Zum Krieg in der Ukraine

Gespeichert von Webmaster am Do., 03.11.2022 - 19:24

Liebe Friedensinteressierte,

nachfolgend einige ausgewählte Beiträge zum Ukraine-Krieg.

Hinweisen möchte ich darauf, dass ich die Beiträge nach ihrer Relevanz auswähle - was nicht bedeutet, dass ich inhaltlich die darin gemachten Aussagen in jedem Beitrag teile. Die betrifft diesmal insbesondere die Beiträge der SWP und die Rede des Bundespräsidenten.

  1. n tv: Ukraine Ticker
  2. Der Spiegel: Furcht vor einem Nuklearkrieg - Putins Poker mit der Bombe
  3. SWP: Lydia Wachs: Die Rolle von Nuklearwaffen in Russlands strategischer Abschreckung
  4. ZDF: Neue Geheimwaffe der Ukraine: Drohnen-Boote jagen russische Kriegsschiffe
  5. Novact: UKRAINIAN NONVIOLENT CIVIL RESISTANCE IN THE FACE OF WAR
  6. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Alles stärken, was uns verbindet“
  7. Friedrich-Ebert-Stiftung: Neue Publikation »Zeitenwende: Russlands Krieg als Wendepunkt in der öffentlichen Meinung Deutschlands
  8. Hamburger Abendblatt: Heribert Prantl: Krieg gegen die Ukraine: Frieden ist kein anrüchiges Wort
  9. SWP: Sabine Fischer: Friedensverhandlungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine: Mission impossible
  10. Offener Brief der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Königs Wusterhausen an die Bundesregierung
  11. Atomwaffenfrei jetzt: Zoom-Einladung: Atomwaffen im Kontext des Ukraine-Krieges: »normal« und »einsetzbar«?
  12. FI Nottun: Zoom-Video-Vortrag: Jürgen Wagner„Aufmarsch im Indo-Pazifik“

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1. n tv: Ukraine Ticker

https://www.n-tv.de/politik/06-58-USA-schulen-Ukrainer-in-Minenraeumung--article23143824.html

2.11.2022

06:40 Schweden hält Stationierung von Atomwaffen nach NATO-Beitritt für möglich

Der neue schwedische Regierungschef Ulf Kristersson hat sich im Falle von Schwedens NATO-Mitgliedschaft offen für die Stationierung von Atomwaffen in seinem Land gezeigt. "Sie werden von mir genau die gleiche Antwort erhalten wie von der finnischen Ministerpräsidentin", sagt Kristersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner finnischen Kollegin Sanna Marin in Helsinki.

(…)

16:56 Kiew: Drei russische Hubschrauber bei Explosion nordwestlich von Moskau zerstört

Der ukrainische Geheimdienst gibt die Zerstörung von drei russischen Kampfhubschraubern auf einem Flugplatz in der Region Pskow bekannt. Durch die Verminung seien zwei Hubschrauber Ka-52 sowie ein Мi-28N vollständig zerstört worden, teilt der ukrainische Militärnachrichtendienst bei Telegram mit. Zwei weitere Helikopter seien schwer beschädigt worden.

(…)

15:33 Deutscher Generalleutnant leitet spezialisierte EU-Ausbildung von Ukrainern

Der deutsche Generalleutnant Andreas Marlow leitet künftig einen Teil der militärischen EU-Ausbildung für ukrainische Soldaten. Der 59-Jährige wurde zum Kommandeur für die spezialisierte Ausbildung ernannt, geht aus einem Amtsblatt der Europäischen Union hervor.

Die auf zwei Jahre ausgelegte Mission sieht vor, dass insgesamt 15.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten in Deutschland und anderen EU-Ländern ausgebildet werden. Damit soll die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützt werden. Deutschland will bis zum Frühjahr eine vollständige ukrainische Brigade mit bis zu 5000 Soldaten ausbilden, wie Kanzler Olaf Scholz kürzlich sagte. Zudem werde sich eines der beiden Hauptquartiere in Deutschland befinden.

https://www.n-tv.de/politik/11-10-Klitschko-blickt-mit-Sorge-auf-den-Winter--article23143824.html

3.11.2022

05:12 Selenskyj: Fortsetzung von Getreideabkommen ist wichtiges Signal für "ganze Welt"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Wiederaufnahme des Getreideabkommens mit Russland als wichtiges Signal bezeichnet.

