Liebe Friedensinteressierte, nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung - mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.
- DW: Selenskyj an Putin: Wir müssen reden
- n tv: In der Region Samara - Ukraine greift Ölraffinerie an - trotz Trumps Ansage
- SZ: Trotz Trump-Ankündigung: Ukraine und Russland greifen weiter an
- DGAP: Aufklären, Abschrecken, Verteidigen: Ein Konzept zur Abwehr des hybriden Krieges gegen Deutschland
- Tagesschau: Entwurf des neuen BND-Gesetzes - Mehr Speichern, mehr Überwachen, mehr Hacken
- IPG: Raus aus der Grauzone
- Freiheitsrechte: Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Reform der Nachrichtendienste
- Vaticannews: Papst fordert Waffenstillstand im Sudan und Ende von Kriegen
- Freitag: 10-Punkte-Friedensplan: Unter diesen Bedingungen könnte der Ukrainekrieg bald enden
- Zeit: Irankrieg: US-Kontrollbehörde beziffert bisherige Folgen des Irankriegs
- n tv: Dänin gewinnt Goldenen Löwen - Preisträger in Venedig richten scharfe Worte an Deutschland
- FR: Klage gegen Bundesregierung abgewiesen: Nutzung von Ramstein nicht justiziabel
- ECCR: Trotz internationaler Warnungen: Deutschland lieferte 2023-2026 kontinuierlich Rüstungsexporte nach Israel in Milliardenhöhe
- PZKB: Frieden braucht Mut und Gestaltung Plädoyer für eine Kultur des Friedens, für eine Stärkung der Vereinten Nationen, der UN-Charta und des Völkerrechts
- Atomwaffenfrei: NATO-Atomkriegsmanöver 2026 stoppen!
------
1. DW: Selenskyj an Putin: Wir müssen reden
12.09.2026
Im Interview der Deutschen Welle gibt sich der ukrainische Staatschef pragmatisch: "Was zählt, ist das Ergebnis.“
Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin haben sich seit Beginn des Ukraine-Kriegs nicht mehr getroffen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben zu einer Begegnung mit Kremlchef Wladimir Putin bereit, sollten beide Politiker zu einem G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. "Wir müssen uns treffen, miteinander reden und Entscheidungen treffen", sagte Selenskyj der Deutschen Welle (DW). (…)
———
2. n tv: In der Region Samara - Ukraine greift Ölraffinerie an - trotz Trumps Ansage
In der Region Samara Ukraine greift Ölraffinerie an - trotz Trumps Ansage
15.09.2026, 10:14 Uhr
Am Montag kündigt US-Präsident Trump an: Russland und die Ukraine wollen auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Selenskyj sieht das etwas anders. Zuvor müssten die USA garantieren, dass Moskau den Krieg tatsächlich beenden wolle.
Die Ukraine hat in der Nacht mit Drohnen eine Industrieanlage in Russland angegriffen. Dabei seien die Anlage sowie mehrere Wohngebäude in der Region Samara im Südosten des Landes beschädigt worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew. Todesopfer habe es nicht gegeben. Rund 40 Drohnen seien abgeschossen worden.
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe im russischen Hinterland. Russland stoppe seine Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor, Logistik und kritische Infrastruktur nicht. Kiews Reaktionen darauf seien spürbar, schrieb er in sozialen Medien. Selenskyj sprach unter anderem von ukrainischen Treffern auf die Ölraffinerie Sysran in der Region Samara. In Taganrog sei ein Drohnenhersteller getroffen worden. (…)
———————
3. SZ: Trotz Trump-Ankündigung: Ukraine und Russland greifen weiter an
15.9.2026, 10:20 Uhr
Dimitri Taube Trotz Trump-Ankündigung: Ukraine und Russland greifen weiter an
Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump noch angekündigt, dass Russland und die Ukraine auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten wollten. Doch in der Nacht gingen die gegenseitigen Luftangriffe nach Berichten aus beiden Ländern weiter. Die Ukraine meldete zwei Tote.
