Liebe Friedensinteressierte, nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung - mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.
- n tv: "Treffen, um Probleme zu lösen" - USA laden Russlands Staatschef Putin zu G20-Gipfel ein
- n tv: Reisers Blick auf die Front - "Jetzt steht die Ukraine vor derselben Herausforderung wie Russland"
- Länder-Analysen: Entwicklungen im fünften Kriegsjahr - Gibt es eine Chance auf eine Verhandlungslösung?
- Länder-Analysen: Braut sich ein politischer Sturm in der Ukraine zusammen?
- IPG: Beziehungsstatus: kompliziert - China und Indien drängen auf ein Ende des Ukraine-Kriegs.
- Haaretz: Enthüllt: Netanjahu erhielt eine explizite Warnung Tage vor dem 7. Oktober. Er informierte Israels Sicherheitschefs nicht
- CNN: Das US-Militär hatte laut Quellen eine knappe Situation, nachdem es KI für falsche Geheimdienstberichte eingesetzt hatte
- IPG: Scheitern verboten - Trump braucht einen Erfolg, Xi setzt auf Stabilität.
- ec.europa: Rede von Präsidentin von der Leyen zur Lage der Union 2026
- IPPNW: Spannungsabbau und Risikoreduktion - Für konventionelle und nukleare Abrüstung
- IPPNW: Kriegsmanöver „Red Storm Charlie" - Nein zur Militarisierung der Medizin!
- Morgenpost: Bundeswehr startet Zwangsmusterung: Wer jetzt gezwungen wird
- Flare-Film: UNGEHOR§AM - Zeit für zivilen Widerstand
- Versoehnungsbund.at: Frieden und Sicherheit in Europa neu gedacht: Veröffentlichung der Europäischen Friedensstrategie am Weltfriedenstag - 42 konkrete Vorschläge für eine aktive europäische Friedenspolitik
- Archiv Aktiv von Hamburg nach Bremen umgezogen - Eröffnung am 15.11.2026
--------
- n tv: "Treffen, um Probleme zu lösen" - USA laden Russlands Staatschef Putin zu G20-Gipfel ein
https://www.n-tv.de/politik/USA-laden-Russlands-Staatschef-Putin-zu-G20-Gipfel-ein-id31340614.html
"Treffen, um Probleme zu lösen" USA laden Russlands Staatschef Putin zu G20-Gipfel ein - 09.2026, 17:52 Uhr
Spätestens seit dem Überfall auf die Ukraine ist Russlands Staatschef Putin im Westen diplomatisch weitgehend isoliert. Die USA wollen ihn nun zurück aufs internationale Parkett holen. Anlass bietet Washington der G20-Gipfel.
Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel in Miami im Dezember eingeladen. "Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt", sagte Außenminister Marco Rubio am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne.
"Um Probleme zu lösen, muss man sich mit den Menschen treffen, mit denen man nicht übereinstimmt oder mit denen es möglicherweise Schwierigkeiten gibt", sagte Rubio nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in New York. (...)
——
2. n tv: Reisners Blick auf die Front - "Jetzt steht die Ukraine vor derselben Herausforderung wie Russland" https://www.n-tv.de/politik/Jetzt-steht-die-Ukraine-vor-derselben-Herausforderung-wie-Russland-id31331381.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
Reisners Blick auf die Front "Jetzt steht die Ukraine vor derselben Herausforderung wie Russland"
21.09.2026, 19:42 Uhr
Moskau verstärkt seine hybride Kriegsführung an der Grenze zu Polen. Oberst Markus Reisner erkennt darin eine neue Eskalationsstufe. An der ukrainischen Front sähen sich die Kriegsparteien angesichts der Drohnenangriffe der gleichen verzwickten Situation ausgesetzt, sagt er.
ntv.de: Wladimir Putin könne unmittelbar nach der manipulierten Staatsduma-Wahl in Russland eine neue Mobilisierungswelle anordnen, wird spekuliert. Wie wahrscheinlich ist das?
Markus Reisner: Bislang gibt es keinen klaren Indikator dafür, dass dies tatsächlich geschehen wird. Die russische Regierung, Putin eingeschlossen, weist entsprechende Spekulationen zurück. Zugleich gibt es immer wieder valide Berichte, auch in Europa, die ein solches Szenario durchaus für möglich halten. Im Raum steht demnach eine Mobilisierung von bis zu weiteren 300.000 russischen Soldaten nach der durch die Wahl erzeugten Legitimierung. (...)