Es sei ein "bedeutendes diplomatisches Ergebnis für unser Land und die ganze Welt", dass sich Russland wieder an die Vereinbarung halte, sagt Selenskyj in einer Videobotschaft.

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2. Der Spiegel: Furcht vor einem Nuklearkrieg - Putins Poker mit der Bombe

https://www.spiegel.de/politik/wladimir-putin-und-sein-poker-mit-der-bombe-furcht-vor-einem-nuklearkrieg-a-d60389b5-fa83-4138-bb40-a417e5f25e0a

Furcht vor einem Nuklearkrieg

Putins Poker mit der Bombe

Die Drohung des Kreml mit Kernwaffen verfängt. In Berlin machen Gerüchte über russische Funksprüche die Runde. Und der Kanzler signalisiert dem Kriegstreiber, dass er sich einschüchtern lässt. Über die Rückkehr der deutschen Angst.

Die SPIEGEL-Titelstory.

Von Dirk Kurbjuweit

28.10.2022, 13.05 Uhr

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Geheimdienste fingen heikle Russen-Funksprüche über Atomschläge auf Ziele in Deutschland ab Wie der „Spiegel“ berichtet, sollen westliche Geheimdienste Ende vergangenen Jahres Funksprüche der russischen Marine von einem Manöver auf der Ostsee abgefangen haben - mit brisantem Inhalt. Denn darin sei von Nuklearschlägen gegen Deutschland gesprochen worden. Die Soldaten hätten auch drei Ziele auf deutschem Boden genannt:Berlin, die US-Air-Base in Ramstein und den Fliegerhorst Büchel, wo die Amerikaner ihre Atombomben lagern.

Die Funksprüche könnten ein Grund dafür gewesen sein, dass Bundeskanzler Scholz (SPD) im April davon sprach, einen Atomkrieg verhindern zu wollen.

Geheimdienste fingen heikle Russen-Funksprüche über Atomschläge auf Ziele in Deutschland ab. Wie der „Spiegel“ berichtet, sollen westliche Geheimdienste Ende vergangenen Jahres Funksprüche der russischen Marine von einem Manöver auf der Ostsee abgefangen haben - mit brisantem Inhalt. Denn darin sei von Nuklearschlägen gegen Deutschland gesprochen worden. Die Soldaten hätten auch drei Ziele auf deutschem Boden genannt:Berlin, die US-Air-Base in Ramstein und den Fliegerhorst Büchel, wo die Amerikaner ihre Atombomben lagern.

Die Funksprüche könnten ein Grund dafür gewesen sein, dass Bundeskanzler Scholz (SPD) im April davon sprach, einen Atomkrieg verhindern zu wollen.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_100072298/russische-truppen-besprachen-nuklearschlaege-gegen-deutschland.html Nach "Spiegel"- und t-online-Informationen Russen besprachen Atomschlag auf Berlin

Von Jonas Mueller-Töwe

Aktualisiert am 28.10.2022 - 11:57 Uhr

(…)

Demnach haben westliche Nachrichtendienste Ende 2021 Funksprüche der russischen Marine von einem Manöver auf der Ostsee abgefangen. In der abgehörten Kommunikation wurde demnach von Nuklearschlägen gegen Deutschland gesprochen, wobei drei Ziele genannt wurden: Berlin, die Ramstein Air Base der United States Air Force und der Fliegerhorst Büchel, wo die US-Armee Atombomben lagert.

In einer abweichenden Schilderung der Kommunikation hieß es gegenüber t-online, als ein Ziel sei der Hamburger Hafen genannt worden.

