Der Konflikt um Bergkarabach - Studiogast: Bernhard Clasen / Friedensimpulse zu Bergkarabach / USA: Abgang Trump, Antritt Biden / Ukraine: KDVler unterstuetzen

Gespeichert von Webmaster am Mi., 20.01.2021 - 18:33

Liebe Friedensinteressierte,

im Rahmen von Transparenz TV und der Sendereihe „Friedensfragen mit Clemens Ronnefeldt“ sende ich nachfolgend eine Inhaltsangabe und den Link zu folgender Sendung:

Thema: Der Konflikt um Bergkarabach

Studiogast: Bernhard Clasen, Journalist

Bernhard Clasen arbeitet als Journalist für die taz und die von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebene Medienrundschau „Eurotopics.net“. Seit vielen Jahren ist er in Ländern Osteuropas aktiv und hat eine besonders intensive Beziehung seit Jahrzehnten zur Region Bergkarabach.

In der Sendung wird es u.a. um folgende Fragen gehen:

Wie war das Verhältnis zwischen Armenien und Aserbaidschan zu Sowjetzeiten?

Der Konflikt eskalierte ab 1988, führte zu Massakern 1992, hatte als Folge rund 30 000 Tote - und endete in einem Waffenstillstand 1994. Was führte zu dieser Eskalationsperiode ?

Warum brachen im Sommer 2020 erneut Gefechte aus, die Ende September 2020 in einen Krieg mündeten, der nach 44 Tagen am 9. November 2020 mit einem Waffenstillstand endete?

Warum beanspruchen Armenien und Aserbaidschan beide dieses kleine Gebiet "Bergkarabach" jeweils für sich?

Hätte Russland nicht gehandelt und auf einen Waffenstillstand am 9. November 2020 gedrängt, wäre die Hauptstadt von Bergkarabach, armenisch: Stepanakert, aserbaidschanisch: Chankendi, vermutlich an Aserbaidschan gefallen, das von der Türkei u.a. massiv mit bewaffneten Drohnen unterstützt worden war.

Welche Rolle spielen Russland und die Türkei in diesem Konflikt?

Welche Rolle könnte die UNO oder die OSZE in diesem Konflikt übernehmen?

Wie könnte durch Dialogprogramme und kulturelle Begegnungen dieser Konflikt bearbeitet - und die Gefahr eines neuen Krieges gebannt werden?

Könnten solche Dialogprogramme auch von Deutschland oder anderen Ländern unterstützt werden - oder würde dies den Vorwurf der Einflussnahme von außen für Personen vor Ort nach sich ziehen?

Bernhard Clasen wird anhand von Landkarten den Konflikt erläutern und von eigenen Erlebnissen auf beiden Konfliktseiten aus seinen Erfahrungen der letzten drei Jahrzehnte berichten.

Premiere: 20.1.2020 - 20.30 Uhr mit Livechat und danach dauerhaft unter:

https://youtu.be/i8KtrqjBEac

oder

https://www.facebook.com/friedensfragen/?modal=admin_todo_tour

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Nachfolgend sende ich einige Hoffnungszeichen im Konflikt um Bergkarabach - mit freundlicher Zuarbeit von Bernhard Clasen.

In der Sendung geht es u.a. auch um einen armenisch-aserbaidschanischen Dörfertausch.

Wie gut Dialog zwischen Armenien und Aserbaidschan funktionieren kann, hat der Dörfertausch zwischen dem aserbaidschanischen Dorf Kyzyl-Shafag in Nordarmenien und dem armenischen Dorf Kerkenj in Zentralaserbaidschan gezeigt. Deren Bewohner*innen hatten in den 1980er Jahren ihre Dörfer auf eigene Initiative hin getauscht.

Hier der Link zum Heft der Heinrich-Böll-Stiftung über diesen Tausch:

https://www.boell.de/de/2020/11/12/beyond-karabakh-conflict

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Seit Jahren organisiert der armenische Friedensaktivist Georgi Vanyan zusammen mit aserbaidschanischen und georgischen Kollegen armenisch-aserbaidschanisch-georgisch-abchasisch-ossetische Begegnungen in dem georgischen Dorf Tekali.

Er hatte es gewagt, nach Ausbruch des Krieges einer aserbaidschanischen Nachrichtenagentur ein Interview zu geben.

