Liebe Friedensinteressierte,
beiliegend einige Informationen zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien.
1. n tv: Ukraine Ticker
2. DLF: Krieg in der Ukraine - Was auf der Schweizer Konferenz für den Frieden erreicht wurde
3. Wolfram Wette: Der vermeidbare Ukraine-Krieg und die politischen Interessen
4. n tv: Lithium, um Europa zu würgen - In der Ukraine kämpft Russland um Rohstoffe
5. BZ: Blackrock will sein Geld zurück: Ukrainische Oligarchen profitieren von westlicher Hilfe
6. IPG: Wiederaufbau „Made in Ukraine"
7. FAZ: Krieg im Gazastreifen: Guterres warnt vor einer Katastrophe in Nahost
8. Die Zeit: Rafah: Benjamin Netanjahu kündigt baldiges Ende intensiver Kampfphase an
9. LMD: Charlotte Wiedemann: Auf der Suche nach Palästina Gespräche über Zukunftsvisionen und den brutalen Alltag unter der Besatzung
10. IPG: Mehr, Mehr, Mehr - Trotz militärischer Überlegenheit gegenüber Russland herrscht eine Begeisterung für Aufrüstung und Militarisierung. Warum?
11. Friedenskooperative: Veranstaltungsreihe: Combatants for Peace - Dialog statt Waffen
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1. n tv: Ukraine Ticker
26.06.2024
(...)
06:30 Selenskyj feiert Rückkehr von ukrainischen Kriegsgefangenen
Die Ukraine und Russland haben bei einem weiteren Austausch von Kriegsgefangenen jeweils 90 Soldaten wieder in ihre Heimat entlassen. "Unsere Leute sind zu Hause", teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X mit. Es handelt sich demnach um Soldaten verschiedener Einheiten der Streitkräfte.
(...)
02:06 Ein Gespräch - zwei Versionen: US-Verteidigungsminister telefoniert mit Moskauer Amtskollegen
Das Pentagon und das russische Verteidigungsministerium teilen mit, dass US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und der russische Verteidigungsminister Andrej Belousow sich erstmals seit mehr als einem Jahr wieder telefonisch ausgetauscht haben.
(...)
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2. DLF: Krieg in der Ukraine - Was auf der Schweizer Konferenz für den Frieden erreicht wurde
https://www.deutschlandfunk.de/friedenskonferenz-schweiz-ukraine-krieg-100.html
Krieg in der Ukraine Was auf der Schweizer Konferenz für den Frieden erreicht wurde (...)
17.06.2024
(...)
Was sind die Ergebnisse der Konferenz?
Wie im Vorfeld angekündigt, wurde nicht über ein Ende des Krieges verhandelt. In der Abschlusserklärung wird Russland zudem nicht ausdrücklich für seinen Angriff verurteilt. Dennoch verweigerten einige Staaten ihre Unterschrift. Unter den Ländern, die nicht unterzeichneten, sind einige der wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt: Brasilien, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika, Indien und Indonesien.
Diese Länder pflegen weiterhin freundschaftliche Beziehungen zu Russland. Außerdem scherten Armenien, Bahrain, Thailand, Libyen und die Vereinigten Arabischen Emirate, Kolumbien und Vatikan aus. (...)
Doch die Hauptfrage – ob und wann wirkliche Friedensverhandlungen möglich sind – ist nach wie vor offen. Denn es bleibt unklar, ob sich Russland darauf einlassen würde. Die Konferenztage machten deutlich, dass eine echte Friedenskonferenz noch in weiter Ferne liegt.
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siehe auch:
Friedensgipfel Politologe Varwick: „Man kann russische Interessen nicht ignorieren"
Im Ukrainekrieg gebe es faktisch keine Optionen mehr, sagt der Politologe Johannes Varwick.
Man müsse lernen, Russlands strategische Ziele zu lesen und Verhandlungsstrategien entwickeln.
Es werde um schmutzige Kompromisse wie Land gegen Frieden gehen.