Möglicherweise erkläre die abgefangene Kommunikation Olaf Scholz' Zurückhaltung bei Waffenlieferungen. (…)

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https://www.focus.de/politik/ausland/das-ukraine-update-am-abend-funksprueche-ueber-atomschlag-abgefangen-zehntausende-reservisten-schon-an-der-front_id_172624602.html

(…) Die Funksprüche könnten ein Grund dafür gewesen sein, dass Bundeskanzler Scholz (SPD) im April davon sprach, einen Atomkrieg verhindern zu wollen. (…)

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3. SWP: Lydia Wachs: Die Rolle von Nuklearwaffen in Russlands strategischer Abschreckung

https://www.swp-berlin.org/publications/products/aktuell/2022A59_RusslandsNukleareAbschreckung.pdf

SWP Aktuell

NR. 59 SEPTEMBER 2022

Die Rolle von Nuklearwaffen in Russlands strategischer Abschreckung

Implikationen für die europäische Sicherheit und die nukleare Rüstungskontrolle

Lydia Wachs

(…)

Handlungsempfehlungen

(…)

An gesichts der Entwicklung neuer konventioneller Mittelstreckensysteme durch die USA und der Reaktivierung des 56. Artilleriekommandos in Deutschland könnten in den nächsten Jahren schwierige Entscheidungen über Stationierungen von konventionellen Mittelstreckenflugkörpern auf Berlin zukommen.

Verhandlungen mit Moskau können aber nur aus einer Position der Stärke heraus gewinnbringend sein, die sich insbesondere auch aus einem geeinten Bündnis speist. So sollte die Bundesregierung der Gefahr entgegenwirken, dass Beschlüsse über eventuelle amerikanische Raketenstationierungen in Europa zur Zerreißprobe für die Nato werden.

(…)

4. ZDF: Neue Geheimwaffe der Ukraine: Drohnen-Boote jagen russische Kriegsschiffe

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/drohnen-angriff-schiff-krim-sewastopol-ukraine-krieg-russland-100.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Neue Geheimwaffe der Ukraine: Drohnen-Boote jagen russische Kriegsschiffe

30.10.2022 18:14 Uhr

Mit ferngesteuerten Drohnen-Booten hat die Ukraine russische Kriegsschiffe in Sewastopol attackiert. Es gibt Videoaufnahmen.

Was kann die neue Geheimwaffe bewirken?

Seit Monaten macht die Ukraine Jagd auf die russische Schwarzmeerflotte. Am Samstag gelang ihr dabei mindestens ein Propagandaerfolg. Russland bestätigte einen Angriff auf Schiffe und Militäranlagen in der Krim-Hafenstadt Sewastopol. Dabei seien neben Flugdrohnen auch unbemannte, ferngesteuerte Boote zum Einsatz gekommen.

Es ist der erste bestätigte Einsatz dieser mit Sprengstoff beladenen ukrainischen Drohnen-Boote. Mindestens drei russische Kriegsschiffe sollen attackiert worden sein, darunter die fast 125 Meter lange russische Fregatte "Admiral Makarow" und das Minensuchboot „Iwan Golubez“.

(…)

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5. Novact: UKRAINIAN NONVIOLENT CIVIL RESISTANCE IN THE FACE OF WAR

https://novact.org/wp-content/uploads/2022/10/ENG_VF.pdf

UKRAINIAN NONVIOLENT CIVIL RESISTANCE IN THE FACE OF WAR

Analysis of trends, impacts and challenges of nonviolent action in

Ukraine between Februarv and June 2022

Felip Daza Sierra

Published by

- International Catalan Institute for Peace (ICIP), International

Institute for Nonviolent Action (Novact),

- German Friedrich-Schiller-University Jena and

- German peacebuilding NGO Corridors - Dialogue through Cooperation

Barcelona, 2022.

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6. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Alles stärken, was uns verbindet"

https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2022/10/221028-Alles-staerken-was-uns-verbindet.html

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Rede mit dem Titel

"Alles stärken, was uns verbindet“

bei einer Veranstaltung mit der Deutschen Nationalstiftung

am 28. Oktober 2022 in Schloss Bellevue

(…)

Die Jahre vor dem 24. Februar waren für Deutschland eine Epoche im Rückenwind. Es waren Jahre, geprägt vom Glücksmoment der Deutschen Einheit, vom friedlichen Abzug der sowjetischen Truppen, vom Ende der Blockkonfrontation und dem Zusammenwachsen Europas.