Aus Russland hieß es, eine Industrieanlage sei mit Drohnen attackiert worden. Dabei seien die Anlage sowie mehrere Wohngebäude in der Region Samara im Südosten des Landes beschädigt worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew. (…)
——
Hinweis von C.Ronnefeldt:
Die Gefahren, die mit den folgenden Positionen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) im White Paper vom Juli 2026 verbunden sind, werden im Artikel "Raus aus der Grauzone“ unter Nr. 6 erläutert.
https://www.wirtschaftscheck.de/was-ist-ein-whitepaper/
Der Begriff Whitepaper wird heute in zwei Welten genutzt. In der Politik steht er für ein offizielles Grundsatzpapier, das Vorhaben und Leitlinien beschreibt. In Wirtschaft und Technologie meint er meist ein fachliches Dokument, das ein komplexes Thema strukturiert erklärt und eine Position mit Argumenten, Daten und Methodik absichert.
Die Beiträge 4. bis 7. zeigen, wie die tiefgreifend die Folgen des Ukraine- Krieges in Deutschland sind - und welche Gefahren dadurch bei uns drohen.
------
4. DGAP: Aufklären, Abschrecken, Verteidigen: Ein Konzept zur Abwehr des hybriden Krieges gegen Deutschland
https://dgap.org/system/files/article_pdfs/White Paper_Nr-2_Juli-2026_KKF-Edition_DE_8S_0.pdf
Aufklären, Abschrecken, Verteidigen:
Ein Konzept zur Abwehr des hybriden Krieges gegen Deutschland
White Paper Juli 2026
Thomas Kleine-Brockhoff, Nico Lange, Jürgen-Joachim von Sandrart, Jan Stöckmann, Kira Vinke, Anselm Hager, Alexander Graf Lambsdorff, Nathanael Liminski, Thomas Risse, Anna-Lena Schütte, Jakob von Weizsäcker
Die Zeit der Weckrufe ist vorbei. Deutschland muss handeln, um hybride Angriffe wirksamer abzuwehren und auch abzuschrecken. Angriffe tatenlos hinzunehmen, lädt zu weiteren Angriffen ein.
Auch der Aufbau von Resilienz wird allein nicht ausreichen.
Deshalb sollte Deutschland zusätzlich Maßnahmen ergreifen, die bei den Angreifern Kosten verursachen, um sie von weiteren Angriffen abzubringen. (…)
DIE ANTWORT
Hybride Kriegsführung einfach hinzunehmen, kann keine Lösung sein, schon weil das weitere Angrif- fe geradezu einlädt. Auch der Aufbau von Resilienz gegen solche Angriffe wird allein nicht ausreichen. Es gibt schlicht zu viel zu schützen. Man kann nicht jedes Kabel ummanteln, jeden Verkehrsweg pat- rouillieren, jeden Bürger sensibilisieren.
Deshalb muss Deutschland bereit sein, Maßnahmen zu ergreifen, die bei den Angreifern Kosten verursa- chen, damit sie von weiteren Angriffen ablassen.
Die Bundesregierung sollte deutlich machen, dass sie die Bevölkerung und die Infrastruktur auch unter- halb der Schwelle eines konventionellen Krieges ver- teidigt, notfalls mit robusten Mitteln. Deutschland muss also in der Lage sein, hybride Bedrohungen abzuschrecken. Das ist möglich, ohne die Schran- kenlosigkeit von Angreifern aus autoritären Staaten zu kopieren oder in eine Eskalationsspirale zu gera- ten. Wehrhaftigkeit erfordert deshalb ein vielfälti- ges, rechtsstaatlich abgesichertes Methodenbündel.