Zurheide, Jürgen | 15. Juni 2024, 06:50 Uhr
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3. Wolfram Wette: Der vermeidbare Ukraine-Krieg und die politischen Interessen
https://upgr.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Stellungnahmen/vorg23906Wette-Beitrag.pdf
Wolfram Wette
Der vermeidbare Ukraine-Krieg und die politischen Interessen
Blick in die Zukunft.
Die erneuerte Vision Gemeinsamer Sicherheit Ein halbes Jahrhundert lang, auch in der Zeit des Kalten Krieges, gab es in Europa ein wachsendes Minimum an politischem Vertrauen. Dadurch wurde ein regelbasiertes, am Völkerrecht, an Verträgen und an einem regen Austausch orientiertes Zusammen- leben ermöglicht.
Dieser Vertrauensbasis ist nun durch den russischen Krieg die Grundlage entzogen worden. Vorläufig ist nicht abzusehen, ob und wie neues Vertrauen wieder entstehen und wachsen kann. Ohne ein Minimum an Vertrauen aber hat der Frieden keine Chance.
Wenn wir nach Friedensmöglichkeiten Ausschau halten, sind wir gut beraten, uns an die Vorgeschichte dieses Krieges zu erinnern, in der die USA eine wichtige Rolle spielten, was der breiten Öffentlichkeit weitgehend verborgen blieb. (...)
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4. n tv: Lithium, um Europa zu würgen In der Ukraine kämpft Russland um Rohstoffe
Lithium, um Europa zu würgen In der Ukraine kämpft Russland um Rohstoffe
von Christoph Brumme, Poltawa
23.06.2024, 08:22 Uhr
Im Westen wird der Krieg häufig als Verlustgeschäft für Russland gesehen. Das ist nicht die russische Perspektive. In diesem Krieg geht es um Rohstoffe. Und um die Zukunft: Russland kann der Ukraine mehr rauben, als es im Frieden verlieren würde.
Es bleibt ein Rätsel, weshalb im Westen Russlands ökonomische und materielle Interessen nicht als entscheidender Kriegsgrund erkannt werden. Bevor man über angebliche oder tatsächliche russische Sicherheitsinteressen diskutiert, sollte man sich erst einmal Russlands ökonomische Gewinn- und Verlustrechnung ansehen, um zu verstehen, was da gesichert werden soll.
Russlands wirtschaftliche Verluste durch den Krieg und die Sanktionen des Westens sind einigermaßen bekannt. Sie werden nach Einschätzung von US-Vizepräsidentin Kamala Harris bis 2025 voraussichtlich rund 1,3 Billionen Dollar betragen. Die direkten finanziellen Aufwendungen für die Durchführung der "Spezialoperation" werden derzeit auf etwa 250 Milliarden Dollar geschätzt. Obwohl diese Verluste nicht eingeplant waren, stehen auf Russlands Haben-Seite derzeit aber weit höhere, wenn auch nur vorläufige Zugewinne. (...)
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siehe dazu auch:
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5. BZ: Blackrock will sein Geld zurück: Ukrainische Oligarchen profitieren von westlicher Hilfe
23.6.2024
Blackrock will sein Geld zurück: Ukrainische Oligarchen profitieren von westlicher Hilfe
Investoren haben der Ukraine wegen des Kriegs lange ein Schuldenmoratorium gewährt. Doch die Zeit läuft ab. Kein Problem für die Oligarchen im Land.
De russische Invasion in der Ukraine geht bereits in das dritte Jahr. Nun droht der Ukraine auch noch das Geld auszugehenn der vergangenen Woche sind erneut Gespräche der ukrainischen Regierung mit internationalen Investoren gescheitert, in denen Kiew um eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist und einen teilweisen Schuldenerlass gebeten hat.
Die Gespräche wurden zwischen dem 3. und 14. Juni hinter verschlossenen Türen geführt, wie das ukrainische Finanzministerium diese Woche mitteilte. (...)