Es waren Jahre der Friedensdividende, von der wir Deutsche in der Mitte des vereinten Europas reichlich profitiert haben.

Und vielleicht auch das: Unser eigenes deutsches Glück prägte unseren Blick auf die Welt. Wir setzten darauf, dass wir von Freunden umgeben und der Krieg in Europa jedenfalls unvorstellbar geworden sei. (…)

Und am Ende kommt es auch darauf an, wenn wir im Gegenwind stehen: Anstatt uns weiter auseinandertreiben zu lassen, müssen wir alles stärken, was uns verbindet. (…)

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7. Friedrich-Ebert-Stiftung: Neue Publikation »Zeitenwende:

Russlands Krieg als Wendepunkt in der öffentlichen Meinung Deutschlands

https://peace.fes.de/e/neue-publikation-zeitenwende-russlands-krieg-als-wendepunkt-in-der-oeffentlichen-meinung-deutschlands

12.08.2022 Neue Publikation »Zeitenwende:

Russlands Krieg als Wendepunkt in der öffentlichen Meinung Deutschlands

(…)

Die "Zeitenwende" hat Deutschland nicht in einen völlig anderen Staat verwandelt. Es gibt eine Kontinuität in der öffentlichen Meinung, wenn es um Pragmatismus und Pazifismus geht.

Die Skepsis gegenüber militärischen Mitteln hat sich seit Beginn des Krieges sogar noch verstärkt. Eine wertebasierte Außenpolitik wird von den Wählern der Grünen unterstützt, aber in der breiten Öffentlichkeit überwiegt der interessenbasierte und pragmatische Ansatz, auch mit nicht gleichgesinnten Staaten zu kooperieren.

Für eine überwältigende Mehrheit der befragten Deutschen hat der Frieden weiterhin hohe Priorität. (…)

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8. Hamburger Abendblatt: Heribert Prantl: Krieg gegen die Ukraine: Frieden ist kein anrüchiges Wort

https://www.abendblatt.de/meinung/article236631665/krieg-gegen-die-ukraine-frieden-ist-kein-anruechiges-wort-putin-diplomatie-kommentar.html

Kommentar

Krieg gegen die Ukraine: Frieden ist kein anrüchiges Wort

Aktualisiert: 10.10.2022, 07:50

Heribert Prantl, Kolumnist und Autor der „Süddeutschen Zeitung“

Hamburg. Der Krieg in der Ukraine und die kriminelle Annexionspolitik Putins sind bittere Realität. Realität ist aber auch die Gefahr, dass dieser Krieg mit Worten und mit Waffen gefüttert wird, bis er platzt. Dann ist Hiroshima überall. Das wäre nicht die von Kanzler Scholz angekündigte Zeitenwende, das wäre das Zeitenende für Europa.

Der Einsatz von Atomwaffen durch einen sich gedemütigt fühlenden Putin wäre die Apokalypse, die der Philosoph Günther Anders vor 50 Jahren beschrieben hat: „Endzeit und Zeitenende“ hieß sein Buch, das die Friedensbewegung und die Grünen von damals prägte. Die Grünen von heute sagen: Wir dürfen uns von Putin nicht erpressen lassen. Das ist wohl wahr. Richtig ist aber auch: Wir dürfen uns nicht zerstören lassen. Ein Nuklearkrieg wäre das Ende des eurasischen Kontinents. Das ist heute nicht, wie es dem Philosophen Anders damals vorgeworfen wurde, ein katastrophisches Geschichtsdenken, sondern ein realistisches.

(…)

Man ist kein Pazifist, wenn man für Verhandlungen und für einen Waffenstillstand wirbt. Man ist dann Realist.

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Hinweis von C. Ronnefeldt:

Der nachfolgende Text macht exemplarisch deutlich, wo die Knackpunkte -

vorwiegend aus westlicher/deutscher/Nato-Sicht liegen - und warum

mögliche Friedensverhandlungen schwierig werden.