(…)
—————
5. Tagesschau: Entwurf des neuen BND-Gesetzes - Mehr Speichern, mehr Überwachen, mehr Hacken
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/bnd-gesetz-befugnisse-102.html
Entwurf des neuen BND-Gesetzes Mehr Speichern, mehr Überwachen, mehr Hacken Stand: 08.01.2026 • 17:01 Uhr
(…) Die Lizenz zum Hacken Es geht bei den Plänen aber nicht nur um das geregelte Überwachen von Daten, sondern auch um das Eindringen in fremde Systeme. So sollen die Befugnisse bei Hackingoperationen, "Computer Network Exploitation" (CNE) genannt, deutlich erweitert werden. Ausländische Provider und Betreiber von Onlinediensten und Plattformen, die nicht freiwillig kooperieren und Daten herausgeben, soll der BND legal hacken dürfen - künftig auch in Deutschland.
Nach Vorstellung des Kanzleramtes soll der BND in Zukunft heimlich etwa in Systeme von Google, Meta oder X eindringen dürfen, wenn dies für die strategische Aufklärung notwendig sei. Dies sei erforderlich, da manche Anbieter nicht oder nur unzureichend Daten herausgeben würden. Auch IT-Infrastruktur in Deutschland zu hacken, um etwa feindselige Cyberattacken abzuwehren, soll dem BND erlaubt werden.
Öffnung der Überwachung von "ausländischen Zielpersonen"
Neu geregelt werden soll zudem, wer ausspioniert werden darf: So sollen künftig ausländische Zielpersonen in Deutschland, die aufgrund ihrer hoheitlichen Funktionen in den Fokus des BND geraten, nach den gleichen rechtlichen Grundsätzen überwacht werden dürfen wie Ausländer im Ausland. Etwa Geheimdienstler, die als Diplomaten getarnt hierzulande aktiv sind. (…)
——————
6. IPG: Raus aus der Grauzone
Außen- und Sicherheitspolitik
15.09.2026
Marius Müller-Hennig Raus aus der Grauzone Russland setzt auf Sabotage und verdeckte Angriffe. Deutschland muss sich wehren – aber nicht mit denselben Mitteln.
Marius Müller-Hennig ist in der Abteilung Analyse, Planung und Beratung der FES für Recht, Freiheit und Sicherheit zuständig. Zuvor war er in der Internationalen Politikanalyse zuständig für Außen- und Sicherheitspolitik und leitete das FES-Büro in Bosnien-Herzegowina.
(…)
Nach der Attribution des Drohnenvorfalls in Leipzig beschloss die Bundesregierung zudem völkerrechtlich zulässige Maßnahmen wie die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und die Kündigung des Vertrags über das russische Haus in Berlin.
Obwohl die Bundesregierung und die Bundesländer also keineswegs untätig geblieben sind, bleibt in der öffentlichen Diskussion der Eindruck, dass hier noch weitaus mehr Handlungsbedarf besteht.
Ein DGAP White Paper vom Juli 2026 listet zum Beispiel eine ganze Reihe von Handlungsoptionen auf. Unter den vielen diskussionswürdigen Vorschlägen versteckt sich allerdings auch zumindest ein potentiell hochproblematisches Instrument unter der Überschrift der nachrichtendienstlichen Befugnisse: „Die Gegensabotage“. (…)
———
7. Freiheitsrechte: Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Reform der Nachrichtendienste
https://freiheitsrechte.org/uploads/publications/Digital/Stellungnahme_BND-Gesetz_2026_final.pdf
Berlin, den 14. Juli 2026
Dr. Peter Schantz
Rechtsanwalt
Ministerialdirektor a.D.
Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Reform der Nachrichtendienste
– Reform des BND-Gesetzes –
(…)
7. Der Gesetzentwurf sieht erstmals aktive Cybermaßnahmen („Hackbacks“) vor – auch dies ein Paradigmenwechsel, der nicht ausreichend geregelt ist und ohne Einbindung des BSI stattfinden soll.
Bedenklich ist die Befugnis die Entscheidung, ob ein Cyberangriff vorliegt, ob und wie auf ihn reagiert werden soll und die Ausführung der Reaktion in die Hände einer KI zu legen.
(…)
13. Es ist bedauerlich, dass die BfDI entmachtet worden ist und nicht mehr für die datenschutzrechtliche Kontrolle des BND zuständig ist. Hier fehlt insbesondere technischer Sachverstand.
