Recht auf Kriegsdienstverweigerung stärken

Gespeichert von Karin Weise am
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EBCO veröffentlicht Jahresbericht 2025

Das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung (EBCO) hat seinen Jahresbericht zur Situation der Kriegsdienstverweigerung in Europa veröffentlicht. Der Bericht erscheint in einer Zeit wachsender Aufrüstung, neuer Wehrpflichtdebatten und zunehmender gesellschaftlicher Militarisierung.

Dokumentiert werden Entwicklungen in zahlreichen Ländern Europas: Strafverfolgung von Kriegsdienstverweigernden, fehlende zivile Alternativen zum Militärdienst, behördliche Schikanen und die Einschränkung grundlegender Freiheitsrechte. Der Bericht macht deutlich, dass das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung vielerorts zwar formal anerkannt, praktisch jedoch häufig erschwert oder unterlaufen wird.

Besonders besorgniserregend ist aus Sicht von EBCO die Verfolgung des ukrainischen Pazifisten Yurii Sheliazhenko. Sein Fall steht exemplarisch für den enger werdenden Raum friedenspolitischer Stimmen in Kriegszeiten.

Zugleich weist der Bericht auf neue politische Entwicklungen hin: In mehreren europäischen Staaten werden Diskussionen über die Wiedereinführung oder Ausweitung der Wehrpflicht geführt. EBCO sieht darin einen weiteren Anlass, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung entschlossen zu verteidigen und bei jüngeren Generationen stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Für den Versöhnungsbund gehört das Recht, den Dienst an der Waffe zu verweigern, zu den grundlegenden Voraussetzungen einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft. Gewaltfreiheit beginnt dort, wo Menschen sich weigern, Krieg als normale politische Option hinzunehmen.

Der vollständige Bericht sowie weiterführende Informationen sind auf der Website von EBCO verfügbar.