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9. SWP: Sabine Fischer: Friedensverhandlungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine: Mission impossible

https://www.swp-berlin.org/publikation/friedensverhandlungen-im-krieg-zwischen-russland-und-der-ukraine-mission-impossible

Sabine Fischer

Friedensverhandlungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine:

Mission impossible

SWP-Aktuell 2022/A 66, 28.10.2022, 8 Seiten

(…)

Wolody­myr Selenskyj forderte Wladimir Putin zu sofortigen direkten Unterredungen auf. Angesichts des immensen militärischen Drucks erklärte sich die ukrainische Seite schließlich dennoch bereit, am 28. Feb­ruar eine Delegation ins belarussische Gomel zu entsenden. Weitere Treffen fanden am 3. und 7. März statt; danach wurden die Gespräche im Online-Modus fortgeführt.

Am 10. März trafen sich die Außenminister Kuleba und Lawrow in Ankara. Am 29. März kamen die beiden Delegationen unter tür­kischer Vermittlung in Istanbul zusammen. Dort legte die ukrai­nische Seite das »Istan­buler Kommuniqué« vor, das in zehn Punk­ten die Bedingungen für einen Waffenstillstand, dauerhafte ukrainische Neutralität und internationale Sicherheitsgarantien skizzierte. (…)

Dr. Sabine Fischer ist Senior Fellow in der Forschungsgruppe Osteuropa und Eurasien.

Hinweis von C. Ronnefeldt:

Dr. Sabine Fischer berücksichtigt in diesem Text m.E. nicht die Forschungsergebnisse ihres

SWP-Kollegen Oberst a.D. Wolfgang Richter, auf den ich bereits mehrfach in den letzten

Monaten verwiesen habe:

https://www.swp-berlin.org/publications/products/aktuell/2022A11_ukraine_russland_nato.pdf

NR. 11 FEBRUAR 2022

Ukraine im Nato-Russland-Spannungsfeld

Sicherheitsvereinbarungen und Rüstungskontrolle müssen wiederbelebt werden

Wolfgang Richter

https://www.swp-berlin.org/publications/products/aktuell/2022A11_ukraine_russland_nato.pdf

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Hinweis von C. Ronnefeldt:

Mit einigen Aussagen des nachfolgenden Buches stimme ich ebenfalls nicht überein.

Es enthält einige wichtige Fakten - insbesondere eine Chronologie zur Vorgeschichte des

Ukraine-Krieges vor dem 24.2.2022 - , die Dr. Sabine Fischer nicht berücksichtigt.

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https://www.buchkomplizen.de/endspiel-europa.html

Buchvorstellung

Ulrike Guérot, Hauke Ritz Endspiel Europa

Warum das politische Projekt Europa gescheitert ist und wie wir wieder davon träumen können

1. Auflage 2022 ISBN: 978-3-86489-390-2

Westend Verlag, Frankfurt/Main 2022 - Erscheinungsdatum: 24.10.2022

Europa ist mit einem grausamen Krieg an seiner Grenze konfrontiert und steht dreißig Jahre nach Wiedervereinigung und Maastrichter Vertrag am Scheideweg.

Ulrike Guérot und Hauke Ritz beleuchten in ihrem Essay "Endspiel Europa" die Entwicklung der Europäischen Union seit 1992 und besinnen sich auf die ursprünglichen europäischen Werte und Ziele: ein souveränes Europa und eine kontinentale Friedensordnung.

Die Entwicklungen, die dem Ukraine-Krieg vorangingen, beleuchten sie genau und bringen bisher weitgehend Unbekanntes ans Licht. Ulrike Guérot und Hauke Ritz fordern ein Umdenken hin zu einem eigenständigen Europa, das gegenüber Amerika und Russland als gleichwertiger Partner auftritt.

Ulrike Guérot

Ulrike Guérot studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Bonn, Münster und Paris. Sie ist Professorin, Autorin und Aktivistin in den Themenbereichen Europa und Demokratie, mit Stationen in Think Tanks und an Universitäten in Paris, Brüssel, London, Washington, Berlin und Wien. 2014 gründete sie das European Democracy Lab, e.V., eine Denkfabrik zum Neudenken von Europa.