(…)
Seite 18:
c) Aktive Cybermaßnahmen („Hackbacks“)
§ 39 Abs. 4 S. 1 BNDG-E erlaubt dem BND die Veränderung und Löschung von Daten, die Umleitung und Unterbindung von Datenverkehren und die Einschränkung oder Unterbindung des IT-Systems von dem eine Gefahr ausgeht, zur Abwehr einer unmittelbar bevorstehenden Gefahr für ein besonders gewichtiges Rechtsgut. (…)
---------
8. Vaticannews: Papst fordert Waffenstillstand im Sudan und Ende von Kriegen
09. August 2026, 12:19 Papst fordert Waffenstillstand im Sudan und Ende von Kriegen Papst Leo XIV. hat eindringlich zu einem „sofortigen Waffenstillstand" im Sudan aufgerufen. Das katholische Kirchenoberhaupt erinnerte nach seinem sonntäglichen Mittagsgebet im Vatikan auch an den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und betonte einmal mehr:
„Krieg bringt nur Krieg hervor und verursacht unermessliches Leid. Es ist an der Zeit, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und Raum zu schaffen für Diplomatie und Dialog, damit der Weg zum Frieden geebnet werden kann.“
(…)
Papst fordert Ende des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine
Das katholische Kirchenoberhaupt bekräftigte zudem - auf Italienisch - seinen Ruf nach einem Ende des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine einmal mehr:
„Auch aus der Ukraine und aus Russland erreichen uns weiter schmerzliche Nachrichten über unschuldige Menschen, die getötet oder verletzt wurden. Tragische Ereignisse reihen sich aneinander, ja sie häufen sich sogar und fordern immer mehr zivile Opfer, darunter auch Kinder. (...) Angesichts dieses großen Leids erneuere ich meinen eindringlichen Appell, das Völkerrecht zu achten und auf beiden Seiten Angriffe einzustellen, bei denen zivile Ziele getroffen werden."
Ruf nach diplomatischer Lösung
Der Papst versicherte allen Opfern des Kriegs, ihren Familien, den Verletzten und allen Menschen, die unter dem andauernden Konflikt leiden, seine Nähe und sein Mitgefühl. Und er betonte noch einmal dass Krieg niemals eine Lösung sei:
„Krieg bringt nur Krieg hervor und verursacht unermessliches Leid. Es ist an der Zeit, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und Raum zu schaffen für Diplomatie und Dialog, damit der Weg zum Frieden geebnet werden kann.“
——
9. Freitag: 10-Punkte-Friedensplan: Unter diesen Bedingungen könnte der Ukrainekrieg bald enden
10-Punkte-Friedensplan: Unter diesen Bedingungen könnte der Ukrainekrieg bald enden Von Klaus Moegling
15.09.2026
(…)
——
10. Zeit: Irankrieg: US-Kontrollbehörde beziffert bisherige Folgen des Irankriegs
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-09/iran-krieg-us-soldaten-pentagon-berichte-militaer-gxe
Irankrieg: US-Kontrollbehörde beziffert bisherige Folgen des Irankriegs
Das US‑Verteidigungsministerium veröffentlicht erstmals eine Bilanz des Irankriegs. 17 US-Soldaten wurden getötet, Hunderte Gebäude zerstört und Flugzeuge beschädigt.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP, sbo 15. September 2026, 6:32 Uhr
Eine US-Regierungskontrollbehörde hat erstmals eine ausführliche offizielle Bilanz der Folgen des Irankriegsveröffentlicht. Der am Montag vorgelegte Bericht des Generalinspektors des Verteidigungsministeriums führt elf »im Einsatz getötete« US-Soldaten auf und legt Engpässe bei wichtigen Waffen offen. Den Erkenntnissen zufolge verursachte der Krieg zudem erhebliche Schäden an US-amerikanischen Militärstützpunkten und Flugzeugen.