Hier der Link zu seiner Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/georgi.vanyan

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Eine wichtige Organisation mit nachhaltiger Friedensarbeit im Karabach-Konflikt ist International Alert:

https://www.international-alert.org/projects/european-partnership-peaceful-settlement-conflict-over-nagorny-karabakh

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Auch Reconciliation Ressources bietet zahlreiche Friedensimpulse:

https://www.c-r.org/

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Im Roman „Steinträume“ des aserbaidschanischen Schriftstellers Akram Aylisli geht es vor allem um die Empathie eines Aserbaidschaners zu seinen armenischen Nachbarn:

https://www.amazon.de/s?k=steintr%C3%A4ume

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Themenwechsel: USA - Abgang von Donald Trump - Antritt von Joe Biden:

Donald Trump ist der erste US-Präsident seit 1869, der nicht an der Amtseinführung seines Nachfolgers - Joe Biden - teilnimmt.

https://www.sueddeutsche.de/politik/us-praesidenten-vom-21-januar-an-wird-trump-grosse-rechtliche-und-finanzielle-probleme-haben-1.5179699

20. Januar 2021, 5:19 Uhr US-Präsidenten:

"Vom 21. Januar an wird Trump große rechtliche und finanzielle Probleme haben“

(…) Wird Trump noch versuchen, sich selbst zu begnadigen?

Die letzten Meldungen dazu besagen, dass er es nicht tut, aber ich kann mir schon vorstellen, dass er noch am Mittwoch in der Präsidentenmaschine Air Force One auf dem Weg nach Florida die Papiere unterschreibt. Er ist unberechenbar. Das wäre dann eine Kriegserklärung gegen den amerikanischen Rechtsstaat. Ein grundlegendes Prinzip unseres Rechtssystems besagt ja, dass niemand über sich selbst ein Urteil fällen darf.

Was passiert mit ihm nach dem 20. Januar?

Egal, ob es zu Anklagen durch Staatsbehörden kommt oder nicht, Trump wird mit juristischen Problemen überschüttet werden. Diese werden ihm viele Schmerzen bereiten. Allein in New York werden wohl Dutzende Anklagen vorbereitet. Außerdem wird er gewaltige finanzielle Probleme bekommen, sein Unternehmen ist kurz vor der Bruchlandung. Er ist ein Typ, der zahllose Gerichtsverfahren durchgefochten hat, geschätzt ist er in 4000 Gerichtsverfahren verwickelt. Und Gerichtsverfahren kosten Geld.

Wird er trotzdem versuchen, weiter eine wichtige Rolle in der Republikanischen Partei zu spielen?

Er hat dafür das standing, auch nach dem Sturm auf das Kapitol. Seine Popularität unter Republikanern ist immer noch groß, ein Drittel der Wähler in Amerika ist auf seiner Seite. (…)

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https://www.sueddeutsche.de/politik/atomwaffen-ruestungskontrolle-usa-russland-1.5178231

18. Januar 2021, 18:53 Uhr Rüstungskontrolle: Kaltstart

Das New-Start-Abkommen ist der letzte Vertrag zur Rüstungskontrolle, der die Atomarsenale von Russland und den USA noch beschränkt. Joe Biden will ihn erhalten - doch 16 Tage nach seinem Amtsantritt läuft die Frist zur Verlängerung aus.

(…)

Scheitert eine Verlängerung, hätte dies weitreichende Folgen: Im August ist bei den Vereinten Nationen in New York die Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag angesetzt, die wegen der Corona-Epidemie vergangenes Jahr verschoben wurde. Dort werden sich die fünf offiziellen Atommächte wieder mit dem Vorwurf konfrontiert sehen, ihrem Versprechen zur nuklearen Abrüstung nicht gerecht zu werden.

Sollte zudem die angestrebte Nukleardiplomatie mit Iran keine Erfolge zeitigen oder Nordkoreas Diktator Kim Jong-un weitere Atombomben testen, geriete auch dieser Vertrag ins Wanken. Dann wäre nicht nur ein neues nukleares Wettrüsten zwischen den einstigen Supermächten zu befürchten, sondern auch ein Wettrennen um die Bombe im Nahen Osten und eine Eskalation in Asien.

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Zum Mitmachen: Protestaktion zum erneuten Strafverfahren gegen ukrainischen Pazifisten Ruslan Kotsaba Kritik am Militär ist kein Verbrechen! Weitere Infos unter https://de.Connection-eV.org/article-3206

Wir fordern die ukrainische Regierung auf, - die politische motivierte Repression gegen pazifistisch gesinnte Menschen zu stoppen - die Menschenrechte auf Kriegsdienstverweigerung und auf Meinungsfreiheit zu achten

Wir bitten um Protestschreiben an das Gericht in Kolomyja über inbox@kmm.if.court.gov.ua.

Vorlagen für Protestschreiben sind zu finden bei der War Resisters’ International (WRI) unter https://kurzelinks.de/v0ql.

Weitere Informationen unter https://de.Connection-eV.org/ruslankotsaba, www.dfg-vk-hessen.de, https://www.facebook.com/berlinerinifreiheitruslankotsaba/

Bessere Welt Info zu Bergkarabach: https://www.besserewelt.info/konfliktregionen/bergkarabach