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur 17
■ KOMMENTAR Verhandlungen Russland-Ukraine-USA: Theater für Trump? 19 Stefan Meister (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Berlin)
Europa im Dilemma: Ukraine-Gespräche zwischen den USA und Russland 20 Johannes Regenbrecht (Berlin)
Das Pokerface des Kremls 22 Walerij Pekar (Kyiv-Mohyla Business School, Kyjiw)
Wie können Sicherheitsgarantien für Kyjiw aussehen? Die Illusion einer »Rückversicherungstruppe« in der Ukraine 24 Andreas Umland (Stockholm Centre for Eastern European Studies, Stockholm/Kyjiw)
■ DOKUMENTATION Die wichtigsten Verhandlungsführer im Kurzportrait 26
(...)
——
4. Die Zeit: MSC 2026: Wolodymyr Selenskyj fordert schnellere Hilfe für die Luftverteidigung
MSC 2026: Wolodymyr Selenskyj fordert schnellere Hilfe für die Luftverteidigung Auf der Sicherheitskonferenz kritisiert Selenskyj, dass westliche Waffen oft zu spät ankommen.
Er nennt zudem Details zu den Verhandlungen mit Russland.
Aktualisiert am 14. Februar 2026, 20:03 Uhr
(...)
Der ukrainische Präsident warf Russland zudem vor, keine Zugeständnisse zu machen. Er beschuldigte Russland, mit einem überraschenden Wechsel an der Spitze des russischen Verhandlungsteams Entscheidungen bei den Gesprächen in Genf verzögern zu wollen. Die USA haben Selenskyj zufolge eine Sicherheitsgarantie für 15 Jahre nach dem Krieg angeboten.
Die Ukraine fordert jedoch eine Laufzeit von 20 Jahren oder länger. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Selenskyj zu Zugeständnissen bei den Verhandlungen aufgefordert. Russland wolle einen Deal machen, und Selenskyj müsse in Bewegung kommen, sonst verpasse er eine große Chance, sagte Trump.
(...)
———
5. taz: Nahost-Konflikt - Jüdisch, postsowjetisch, besatzungskritisch sucht ...
taz.de https://taz.de/Nahost-Konflikt/!6151081/
Nahost-Konflikt Jüdisch, postsowjetisch, besatzungskritisch sucht ...
Für unsere Autorin war Israel das gelobte Land, heute schämt sie sich für ihren Pass.
Eine Geschichte von Entfremdung – und der Suche nach Verbündeten.
15.2.2026. 9:36 Uhr
Von Marina Klimchuk Die Sonne knallt mir auf den Schädel. Meine Ellenbogen streifen über den steinigen Wüstenboden, sind blutig aufgeschürft. Ich liege in meiner Militäruniform keuchend auf dem Bauch, krieche nach vorn, spüre den Schmerz. Irgendwo in der Nähe bellt der Kommandant uns seine Befehle zu: robben, aufstehen, rennen. Später an diesem Tag lobt er uns Jugendliche für unsere Disziplin und unseren Gehorsam. Zur Belohnung darf jeder einmal mit einem M16-Maschinengewehr schießen. Nur ich und ein anderes Mädchen wollen nicht.
Ich bin damals 18 Jahre alt. Mit unserem jüdischen Jugendzentrum aus München sind wir auf Machane in Israel. Machane bedeutet auf Hebräisch jüdisches Ferienlager. Wir Teilnehmer:innen sind fast alle Kinder von Kontingentflüchtlingen, die in den Neunzigern aus ehemaligen Sowjetstaaten nach Deutschland eingewandert sind. Einen ganzen Tag lang nehmen wir an einem sogenannten Wehrerziehungsprogramm in der Negev-Wüste teil. (...)
——
6. taz: Deutsche Erinnerungspolitik - Die große Heuchelei
https://taz.de/Deutsche-Erinnerungspolitik/!6157492/
Deutsche Erinnerungspolitik Die große Heuchelei
Kolumne Schlagloch
von Charlotte Wiedemann
Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen.