Demnach wurden Hunderte Gebäude und andere Einrichtungen auf US-Stützpunkten in Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Jordanien, im Irak und Oman durch iranische Angriffe beschädigt oder zerstört. Besonders stark betroffen war der US-Marinestützpunkt in Bahrain. Die US-Streitkräfte mussten deshalb auf weiter entfernte Versorgungsstützpunkte ausweichen. (…)
——
siehe auch:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-08/irankrieg-usa-donald-trump-kontrollverlust-nahost
Irankrieg: Der beispiellose Kontrollverlust der USA Donald Trump sprach von einer »kleinen Exkursion«.
Nun ist klar, dass der US-Angriff auf den Iran gravierendere Folgen hat als die Kriege gegen den Irak und Afghanistan.
Von Jörg Lau
Aus der ZEIT Nr. 36/2026 18. August 2026
(…)
———
11. n tv: Dänin gewinnt Goldenen Löwen - Preisträger in Venedig richten scharfe Worte an Deutschland
Dänin gewinnt Goldenen Löwen Preisträger in Venedig richten scharfe Worte an Deutschland
12.09.2026, 21:59 Uhr
Zwei israelische Filmemacher gewinnen den Spezialpreis in Venedig. In ihrer Rede kritisieren sie die tödlichen Gewalttaten gegen die palästinensische Bevölkerung - und andere westliche Regierungen. Auch Deutschland kriegt sein Fett weg.
Die dänische Regisseurin May el-Toukhy ist für ihren Film "Woman Unknown" mit dem Goldenen Löwen des Filmfestivals Venedig ausgezeichnet worden. Das gab die Jury bekannt. Zudem gewann die Hauptdarstellerin des Films, Mathilde Arcel, den Preis als beste Schauspielerin.
Die zweitwichtigste Auszeichnung der Filmfestspiele, der Große Preis der Jury, ging an "Possible Love" von Lee Chang-dong. Der Dokumentarfilm "NAZA" von Yuval Abraham und Rachel Szor über die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen gewann den Spezialpreis der Jury. (…)
——
12. FR: Klage gegen Bundesregierung abgewiesen: Nutzung von Ramstein nicht justiziabel
Klage gegen Bundesregierung abgewiesen: Nutzung von Ramstein nicht justiziabel Stand: 30.08.2026, 14:25 Uhr
Von: Pitt von Bebenburg
Aktivist Martin Singe sieht Beihilfe zu Angriffskrieg gegen Iran – der Generalbundesanwalt widerspricht.
Die deutsche Rolle beim US-israelischen Krieg gegen Iran wird nicht vor Gericht beleuchtet. Der Generalbundesanwalt (GBA) lehnt es ab, in diesem Zusammenhang gegen Mitglieder der Bundesregierung wegen Beihilfe zu einem Angriffskrieg zu ermitteln.
Ein „Anfangsverdacht einer Beihilfe zum Verbrechen der Aggression“ nach dem Völkerstrafgesetzbuch liege nicht vor, heißt es in einem Schreiben des GBA an den Friedensaktivisten Martin Singe, der die Regierung von Friedrich Merz (CDU) angezeigt hatte.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar 2026 begonnen, Ziele im Iran zu bombardieren. Im März hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärt, der Militäreinsatz sei „nach meinem Dafürhalten völkerrechtswidrig“. Die spanische Regierung hatte mit dieser Begründung Überflüge des US-Militärs untersagt.
Die USA konnten jedoch weiter den deutschen Militärstützpunkt in Ramstein nutzen. Der Theologe Singe, der lange für das „Komitee für Grundrechte und Demokratie“ gearbeitet hatte, wandte ein, Deutschland habe „jedwede Mitwirkungshandlung an völkerrechtswidrigen Gewalteinsätzen zu unterlassen“. (…)
————
13. ECCR: Trotz internationaler Warnungen: Deutschland lieferte 2023-2026 kontinuierlich Rüstungsexporte nach Israel in Milliardenhöhe
Trotz internationaler Warnungen: Deutschland lieferte 2023-2026 kontinuierlich Rüstungsexporte nach Israel in Milliardenhöhe
Neuer ECCHR-Bericht: Genehmigungszahlen widersprechen Deutschlands eigener Verteidigung vor dem Internationalen Gerichtshof
07.09.2026
Trotz zahlreicher internationaler Warnungen und umfangreicher Dokumentation schwerster Verbrechen in Gaza hat Deutschland seine Rüstungsexporte nach Israel in den Jahren 2023 bis 2026 kontinuierlich fortgesetzt.