Mit Markus Reisner sprach Lea Verstl
——
3. Länder-Analysen: Entwicklungen im fünften Kriegsjahr - Gibt es eine Chance auf eine Verhandlungslösung?
Entwicklungen im fünften Kriegsjahr
Volodymyr Fesenko (Penta-Zentrum für politische Studien, Kyjiw)
DOI: 10.31205/UA.335.01
(...)
Gibt es eine Chance auf eine Verhandlungslösung?
Das Jahr 2026 begann mit einer Wiederbelebung des Verhandlungsprozesses zur Beendigung des russisch- ukrainischen Krieges. Im Januar 2026 kam es erstmals zu direkten Friedensverhandlungen im trilateralen For- mat (USA – Ukraine – Russland), wo die Umsetzung des US-Friedensplans besprochen wurde.
In Kyjiw hoffte man zu diesem Zeitpunkt (es gab entsprechende Erklärungen des ukrainischen Präsiden- ten Wolodymyr Selenskyj und des Leiters seines Büros, Kyrylo Budanow), dass es gewisse Möglichkeiten für das Erreichen friedlicher Vereinbarungen gebe. Doch es kam anders und bereits im Februar wurde der Ver- handlungsprozess wieder ausgesetzt. Zwei Faktoren tru- gen dazu bei. (...)
Fazit
Das fünfte Jahr des russisch-ukrainischen Krieges wird kaum entscheidend sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist zu erwarten, dass der Krieg in den nächsten sechs Monaten nicht enden wird. Putin hofft immer noch, die Ukraine mit Gewalt zur Kapitulation zu zwingen.
Allerdings ist es ihm in den ersten viereinhalb Kriegsjahren nicht gelungen, dieses Ziel zu erreichen, und es wird ihm auch jetzt nicht gelingen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass dieser Krieg entweder eine noch umfassendere und gefährlichere Eskalationsstufe erreicht – oder allmäh- lich endgültig in eine Sackgasse gerät. Dann wird die Notwendigkeit von Verhandlungen über seine Beendi- gung noch dringlicher werden
Über den Autor Dr. Volodymyr Fesenko ist Politikwissenschaftler und Direktor des Penta-Zentrums für politische Studien in Kyjiw.
Seine Forschungen konzentrieren sich auf die Politik in der Ukraine, die ukrainisch-russischen Beziehungen, politische Parteien und politische Eliten
———
4. Länder-Analysen: Braut sich ein politischer Sturm in der Ukraine zusammen?
Ukraine-Analysen Ausgabe 335 (22.09.2026) — DOI: 10.31205/UA.335.02
Analyse Braut sich ein politischer Sturm in der Ukraine zusammen?
Von Balázs Jarábik
Zusammenfassung Durch die Umbildung der ukrainischen Regierung im Juli 2026 wurde das Kabinett wieder fest unter die Kontrolle des Präsidenten gebracht und Mychajlo Fedorows politischer Vorstoß wurde eingedämmt. Hinter dieser scheinbaren Konsolidierung verbirgt sich eine gefährlichere Entwicklung: Ein eskalierender Kampf zwischen der politischen Führung, den Sicherheitsdiensten, den Antikorruptionsbehörden und informellen Finanznetzwerken.
(...)
Fazit
Selenskyj hat die formale Kontrolle über die Regierung wieder gefestigt, nicht jedoch über den gesamten Staat.
Die Antikorruptions-Koalition geht gegen Teile des Präsidialsystems vor, die Sicherheitsbehörden buhlen um Macht und finanzielle Netzwerke und der Präsident stützt sich zunehmend auf nationalistische Militärstrukturen als Gegengewicht. Solange der Krieg andauert, wird die gemeinsame Bedrohung durch Russland diese Konflikte wahrscheinlich im Zaum halten.
Dennoch dürften sie sich verschärfen – insbesondere, wenn weitere Ermittlungen Fraktionschef Arachamija und die fragile, auf Interessenabwägungen basierende Mehrheit erreichen –, und zwar zu einer Zeit, in der die Ukraine aufgrund des zunehmenden militärischen, finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Drucks immer weniger in der Lage ist, die damit verbundenen Kosten zu tragen.