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6. IPG: Wiederaufbau „Made in Ukraine"
Europa 24.06.2024
Brian Milakovsky
Brian Milakovsky ist Gastforscher bei der Denkfabrik LSE Ideas. Zuvor arbeitete er von 2015 bis 2022 an humanitären Programmen und in der Entwicklungszusammenarbeit zur wirtschaftlichen Erholung in der Ostukraine und konzentriert sich nun auf den industriellen Wiederaufbau der gesamten Ukraine.
Wiederaufbau „Made in Ukraine"
Ausländische Investitionen reichen nicht, um die Ukraine zu retten. Warum es eine ukrainische Entwicklungsbank braucht.
Investitionen in die ukrainische Produktionswirtschaft tragen entscheidend zur Widerstandsfähigkeit des Landes in Kriegszeiten und zur Nachhaltigkeit seines Wiederaufbaus bei.
Auf der kürzlich in Berlin abgehaltenen Ukraine Recovery Conference erklärte die ukrainische Wirtschaftsministerin Julija Svyrydenko, ihr Land benötige ein jährliches Investitionsvolumen von 10 bis 30 Milliarden Dollar, um das BIP-Wachstum zu erreichen, das nötig ist, um sich von der verheerenden Invasion Russlands zu erholen. (...)
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7. FAZ: Krieg im Gazastreifen: Guterres warnt vor einer Katastrophe in Nahost
Krieg im Gazastreifen: Guterres warnt vor einer Katastrophe in Nahost 22.06.2024, 05:05 Der UN-Chef fordert von Israel und der Hizbullah in Libanon ein Ende der Feindseligkeiten, die Gefahr einer Eskalation sei real. Zugleich beklagt er die „totale Gesetzlosigkeit" in Gaza. Dort gab es abermals Tote. Der Überblick.
UN-Generalsekretär António Guterres hat im Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hizbullah-Miliz in Libanon eindringlich vor einer Katastrophe gewarnt. „Eine unüberlegte Handlung - eine Fehlkalkulation - könnte eine Katastrophe auslösen, die weit über die Grenze hinausgeht und, offen gesagt, die Vorstellungskraft übersteigt", warnte Guterres am Freitag in New York. (...)
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8. Die Zeit: Rafah: Benjamin Netanjahu kündigt baldiges Ende intensiver Kampfphase an
Rafah: Benjamin Netanjahu kündigt baldiges Ende intensiver Kampfphase an Israels Ministerpräsident will einen Teil der Truppen aus Rafah nach Norden verlegen. Das bedeute kein Ende des Krieges. Dieser ende erst, wenn die Hamas besiegt sei.
24. Juni 2024, 8:46 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, als
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat im Gaza-Krieg ein baldiges Ende der intensiven Kampfphase angekündigt. "Die intensive Phase der Kämpfe gegen die Hamas steht kurz vor dem Ende", sagte Netanjahu am Sonntagabend dem israelischen Sender Channel 14. Dies bedeute aber nicht, "dass der Krieg bald zu Ende ist".
Er sei zu einer vorübergehenden Waffenruhe im Gegenzug für die Freilassung einiger Geiseln bereit, sagte Netanjahu. Doch der Krieg ende erst, wenn die islamistische Terrororganisation Hamas den Gazastreifen nicht mehr kontrolliere. (...)
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9. LMD: Charlotte Wiedemann: Auf der Suche nach Palästina Gespräche über Zukunftsvisionen und den brutalen Alltag unter der Besatzung
https://monde-diplomatique.de/artikel/!6015221
13.06.2024 Auf der Suche nach Palästina Gespräche über Zukunftsvisionen und den brutalen Alltag unter der Besatzung
von Charlotte Wiedemann
Erleben wir gerade den entscheidenden Moment der jüngeren Geschichte Palästinas? So ist es allenthalben zu hören, in einem Ton, so düster wie hell, ein Doppelklang von Desaster und Triumph. Nie war das Leid nach 1948 so bitter, die Gefahr völliger Vertreibung so groß. Zugleich dieser weltweite Echoraum der Solidarität, vibrierend von Siegesgewissheit: Palestine will be free.