Das zeigt ein heute veröffentlichter ECCHR-Bericht, der zum Auftakt der neuen Anhörungsrunde im Verfahren Nicaragua gegen Deutschland vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag erscheint. In diesem Verfahrensabschnitt geht es um Deutschlands Einwände gegen die Zuständigkeit des Gerichts und die Zulässigkeit der Klage.
Der Bericht „Arming International Crimes – Germany's Continuing Arms Exports to Israel, 2023–2026“ wertet amtliche Genehmigungszahlen, parlamentarische Auskünfte und israelische Importdaten aus.
„Deutschland hat sich im Jahr 2024 vor dem IGH mit einem „robusten“ Rüstungskontrollsystem und sinkenden Genehmigungen verteidigt. Die anschließende Exportbilanz untergräbt diese Verteidigung.
Die Bundesregierung kann sich in Den Haag nicht auf die theoretische Schutzwirkung des Rechts berufen und diese bei ihren Genehmigungen praktisch leerlaufen lassen“, erklärt Dr. Alexander Schwarz, Co-Leiter des Programmbereichs Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung beim ECCHR. (…)
——
14. PZKB: Frieden braucht Mut und Gestaltung Plädoyer für eine Kultur des Friedens, für eine Stärkung der Vereinten Nationen, der UN-Charta und des Völkerrechts
https://pzkb.de/publikationen/frieden-braucht-mut-und-gestaltung/
Rolf Bader Buch 2026
Frieden braucht Mut und Gestaltung
Plädoyer für eine Kultur des Friedens, für eine Stärkung der Vereinten Nationen, der UN-Charta und des Völkerrechts
Wie lassen sich Konflikte konstruktiv bearbeiten und Friedensprozesse nachhaltig gestalten? Und wie können die Vereinten Nationen, die UN-Charta und das Völkerrecht gestärkt werden?
Das Buch setzt sich mit den Risiken der aktuellen Sicherheitspolitik und militärischen Aufrüstung auseinander, gibt Impulse für eine friedensorientierte Politik und zeigt auf, wie Diplomatie und Krisenprävention zur Deeskalation von Konflikten beitragen können. Zudem führt es in das Konzept der Friedenslogik ein und erläutert, was friedenslogisches Handeln bedeutet.
………..
15. Atomwaffenfrei: NATO-Atomkriegsmanöver 2026 stoppen!
https://www.atomwaffenfrei.de/protest-gegen-steadfast-noon-2026-jetzt-unterstuetzen/
NATO-Atomkriegsmanöver 2026 stoppen!
Protestmahnwache in Büchel am 10. Oktober 2026, 12 Uhr
Demonstration in Nörvenich am 17. Oktober 2026, 12 Uhr
Wir fordern vom deutschen Bundestag und der Bundesregierung: Absage der Beteiligung der Bundeswehr am Atomkriegsmanöver „Steadfast Noon“ Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Beendigung der „nuklearen Teilhabe“ Keine neuen europäischen Atomwaffen-Kooperationen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag Eintreten für ernsthafte Verhandlungen über vollständige nukleare Abrüstung
Kommt zur Protest-Mahnwache am 10. Oktober 2026 nach Büchel und zur Demonstration am 17. Oktober 2026 nach Nörvenich! Wir treffen uns jeweils zur Symbolzeit um „Fünf vor Zwölf“!
In Büchel ist der Kreisel vor dem Atomwaffenlager der Treffpunkt.
In Nörvenich beginnt die Demonstration am Kriegsflugplatz und zieht von dort zur Kundgebung am Schlossplatz (ca. 13.30–15 Uhr). Ein
Shuttle von Düren nach Nörvenich steht zur Verfügung.
Infos aktuell auf: www.atomwaffenfrei.de