Die jüngsten Entwicklungen sollten die EU dazu veranlassen, ihren Ansatz in Bezug auf die innere Sicherheit der Ukraine zu überdenken. Eine Neugestaltung der Beziehungen zwischen politischer Macht, Strafverfolgungsbehörden, Geheimdiensten und illegalen Märkten wird nicht nur für die Stabilität nach dem Krieg, sondern auch für die EU-Integrationsaussichten der Ukraine von entscheidender Bedeutung sein.
Über den Autor
Balázs Jarábik ist Politikanalyst, ehemaliger slowakischer Diplomat und Berater mit Schwerpunkt Osteuropa. Er ist Gründer von Minority Report, einem Beratungsunternehmen für politische Risiken, und Autor der Reihe Essential Ukraine bei R.Politik. Zuvor war er bei Carnegie Endowment for International Peace tätig und leitete die Abteilung für Politik und Analyse bei der Beratenden Mission der Europäischen Union für die Ukraine.
——
5. IPG: Beziehungsstatus: kompliziert - China und Indien drängen auf ein Ende des Ukraine-Kriegs.
https://www.ipg-journal.de/regionen/global/artikel/beziehungsstatus-kompliziert-1-9314/?utm_campaign=de_40_20260922&utm_medium=email&utm_source=newsletter Global 22.09.2026 | Marina Rudyak Beziehungsstatus: kompliziert
China und Indien drängen auf ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Doch hinter der Vermittlungsrhetorik stehen unterschiedliche Interessen gegenüber Russland.
Marina Rudyak ist Sinologin und als Principal Investigator im Horizon Europe-Projekt Detecting and Countering Information Suppression from a Transnational Perspective tätig. Seit 2025 ist sie außerdem Mitglied des Editorial Teamder Zeitschrift Pluriversal International Relations.
Bei dem jüngsten BRICS-Gipfel, der vom 12. bis 13. September in Neu-Delhi stattfand, hätten Indien und China nach Angaben des Kreml-Sprechers Dmitri Peskow detaillierte Fragen zur Einigung in der Ukraine gestellt und aktiv ihre „guten Dienste" angeboten, um eine Lösung zu finden. Nur, wie viel Vermittlungswillen steckt in dieser Geste, von der ausgerechnet der Kreml berichtet? (...)
---
6. Haaretz: Enthüllt: Netanjahu erhielt eine explizite Warnung Tage vor dem 7. Oktober. Er informierte Israels Sicherheitschefs nicht
https://www.haaretz.com/israel-news/israel-security/2026-09-08/ty-article-magazine/.highlight/netanyahu-got-an-explicit-warning-before-oct-7-he-didnt-brief-security-chiefs/000001a0-7a3b-d7d5-a9fc-7eff3d0f0000 Enthüllt: Netanjahu erhielt eine explizite Warnung Tage vor dem 7. Oktober. Er informierte Israels Sicherheitschefs nicht Am 23. September rief VAE Präsident bin Zayed Netanyahu an, um eine harte Warnung zu überbringen. Netanjahu hat nichts getan.
Eine umfangreiche Untersuchung, die für ein neues Buch durchgeführt wurde, zeigt die Misserfolge des Premierministers im Zusammenhang mit dem 7. Oktober.
Netanjahu: "Das ist eine absolute Lüge"
Kategorie: Shlomi Eldar und Ruth Yuval
08. September 2026
(...)
--------
7. CNN: Das US-Militär hatte laut Quellen eine knappe Situation, nachdem es KI für falsche Geheimdienstberichte eingesetzt hatte https://edition.cnn.com/2026/09/18/politics/us-military-ai-false-intelligence-china-ship
By Katie Bo Lillis, Zachary Cohen
Sep 18, 2026
PUBLISHED Sep 18, 2026, 12:55 PM ET
Der Geheimdienstbericht, der in diesem Frühjahr mitten im Krieg mit dem Iran innerhalb des US-Militärs verbreitet wurde, ließ sofort die Alarmglocken läuten: Ein chinesisches Schiff im Nahen Osten transportierte Komponenten für ein Atomwaffenprogramm.
Das US-Militär leitete laut vier mit dem Vorfall vertrauten Quellen Maßnahmen ein, um das Schiff abzufangen. Zwei der Quellen berichteten, dass bewaffnete Angehörige des US-Militärs sich darauf vorbereiteten, das Schiff zu entern. Militärflugzeuge waren in der Luft, sagten eine dieser Quellen und eine weitere Quelle, die mit dem Vorfall vertraut war.