25.2.2026. 10:59 Uhr
Weil ich der Erinnerungskultur seit jeher eng verbunden bin, neige ich dazu, sie trotz mancher Verunstaltungen zu verteidigen. Zuletzt hat sich in mir indes ein wachsender Widerwille aufgebaut, ein Widerwille gegen die flagrante Heuchelei, die sich vor allem in der politischen Klasse ausbreitet und das Gedenken von innen her moralisch zersetzt.
Nehmen wir Julia Klöckner, immerhin mit dem zweithöchsten Rang im Staate ausgestattet. Als Präsidentin des Bundestags gab sie zum Holocaust-Gedenktag zunächst einen Erinnerungsbefehl für Migranten aus, um dann mit einer Spritztour in den Gazastreifen ihre Empathielosigkeit zur Schau zu stellen.
Beide Ereignisse verdienen es, festgehalten zu werden, denn sie verkörpern sowohl einzeln wie in Kombination, was an der offiziellen Erinnerungskultur – im Wortsinn – abstoßend geworden ist. (...)
— 7. ECI: Wir fordern angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
https://eci.ec.europa.eu/055/public/#/screen/home Wir fordern angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel Ziele Laut der Europäischen Kommission ist der Staat Israel für die beispiellose massenhafte Tötung und Verletzung von Zivilistinnen und Zivilisten sowie für die massenhafte Vertreibung der Bevölkerung und die systematische Zerstörung von Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen in Gaza verantwortlich [1].
Israel blockiert zudem die Bereitstellung humanitärer Hilfe; dieses Vorgehen könnte als Aushungern als Methode der Kriegsführung angesehen werden. Israel bricht mit zahlreichen Regeln und Verpflichtungen des Völkerrechts und leistet der Anordnung des Internationalen Gerichtshofs [2], das Verbrechen des Völkermords zu verhindern, nicht Folge.
Und doch hat die EU ihr Assoziierungsabkommen mit Israel, ein Eckpfeiler der bilateralen Zusammenarbeit zwischen der EU und Israel in den Bereichen Handel, Wirtschaft und Politik, noch immer nicht ausgesetzt.
Die EU-Bürgerinnen und -Bürger dürfen nicht mehr hinnehmen, dass die EU ein Abkommen aufrechterhält, das einen Staat legitimiert und finanziert, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen begeht.
Daher fordern wir die Kommission auf, dem Rat einen Vorschlag für die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel vorzulegen.
[1] Europäischer Auswärtiger Dienst, Vermerk des Büros des EU-Sonderbeauftragten für Menschenrechte, 20. Juni 2025, https://euobserver.com/eu-and-the-world/ar0246a0da.
[2] Internationaler Gerichtshof, Anordnung vom 26. Januar 2024, https://www.icj-cij.org/node/203447.
Webseite der Initiative im Register der Europäischen Kommission: https://citizens-initiative.europa.eu/initiatives/details/2025/000005
———
8. Morgenpost: Trump schickt das größte Kriegsschiff der Geschichte in den Einsatz gegen Iran
https://www.morgenpost.de/politik/article411277654/trump-schickt-das-groesste-kriegsschiff-der-geschichte-in-den-einsatz-gegen-iran.html?utm_source=firefox-newtab-de-de Trump schickt das größte Kriegsschiff der Geschichte in den Einsatz gegen Iran Berlin. Er hat gerade die Straße von Gibraltar durchquert:
Der größte Flugzeugträger der Welt nimmt Kurs auf Iran. Was kann das Schiff?
Von Philipp Luther, Online-Redakteur*in
21.02.2026, 20:43 Uhr
(...)
So sind die Worte des US-Präsidenten niemals als leere Drohungen zu verstehen. Donald Trump hat Teheran eine ziemlich deutliche Linie aufgezeigt: „Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich." Kurz zuvor hatte Trump bereits gewarnt, die Welt werde „wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden", in welche Richtung es mit dem Iran gehen werde.
(...)