2016 wurde ihr Buch „Warum Europa eine Republik werden muss. Eine politische Utopie" europaweit ein Bestseller. Im Herbst 2021 trat Ulrike Guérot ihre Professur für Europapolitik an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms Universität Bonn an.

Hauke Ritz

Hauke Ritz studierte an der FU und HU Berlin. Nach seiner Dissertation im Fach Philosophie mit dem Schwerpunkt Geschichtsphilosophie wendete er sich verstärkt Fragen der Außenpolitik und Friedensforschung zu. Dabei stand für ihn der Ost-West-Konflikt im Mittelpunkt, dessen Fortbestehen er seit 2008 im Zuge verschiedener Publikationen und seit 2014 durch regelmäßige Russlandreisen erforscht.

Hauke Ritz hat an der Universität Gießen, der MSU und RGGU in Moskau sowie der Universität Belgorod unterrichtet und war zuletzt für den DAAD in Moskau tätig.

https://www.buchkomplizen.de/out/media/vlb_9783864893902_1.pdf

Lieber Leser, liebe Leserin,

in diesem Buch werden Sie mit Blick auf die Entwicklung der Europäischen Union und die vorherrschende Debatte über den Ukraine-Krieg für Sie vielleicht ungewöhnliche Argumente und neue Sichtweisen lesen. (…)

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10. Offener Brief der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Königs Wusterhausen an die Bundesregierung

https://www.unser-stadtplan.de/stadtplan/koenigs-wusterhausen/kartenstartpunkt/stadtplan-koenigs-wusterhausen.map

Königs Wusterhausen ist eine Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg, in der rund 110 000 Menschen leben. Sie liegt im Süden des Berliner Ballungsraums.

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https://www.koenigs-wusterhausen.de/1024101/Offener-Brief-der-SVV-vom-20_10_2022-Usch-1.pdf

Offener Brief der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Königs Wusterhausen an die Bundesregierung

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Scholz, sehr geehrte Ministerinnen, sehr geehrte Minister

als Organ der kommunalen Selbstverwaltung gilt unsere ganze Aufmerksamkeit dem Lebensumfeld unserer Bürgerinnen und Bürger, der Bereitstellung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Infrastruktur

(…)

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine löste nahezu unmittelbar eine Eskalationsspirale aus, die sich immer schneller dreht und droht, zu einer umfassenden globalen Krise zu werden. Völlig anders als bei allen sonstigen Konflikten, gibt es seitens der Bundesregierung keinerlei wahrnehmbares Bemühen um Diplomatie. Allein Waffen und völlig entfesselte Sanktionsmaßnahmen sollen diesmal das alleinige Mittel der Wahl sein. Eine forcierte militärische Aufrüstung geht damit einher. (…)

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11. Zoom-Einladung: Atomwaffenfrei jetzt: Atomwaffen im Kontext des Ukraine-Krieges: »normal« und »einsetzbar«?

Einladung zum Zoom-Themenabend am Freitag, 4. November 2022, 19 Uhr mit Prof. Götz Neuneck (VDW) und Dr. Angelika Claußen (IPPNW) Atomwaffen im Kontext des Ukraine-Krieges: »normal« und »einsetzbar«?

Seit dem 24. Februar 2022 wird vonseiten der Politik und der Medien darüber spekuliert, ob und wie wahrscheinlich es sei, dass Russland im Rahmen seines Angriffskrieges auf die Ukraine Atomwaffen einsetzen würde. Auslöser war folgende Passage in der Begründung des russischen Präsidenten Wladimir Putin für den Überfall:

„Wer auch immer versucht, sich bei uns einzumischen, geschweige denn unser Land und unser Volk zu gefährden, muss wissen, dass die Antwort Russlands sofort erfolgen und zu Konsequenzen führen wird, die Sie in Ihrer Geschichte noch nie erlebt haben. […] Ich hoffe, dass ich gehört werde.“ (zitiert nach Tagesspiegel, 24.2.2022)

Ähnliche Äußerungen folgten seither bei mehreren Gelegenheiten; so drohten der ehemalige Präsident Medwedjew und der tschetschenische Kriegsherr Kadyrow unverhohlen mit dem Einsatz von Atomwaffen.

Der Diskurs in den Medien zeichnet sich vielfach durch eine »Normalisierung« aus.

Die katastrophalen humanitären und Umweltfolgen sowie die Gefahr der Eskalation eines Atomwaffeneinsatzes werden zwar deutlich thematisiert, dennoch wird die militärische Doktrin der nuklearen Abschreckung nicht in Frage gestellt: das heißt, ein Atomwaffenstaat ‑ z.B. Russland bzw. die USA oder die NATO ‑ drohen damit, auf einen gegnerischen Atomwaffeneinsatz sofort mit einem atomaren Gegenschlag zu reagieren.

Die ständige Wiederholung der nuklearen Gedankenspiele führt ihrerseits zu einer Gewöhnung an den Gedanken eines Atomwaffeneinsatzes, der damit denkbarer wird.

Wie können die Menschen, wie können wir mit dieser Situation umgehen? Was könnten Schritte sein, um aus dieser gefährlichen Situation herauszukommen?

Könnten etwa verbindliche Zusagen der Atomwaffenstaaten, diese auf keinen Fall als erste einzusetzen, zumindest zu einer nuklearen Deeskalation führen?

Dazu wollen wir uns an einem Zoom-Themenabend austauschen und konnten für die Diskussion zwei ausgewiesene Expert*innen gewinnen: Dr. Angelika Claußen, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie; Ko-Vorsitzende der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges (IPPNW) Prof. Dr. Götz Neuneck, Physiker, Ko-Vorsitzender & Pugwash-Beauftragter der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. (VDW) Moderation: Regina Hagen, Sprecherin der Kampagne »Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt«

Anmeldung:

Anmeldungen per Mail an: koordination@atomwaffenfrei.jetzt

Betreffzeile mit "Anmeldung Themenabend" genügt.

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12. FI Nottun: Zoom-Video-Vortrag: Jürgen Wagner„Aufmarsch im Indo-Pazifik“

Zoom-Video-Vortrag – Montag, 7. November 2022 - 19.30 – 21.30 Uhr

„Aufmarsch im Indo-Pazifik“

Analysen und Perspektiven von Jürgen Wagner,

Politikwissenschaftler und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.

Nottuln. „Aufmarsch im Indo-Pazifik“. Zu einem Zoom-Vortrag lädt die Friedeninitiative Nottuln e.V. (FI) am Montag, den 7. November 2022 um 19.30 Uhr ein. Der Vortrag wird wieder in der ganzen Bundesrepublik zu sehen sein. Den Zoom-Zugang steht auf der Homepage der FI. Gleichzeitig wird der Vortrag über den Youtube-Kanal der FI gestreamt.

Analysen und Perspektiven für diese gefährliche Region wird Jürgen Wagner vortragen. Wagner ist Politikwissenschaftler und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. und ausgewiesener Experte für diesen Raum. Noch vor kurzem erstellte er dazu eine ausführliche Analyse für den Bundestag.

Der Indo-Pazifik gilt als die Region, die absehbar ein mindestens ebenso großes Eskalationspotential in sich birgt wie es derzeit in der Ukraine zu sehen ist.

Der Vortrag geht ausführlich auf die in diesem Zusammenhang zunehmenden westlich-chinesischen Konflikte ein und beschreibt, wie nicht nur die USA, sondern auch andere EU-Staaten und mittlerweile auch Deutschland damit begonnen haben, ihre militärische Präsenz in der Region auszuweiten und wie auch dies die Kriegsgefahr erhöht.

Jürgen Wagner: „Ein Krieg zwischen den USA und den Verbündeten mit China droht. Und dieser Krieg wird global sein – neben dem Krieg in der Ukraine ein zweiter Brandherd, der für die Welt gefährlich werden kann. Dass auch Deutschland daran beteiligt ist, zeigt die Entwicklung der letzten Wochen.“

Weitere Informationen unter: www.fi-nottuln.de