Erst kurz vor der geplanten Operation untersuchten Beamte den von einem Analysten des Special Operations Command erstellten Bericht genauer und stellten fest, dass er mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) erstellt worden war – und dass ein Chatbot, den der Analyst verwendet hatte, das Material, das das Schiff transportierte, falsch identifiziert hatte. CNN konnte nicht in Erfahrung bringen, um welche falsch identifizierte Fracht es sich handelte. (...)
----
8. IPG: Scheitern verboten - Trump braucht einen Erfolg, Xi setzt auf Stabilität.
Global 22.09.2026 | Sergio Grassi & Niels Hegewisch & Reinhard Krumm & Hannah Tyler Scheitern verboten Trump braucht einen Erfolg, Xi setzt auf Stabilität.
Beim Gipfel in Washington geht es weniger um Weltordnung als um Schadensbegrenzung.
Sergio Grassi leitet das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Peking. Er war mehrere Jahre für die FES in Indonesien und China tätig und arbeitete in den Referaten Internationale Politikanalyse und Subsahara-Afrika.
Mit viel Pomp und unter der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wird Donald Trump am 24. September Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zu einem Staatsbesuch in Washington empfangen.
Zuletzt war Xi 2023 beim APEC-Gipfel in San Francisco zu Gast. Ein Staatsbesuch liegt länger zurück. 2015 empfing Barack Obama Xi Jinping im Weißen Haus. Aus Trumps Sicht gibt es kaum ein wichtigeres globales Ereignis als ein Treffen der Großen Zwei.
-----
siehe auch:
https://www.thepioneer.de/originals/zur-sache/articles/xi-trump-treffen-washington-handelskrieg-ki-iran-taiwan?utm_term=3206-6031_4&utm_campaign=20260923&utm_content=image&utm_medium=newsletter&utm_source=pioneer-shortlist&mid=107306&cid=7535374&kid=Ati1pSBZnm9gjSh2&uid=ORT77IJ&list=1#accesscontrol Spitzentreffen Was Xi & Trump in Washington besprechen Zölle, Rohstoffe, Künstliche Intelligenz, Iran und Taiwan.
Beim Spitzentreffen im Weißen Haus wird voraussichtlich all das zur Sprache kommen. Das sind die Interessenslagen beider Seiten.
23.9.2026
Luisa Nuhr
Am Donnerstag empfängt US-Präsident Donald Trump den chinesischen Staatschef Xi Jinping im Weißen Haus. Es ist bereits das dritte Treffen in diesem Jahr. Doch das erste seit elf Jahren, an dem Xi nach Washington kommt.
Es sind zwei Staatschefs, die sich misstrauen, aber nicht ohne einander können: Amerika braucht Chinas Seltene Erden, China braucht Amerikas Markt. Verhandelt wird gleich an fünf Fronten, die das Weltgeschehen beeinflussen.
——
9. ec.europa: Rede von Präsidentin von der Leyen zur Lage der Union 2026
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/SPEECH_26_1868 Rede 16.09.2026
Straßburg Rede von Präsidentin von der Leyen zur Lage der Union 2026
Sehr geehrte Frau Präsidentin Metsola,
sehr geehrter Herr Premierminister Carney,
meine Damen und Herren Abgeordnete,
(...) In dieser Welt hat sich Europa entschieden, seinen eigenen Weg zu gehen. Und nun entsteht ein stärkeres, ein unabhängigeres Europa.
Es ist ein Europa, das seinen Wohlstand sichert. Ein Europa, das sich aus der toxischen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland befreit. Das zur größten Handelsmacht auf dem Planeten geworden ist.
Das seine Industriepolitik grundlegend verändert und gleichzeitig sein einzigartiges Sozialmodell bewahrt.
Es ist ein Europa, das sich besser verteidigen kann als je zuvor. Ein Europa, das seinen Ansatz zum Schutz unserer Heimat grundlegend reformiert hat. Das seine Verteidigungsausgaben allein in den letzten fünf Jahren um fast 80 % gesteigert hat. (...)
r.