——
9. Reuters: Exklusiv: Iran nähert sich dem Deal, Überschall-Anti-Schiffs-Raketen aus China zu kaufen
Exklusiv: Iran nähert sich dem Deal, Überschall-Anti-Schiffs-Raketen aus China zu kaufen Von John Irish, Parisa Hafezi und Gavin Finch
Februar 24, 2026 10:44 AM GMT+1
LONDON, 24. Februar (Reuters) - Der Iran steht kurz vor einem Abkommen mit China, um Anti-Schiffs-Marschflugkörper zu kaufen, nach sechs Personen mit Kenntnis der Verhandlungen, so wie die Vereinigten Staaten eine riesige Seestreitmacht in der Nähe der iranischen Küste vor möglichen Angriffen auf die Islamische Republik stationieren.
Der Deal für die in China hergestellten CM‐302-Raketen steht kurz vor der Fertigstellung, obwohl kein Liefertermin vereinbart wurde, sagten die Leute.
Die Überschallraketen haben eine Reichweite von etwa 290 Kilometern und sind so konzipiert, dass sie der schiffsbedingten Verteidigung entgehen, indem sie tief und schnell fliegen. Ihr Einsatz würde die Angriffsfähigkeiten des Iran erheblich verbessern und eine Bedrohung für die US-Marinestreitkräfte in der Region darstellen, sagten zwei Waffenexperten. (...)
——
10. IPG: Spiel mit dem Feuer - Alles steuert auf eine Eskalation zwischen den USA und Iran zu. Ein Krieg wäre brandgefährlich für die Region – und vermeidbar.
https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/spiel-mit-dem-feuer-1-8884/?utm_campaign=de_40_20260224&utm_medium=email&utm_source=newsletter Naher Osten/Nordafrika 24.02.2026 | Marcus Schneider
Spiel mit dem Feuer Alles steuert auf eine Eskalation zwischen den USA und Iran zu.
Ein Krieg wäre brandgefährlich für die Region – und vermeidbar.
Marcus Schneider leitet das FES-Regionalprojekt für Frieden und Sicherheit im Mittleren Osten mit Sitz in Beirut, Libanon. Zuvor war er für die FES unter anderem als Leiter der Büros in Botswana und Madagaskar tätig.
Der Nahe Osten steht am Beginn eines neuen Krieges – womöglich der folgenschwersten militärischen Auseinandersetzung im Nachgang des 7. Oktober 2023. Wie zwei Schnellzüge rasen die Vereinigten Staaten und der Iran aufeinander zu. Wann es kracht, entscheidet sich in Stunden, Tagen, maximal Wochen. Die Sterne stehen schlecht, dass sich der große Knall noch aufhalten ließe.
Dabei besteht keinerlei Notwendigkeit für diesen Krieg. Aus Sicht der Amerikaner handelt es sich nahezu um einen war of choice. Iran wird nicht angegriffen, weil das Land so gefährlich wäre.
Im Gegenteil: Nie war die Islamische Republik schwächer als heute. Es geht darum, das waidwunde Tier, seit Jahrzehnten Erzfeind Washingtons und Tel Avivs, einen der kecksten Herausforderer der amerikanischen Weltordnung, zur Strecke zu bringen. Der Krieg ist eine Hochrisikowette auf eine geopolitische Wende im Herzen Eurasiens. Der Zusammenbruch der Islamischen Republik wäre für den Nahen Osten die größte geopolitische Zäsur seit dem Ende der Sowjetunion. (...)
——
11. CBSNews: Abschrift: Iranischer Außenminister Abbas Araghchi über "Face the Nation with Margaret Brennan"
Abschrift: Iranischer Außenminister Abbas Araghchi über "Face the Nation with Margaret Brennan", Feb. 22, 2026
Aktualisiert am: Februar 22, 2026 / 13:54 PM EST /
Das folgende ist die Abschrift des Interviews mit dem iranischen Außenminister
Abbas Araghchi, das auf "Face the Nation with Margaret Brennan" am Februar ausgestrahlt
MARGARET BRENNAN: Wir wenden uns nun den eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu. Die USA haben den durch einige Maßnahmen größten militärischen Aufbau in der Region seit der Invasion des Irak im Jahr 2003 zusammengetragen, da das größte Kriegsschiff der Welt auch in Richtung der Region geht. Aber Präsident Trump hat gesagt, er würde ein diplomatisches Abkommen mit dem Iran bevorzugen. Für den letzten gehen wir jetzt nach Teheran und den iranischen Außenminister Abbas Araghchi. Willkommen bei "Face The Nation".
AUSSENMINISTER ABBAS ARAGHCHI: Nun, danke, Margaret. Vielen Dank, dass Sie mich heute Abend haben.
MARGARET BRENNAN: Glauben Sie also, dass Präsident Trump plant, den Iran zu treffen, oder nutzt er diese Bedrohung als Druckmittel?
Minister ARAGHCHI: Nun, ich kann nicht urteilen. Aber eine Tatsache ist, dass, wenn sie eine Lösung für das friedliche iranische Atomprogramm finden wollen, der einzige Weg die Diplomatie ist. Und wir haben dies in der Vergangenheit bewiesen, und ich glaube, dass es dennoch eine gute Chance gibt, eine diplomatische Lösung zu haben, die auf einem Win-Win-Spiel basiert, und eine Lösung ist in unserer Reichweite. Es besteht also keine Notwendigkeit für eine militärische Aufrüstung. Und militärische Aufrüstung kann ihr nicht helfen und kann uns nicht unter Druck setzen. (...)
——
12. Woltersburger-Mühle: Friedenskongress „Böse von Jugend auf" – Realismus in der Friedensfrage?
https://www.woltersburger-muehle.de/post/friedenskongress
Friedenskongress vom 04.-06.03.2026
Friedenskongress „Böse von Jugend auf" – Realismus in der Friedensfrage?
Anreise bis 18.00 Uhr, Abreise 14.00 Uhr / Kosten: 200 €
Referent*innen: Landesbischof Friedrich Kramer, Dr. Maximilian Schell, Renke Brahms,
Prof. Dr. Cornelia Füllkrüg-Weitzel, Prof. Dr. Klara Butting
Kooperation: Evangelische Friedensarbeit im Raum der EKD
——
Die neue Friedensdenkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die im November vorgestellt wurde, wird kontrovers diskutiert. Von vielen in und auch außerhalb der Kirche wird dabei der Realismus der neuen Denkschrift gelobt, ohne dass wirklich die Frage, was eigentlich Realismus sei, gestellt wird. Dieser Frage will ein Friedenskongress „Böse von Jugend auf" – Realismus in der Friedensfrage vom 4. bis 6. März in der Woltersburger Mühle nachgehen.
Bei diesem Friedenskongress, eine Kooperation der Woltersburger Mühle mit der Evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD, geht es um Realismus und Anthropologie, und um das merkwürdige Phänomen, dass die biblische Literatur trotz ihrer Wahrnehmung von Unrecht und Bosheit Hoffnung in die Menschen setzt.
Die Tagung beginnt am Mittwoch, 4. März, um 19.30 Uhr mit einem Vortrag der ehemaligen Präsidentin von Brot für die Welt und der Diakonie-Katastrophenhilfe, Professor Dr. Cornelia Füllkrug-Weitzel, zum Thema „Zeitansage – globale Perspektiven".
Der Donnerstag, 5. März, beginnt um 9.30 Uhr mit einer Bibelarbeit „Böse von Jugend auf" mit Professor Dr. Klara Butting von der Woltersburger Mühle. Für 11 Uhr ist Dr. Maximilian Schell von der Ruhr-Universität Bochum, der zu den Autoren der EKD-Friedensdenkschrift gehört, angefragt. Er soll Intention und die Grenzen der Denkschrift vorstellen, bevor es in Arbeitsgruppen geht.