Wo aber ist dieses Palästina, wenn es denn nicht nur eine Metapher sein soll, nicht nur Symbol der Sehnsucht nach globaler Gerechtigkeit, sondern ein reales Land für reale Menschen – und was definiert deren Freiheit? (...)
Charlotte Wiedemann ist Journalistin und Autorin.
Zuletzt erschien: „Den Schmerz der Anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis", Berlin (Propyläen) 2022.
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10. IPG: Mehr, Mehr, Mehr Trotz militärischer Überlegenheit gegenüber Russland herrscht eine Begeisterung für Aufrüstung und Militarisierung. Warum?
Ernst Hillebrand Dr. Ernst Hillebrand ist Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest. Zuvor war er Referatsleiter der Internationalen Politikanalyse, des Referats für Mittel- und Osteuropa sowie Leiter der Büros in Warschau, Paris, London und Rom.
Außen- und Sicherheitspolitik 25.06.2024 |
Mehr, Mehr, Mehr
Trotz militärischer Überlegenheit gegenüber Russland herrscht eine Begeisterung für Aufrüstung und Militarisierung. Warum?
Eine seltsame Begeisterung für das Militärische hat dieses Land ergriffen und vor allem seinen politischen Betrieb. Der Berliner „Blob", wie Hans Kundnani den wissenschaftlich-medial-politischen Hauptstadtkomplex vor kurzem nannte, kennt derzeit mehrheitlich nur eine Message: mehr Waffen, mehr Soldaten, mehr Geld für Rüstung. Stellt man dies nicht bereit, „kommt der Russe".
Für an Fakten und Zahlen orientierte Staatsbürger sind diese Forderungen nicht ganz einfach zu verstehen. Egal welchen Indikator man sich anschaut, man kommt immer zu demselben Ergebnis: Die NATO ist Russland um ein Vielfaches überlegen. Vor allem die Forderung nach mehr Geld erscheint grotesk:
Die kombinierten Rüstungsausgaben der NATO-Mitgliedstaaten überstiegen 2023 – einem Jahr, in dem Russland sich mitten in einem massiven konventionellen Krieg befand – die Russlands um knapp das Dreizehnfache: Fast 1,3 Billionen US-Dollar für die NATO stehen circa 110 Milliarden Dollar für Russland gegenüber. (...)
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11. Friedenskooperative: Veranstaltungsreihe: Combatants for Peace - Dialog statt Waffen
Die Friedensaktivisten Osama Illiwat und Rotem Levin der israelisch-palästinensischen Organisation "Combatants for Peace" berichten auf ihrer Vortragsreise durch Deutschland wieder von ihrer persönlichen Entwicklung und ihrem gemeinsamen gewaltfreien Einsatz für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina.
Die Vortragsreihe von Ende Juni bis Ende Juli 2024 ist die Fortsetzung der Termine von Anfang 2024.
Veranstaltungsreihe: Combatants for Peace - Dialog statt Waffen
Terminübersicht:
26.06.2024, Berlin 28.06.2024, Berlin 29.06.2024, Berlin 01.07.2024, Hamburg 02.07.2024, Tüttendorf 03.07.2024, Heide 04.07.2024, Köln 05.07.2024, Bonn 06.07.2024, Dortmund 07.07.2024, Bremen 08.07.2024, Bremen 09.07.2024, Hamburg 10.07.2024, Celle 11.07.2024, Frankfurt 12.07.2024, Bamberg 13.07.2024, München 15.07.2024, Landau 16.07.2024, Ludwigsburg 17.07.2024, Hirsau 18.07.2024, Esslingen 19.-21.07.2024, Reutlingen 22.07.2024, Tübingen 23.07.2024, Öhringen 24.07.2024, Stuttgart