——
10. IPPNW: Spannungsabbau und Risikoreduktion - Für konventionelle und nukleare Abrüstung
https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Shop/policy-paper.pdf
Spannungsabbau und Risikoreduktion
Für konventionelle und nukleare Abrüstung
IPPNW-Policy-Paper zum Ukrainekrieg
1. Auflage, September 2026
(...) Fazit
Mit ihrem Fokus auf militärische Abschreckung und Aufrüstung schränkt die Bundesregierung ihren strategischen Handlungsraum ein – sowohl mit Blick auf die Verhandlungen, Fragen von Abrüstung und Rüstungskontrolle sowie auch mit Blick auf Spielräume im Haushalt. Es fehlen Initiativen für die Aufnahme von Dialogkanälen mit Russland, die mittel- bis langfristig zu Rüstungskontrolle, Abrüstung und den Aufbau einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur führen könnten.
Die IPPNW plädiert daher für einen Strategiewechsel in der Ukrainepolitik. Sie fordert die Bundesregierung auf, eigene diplomatische Initiativen zur Beendigung des Krieges einzubringen und konkrete Schritte zur (Re-)Aktivierung von Abrüstungsverträgen zu ergreifen. Erste konkrete Schritte wären beispielsweise der Einsatz für die Ernennung eines EU-Sondergesandten für die Ukraine und Russland sowie die Teilnahme an der Überprüfungskonferenz des UN-Atomwaffenverbotsvertrages in New York.
—
Das Policy Paper ist im IPPNW-Shop bestellbar. https://shop.ippnw.de/produkt/policy-paper-ukrainekrieg/
und kann hier heruntergeladen werden https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Shop/policy-paper.pdf
——
11. IPPNW: Kriegsmanöver „Red Storm Charlie" - Nein zur Militarisierung der Medizin!
https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/kriegsmanoever-red-storm-charlie.html
Pressemitteilung vom 22. September 2026
Kriegsmanöver „Red Storm Charlie"
Nein zur Militarisierung der Medizin!
Die Friedensorganisation für Gesundheitsberufe IPPNW kritisiert die geplante zivil-militärische Zusammenarbeit bei dem Kriegsmanöver „Red Storm Charlie" in Hamburg unter Einbeziehung von Beschäftigten im Gesundheitswesen. Rollenkonflikte sind vorprogrammiert, wenn medizinisches Personal in militärische Strukturen eingebunden wird.
Medizinische Ethik und militärische Logik sind völlig unterschiedlich ausgerichtet und müssen in Konflikt geraten, wenn im Krieg die Knappheit an Personal und Material zwangsläufig zu einer Priorisierung medizinischer Leistungen zugunsten des Militärs führen wird.
In Hamburg findet diese Woche das NATO-Manöver „Red Storm Charlie" statt, das den Kriegsfall mit Russland simuliert. Unter Beteiligung eines Transporthubschrauber-Regiments der Bundeswehr sollen u.a. Verletztentransporte vom Flughafen zum Universitätsklinikum Hamburg geprobt werden.
————
12. Morgenpost: Bundeswehr startet Zwangsmusterung: Wer jetzt gezwungen wird
Überraschend schnell Bundeswehr startet Zwangsmusterung: Wer jetzt gezwungen wird Berlin. Kein Interesse am Wehrdienst – trotzdem kann nun die Vorladung kommen:
Die Bundeswehr drückt bei der verpflichtenden Musterung aufs Tempo.
Von Christian Kerl, Korrespondent
19.09.2026, 14:20 Uhr
Überraschung für viele 18-jährige Männer, die gar nicht zur Bundeswehr wollen: Sie werden jetzt zur Zwangsmusterung eingeladen – auch wenn sie im Fragebogen der Bundeswehr angegeben hatten, kein Interesse an einem Dienst in der Truppe zu haben. Das berichtete das Bundesverteidigungsministerium am Freitag in seiner aktuellen Bilanz zur Personalentwicklung.
Bereits seit Juli seien entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und im Rahmen freier Kapazitäten bei den Karrierecentern der Bundeswehr fast tausend 18-jährige Männer von dieser verpflichtenden Aufforderung betroffen gewesen.
Bundeswehr macht bei Musterungen Tempo
Mit dem neuen Wehrdienstgesetz, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, soll zwar eine flächendeckende Musterung für alle 18-jährigen Männer eingeführt werden. Doch die soll erst im Juli 2027 greifen. Bis dahin baut die Bundeswehr bundesweit 24 moderne Musterungszentren auf. Erst mit dieser fertigen Infrastruktur wird die lückenlose und flächendeckende Musterung ganzer Jahrgänge möglich sein – beginnend mit den Männern des Geburtsjahrgangs 2008.......