Um 15 Uhr hält der EKD-Friedensbeauftragte, Landesbischof Friedrich Kramer, einen Vortrag zum Thema „Eine Zwei-Reiche-Lehre im Kontext der UN-Charta", danach sind weitere Arbeitsgruppen vorgesehen. Nach dem Abendessen gibt es einen Kaminabend mit dem derzeitigen EKD-Friedensbeauftragten Landesbischof Friedrich Kramer und seinem Vorgänger Renke Brahms zu Rezeption und Wirkung der neuen EKD-Friedensdenkschrift.
Der Freitag, 6. März, startet um 9.30 Uhr mit einem Vortrag des früheren EKD-Friedensbeauftragten Renke Brahms zum Thema „Ohne Visionen verkommt ein Volk", den Abschluss des Friedenskongresses bildet dann um 11 Uhr ein Podiumsgespräch mit Cornelia Füllkrug-Weitzel, Renke Brahms, Friedrich Kramer und Klara Butting. Der Friedenskongress endet um 12.30 Uhr.
Weitere Informationen zu diesem Kongress gibt es auf der Homepage der Woltersburger Mühle
(www.woltersburger-muehle.de).
——
13. Friedenstheologie: Gerät der Friede aus dem Blick? Erwiderung der "Initiative Christlicher Friedensruf" auf die EKD-Denkschrift 2025
https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/praxisfelder/kritik-an-ekd-denkschrift/
Gerät der Friede aus dem Blick? Erwiderung der "Initiative Christlicher Friedensruf" auf die EKD-Denkschrift 2025 (...)
—
14. Koop-frieden: Die Kooperation für den Frieden wünscht sich viele Menschen, die zu Ostern bei Demonstrationen und anderen Aktionen für eine friedliche Welt werben.
Die Kooperation für den Frieden wünscht sich viele Menschen, die zu Ostern bei Demonstrationen und anderen Aktionen für eine friedliche Welt werben.
Wir sind ein Netzwerk unterschiedlicher Friedensorganisationen, die die Ablehnung von Krieg und Militarismus teilen. Unsere Entrüstung müssen wir auf die Straße tragen!
Unsere Ostermarsch-Aktionen sollen eine Bevölkerung zum Mitmachen motivieren, die die Folgen der maßlosen Hochrüstung in Form von Kürzungen in allen sozialen Bereichen erlebt.
Wir wenden uns an die jungen Menschen, die durch unbegrenzte Neuverschuldung für Militär und Kriegs-Infrastruktur, durch eine Wehrpflicht und die Vernachlässigung der Klimakatastrophe belastet werden.
Die Militarisierung der Gesellschaft ergreift alle Bereiche wie Gesundheitswesen, Bildung, Forschung, Infrastruktur. Gehen wir für ein anderes Deutschland auf die Straße! Wir wollen in einem Land leben, das sich mit zivilen Mitteln für eine friedliche Welt stark macht.
Diplomatie, Interessensausgleich und Völkerverständigung müssen die Grundpfeiler für Frieden in Europa und in der Welt sein. Wir wollen in einem Land leben, in dem alle Menschen willkommen sind, insbesondere wenn sie vor Krieg oder Kriegsdienst fliehen.
Wir fordern die Aufrechterhaltung der Errungenschaften des Völkerrechts einschließlich der universellen Menschenrechte.
Diese Errungenschaften müssen ausgebaut und dürfen nicht missachtet werden.
Wir fordern einen entschlossenen diplomatischen Einsatz für ein Ende des Krieges gegen die Ukraine, des Krieges im Nahen Osten und im Sudan und alle weiteren Kriege.
Wir sehen die Gefahr des Atomkriegs, die wahrscheinlich nie so hoch war wie heute und doch von vielen heruntergespielt wird.
Tragen wir gemeinsam unsere Entrüstung über die Eskalation der „Kriegstüchtigkeit" und unsere gemeinsamen Ziele auf die Straße!
Kommt zum Ostermarsch!
Hier könnt ihr die Anzeige des Netzwerks Friedenskooperative unterstützen
https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/zeitungsanzeige
Materialvorschlag für die Ostermärsche
https://www.friedenskooperative.de/shop/unterschriftenliste-nicht-mit-mir