———
13. Flare-Film: UNGEHOR§AM - Zeit für zivilen Widerstand
https://www.flare-film.com/de/dokumentarfilme/ungehorsam
UNGEHOR§AM - Zeit für zivilen Widerstand
Ein Dokumentarfilm von David Sieveking.
Eine Produktion von Flare Film in Koproduktion mit Dschoint Ventschr.
INHALT
Der persönlich erzählte Kinodokumentarfilm UNGEHOR§AM dreht sich um ein Ensemble von Aktivist:innen, die zivilen Ungehorsam leisten, indem sie gewaltlos gegen Recht verstoßen, um sich für Gerechtigkeit einzusetzen.
Wer sind diese Menschen, die juristische Konsequenzen und große persönliche Risiken in Kauf nehmen, für ihr politisches Engagement, dessen Wirksamkeit sehr fraglich ist? Während Staat und Mehrheit mit Ablehnung und Kriminalisierung auf zivilen Ungehorsam reagieren, kann illegaler Protest aber legitim und sogar notwendig sein, um wichtigen gesellschaftlichen Wandel voranzubringen.
Der Film ordnet zeitgenössischen Protest, von Klima- und Umweltschutz bis hin zu Antifaschismus, in die Geschichte des gewaltfreien zivilen Ungehorsams ein, die zeigt, dass viele Errungenschaften der Demokratie und der Menschenrechte auf mutigen Druck von der Straße zurückgehen. Wie Martin Luther King feststellte: Privileged groups seldom give up their privileges voluntarily.
In mehreren Handlungssträngen erzählt UNGEHOR§AM erstaunliche David-gegen- Goliath-Geschichten, deren Protagonist:innen für eine gerechtere Zukunft kämpfen.
——
14. Versoehnungsbund.at: Frieden und Sicherheit in Europa neu gedacht: Veröffentlichung der Europäischen Friedensstrategie am Weltfriedenstag- 42 konkrete Vorschläge für eine aktive europäische Friedenspolitik
https://www.versoehnungsbund.at/european-peace-strategy/
Frieden und Sicherheit in Europa neu gedacht:
Veröffentlichung der Europäischen Friedensstrategie am Weltfriedenstag
42 konkrete Vorschläge für eine aktive europäische Friedenspolitik
Die Europäische Friedensstrategie ist eine zivilgesellschaftliche Initiative,
die 42 konkrete Vorschläge für Frieden und Sicherheit in Europa vorstellt.
Sie entwirft eine menschenzentrierte Vision von Sicherheit und bündelt Ideen zu
Konfliktprävention Abrüstung Gerechtigkeit demokratischer Teilhabe, Menschenrechten und menschlicher Sicherheit.
Die Strategie richtet sich an europäische Staaten, Institutionen der Europäischen Union, Kommunen, zivilgesellschaftliche Organisationen und alle, die sich für ein friedlicheres und sichereres Europa einsetzen.
Sie wurde vom Internationalen Versöhnungsbund – Österreichischer Zweig, der „Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen Österreich" und der Kampagne „Stop Killer Robots" Österreich ins Leben gerufen.
Organisationen und Einzelpersonen sind herzlich eingeladen sie auf der dazugehörigen Website zu unterstützen!
---
Europäische Friedensstrategie
42 Vorschläge für eine aktive Friedenspolitik
von Thomas Roithner, Marit Seyer, Fabian Hämmerle
(...)
----
und - in englischer Sprache:
https://europeanpeacestrategy.eu/
(die deutsche Übersetzung folgt noch)
———
15. Archiv Aktiv von Hamburg nach Bremen umgezogen
https://www.archiv-aktiv.de/wp/aktuell/
Archiv Aktiv von Hamburg nach Bremen umgezogen
Das "Archiv Aktiv" mit einem großen Bestand an Materialien zum Thema Frieden ist nach Bremen umgezogen! Die neuen Räume sind eingerichtet.
Die offizielle Eröffnung wird am Sonntag, den 15. November 2026 stattfinden.
Die Vorbereitungen laufen und "Lebenslaute" hat zugesagt, die musikalische Begleitung zu gestalten.
Der Umzug und die Eröffnungsfeier können hier unterstützt werden: