Neue Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland

Gespeichert von Helmut Brinkma… am

 

Liebe Friedensinteressierte,

nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland - auch heute mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.

1. Ukraine-Krieg im Liveticker 

2. Focus: Gabor Steingart: Westen führt Selbstgespräche: Die 6 wichtigsten Lehren aus dem Berlin-Gipfel 

3. Berl. Z.: Offener Brief von Jeffrey Sachs: „Lernen Sie Geschichte, Herr Bundeskanzler!" 

4. Berl. Z.: Peter-Alexis Albrecht: Die Chance auf Frieden nutzen 

5. Tagesspiegel: Warum fliehen derzeit so viele ukrainische Soldaten aus der Armee? 

6. FR: Brisanter Bericht: NATO-Land sieht Trumps USA als Risiko 

7. IPG: Helmut W. Ganser: Europa, bleib nüchtern! Wie die Europäer auf Trumps neue Sicherheitsstrategie reagieren sollten.

8. IPG: Merz' erster Besuch bei Netanjahu steht für Zögern. So verspielt der Kanzler eine wichtige Chance auf glaubwürdige Israel-Politik. Völkerrecht adé 

9. FR: Eva Menasse fragt – Wer ist es wirklich, der nicht diskutieren will?

10. paxchristi: Nein zum Operationsplan Deutschland und zur Instrumentalisierung der Kirchen 

11. IPG: Diebstahl an der Zukunft. Gefährlich und kurzsichtig: Warum die Militarisierung Deutschlands keine industriepolitische Lösung ist. 

12. BSV: Wehrhaft ohne Waffen

13. ZDF: Die Anstalt: Weihnachten, aber normal

14. paxchristi: Auf den Spuren von Jesus von Nazareth - pax christi ruft zu einem Weihnachtsfrieden im Krieg in der Ukraine auf

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1. Ukraine-Krieg im Liveticker 

https://www.n-tv.de/politik/13-02-Von-der-Leyen-mahnt-vor-EU-Gipfel-Muessen-uns-Realitaet-stellen-article23143824.html

Ukraine-Krieg im Liveticker 17.12.2025

13:18 Putin: Moskaus Ziele in der Ukraine werden "mit Sicherheit" erreicht Russlands Präsident Wladimir Putin zeigt sich entschlossen, Moskaus Ziele in der Ukraine durchzusetzen. "Die Ziele der militärischen Spezialoperation werden mit Sicherheit erreicht", sagt Putin vor Vertretern des Verteidigungsministeriums in Moskau. Dabei bezieht er sich insbesondere auf Russlands Gebietsansprüche in der Ukraine. (...)

(...)

11:44 Kreml: Ausländische Soldaten in Ukraine Gegenstand von Verhandlungen Der Kreml sieht eine Stationierung ausländischer Truppen in der Ukraine als Gegenstand von Verhandlungen. Die russische Position zur Stationierung sei bekannt, betont Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Aber noch mal, das ist Thema der Verhandlungen", fügt er hinzu. Er lässt offen, welche Verhandlungen gemeint seien und sagt dabei nicht, dass Russland bereit sei, über Truppen aus Nato-Staaten zu sprechen. (...)

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2. Focus: Gabor Steingart: Westen führt Selbstgespräche: Die 6 wichtigsten Lehren aus dem Berlin-Gipfel

https://www.focus.de/politik/deutschland/die-6-wichtigsten-lehren-aus-den-ukraine-friedensverhandlungen_83221d4e-cb77-4fdb-a03b-d5b9073c7645.html

Gastkommentar von Gabor Steingart Westen führt Selbstgespräche: Die 6 wichtigsten Lehren aus dem Berlin-Gipfel Dienstag, 16.12.2025, 10:05

Die europäischen Regierungschefs um Friedrich Merz sowie Donald Trump feiern sich für die Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg. Dabei saß Russland gar nicht mit am Tisch. So hätte der Gipfel in Berlin besser laufen können.

Wahrheit gibt es nur zu zweien – es sei denn, man lädt den Andersdenkenden gar nicht erst ein. Unter dieser Prämisse konnte heute Nacht über dem Kanzleramt "ein Zeichen der Hoffnung" ("FAZ") ausgemacht werden. Denn, so die "Süddeutsche": "Europa steht an der Seite der Ukraine." (...)

Fazit: Wer die heutigen Zeitungsseiten liest, die unisono die angebliche Geschlossenheit Europas bejubeln, könnte meinen, die Presse in Deutschland sei verstaatlicht worden. Eine mehrschichtige Wirklichkeit wird in die regierungsfreundliche Eindimensionalität gezwungen. Die unbequeme Wahrheit: Kerneuropa und Trump haben bisher keine Friedensverhandlungen geführt, sondern Selbstgespräche.

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3. Berl. Z.: Offener Brief von Jeffrey Sachs: „Lernen Sie Geschichte, Herr Bundeskanzler!"

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/offener-brief-von-jeffrey-sachs-lernen-sie-geschichte-herr-bundeskanzler-li.10010628

Dokumentation Offener Brief von Jeffrey Sachs: „Lernen Sie Geschichte, Herr Bundeskanzler!"

Der amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs zeigt Friedrich Merz Wege auf,

wie Diplomatie den Krieg in der Ukraine beenden könnte. Der Brief im Wortlaut.

Jeffrey D. Sachs

17.12.2025 17.12.2025, 13:03 Uhr

Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

Sicherheit ist unteilbar – und Geschichte zählt

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,

Sie haben wiederholt von Deutschlands Verantwortung für die europäische Sicherheit gesprochen. Diese Verantwortung lässt sich nicht durch Parolen, selektive Erinnerung oder die Normalisierung von Kriegsrhetorik ersetzen. Sicherheitsgarantien sind keine Einbahnstraßen.

Sie wirken in beide Richtungen. Dies ist weder ein russisches noch ein amerikanisches Argument; es ist ein Grundprinzip der europäischen Sicherheit, das explizit in der Schlussakte von Helsinki, dem OSZE-Rahmen und jahrzehntelanger Nachkriegsdiplomatie verankert ist.

Deutschland ist verpflichtet, diesem Moment mit historischem Ernst und Ehrlichkeit zu begegnen. In dieser Hinsicht bleibt Ihre jüngste Rhetorik gefährlich hinter den Erwartungen zurück. (...)

Mit freundlichen Grüßen,

Jeffrey D. Sachs Universitätsprofessor, Columbia University

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4. Berl. Z.: Peter-Alexis Albrecht: Die Chance auf Frieden nutzen

https://epaper.berliner-zeitung.de/article/c3dc962700ff859f335c4396de994da17afce91ceb5c510892c92d087e18f424

Mittwoch, 10. Dezember 2025, Berliner Zeitung

Die Chance auf Frieden nutzen

Der Ukraine-Konflikt kann nur enden, wenn man die Vergangenheit versteht und die Schlüsse daraus umsetzt.

Ein Gastbeitrag Peter-Alexis Albrecht

In drei zeitlichen Schritten beschreibt der Jurist Peter-Alexis Albrecht einen möglichen Weg zu einer Friedenslösung in der Ukraine. Zuletzt war von ihm und Herwig Roggemann das Buch „Die Ukraine im zerstörerischen Zugriff globaler Machtpolitik. Erfahrungen, Analysen, Aufklärung und Hoffnung" erschienen.

Die Vergangenheit: Erosionen des Vertrauens statt konstruktivem Miteinander

Bis 1990 war die Ukraine integraler Bestandteil der Sowjetunion, politisch, militärisch und ökonomisch. Wichtige Industrie- und Wirtschaftsmetropolen lagen auf ihrem Territorium, eingebettet in die arbeitsteilige Struktur der sowjetischen Planwirtschaft.

Der Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums um 1990 ist global nie hinreichend aufgearbeitet worden. Er führte nur zu scheinbaren Siegern und faktischen Verlierern. Eine für Ost und West gebotene gemeinsame Sicherheitsordnung erstickte im Dominanzstreben um militärisch abgesicherten ökonomischen Machtzuwachs des Westens. (...)

Peter-Alexis Albrecht hatte bis zu seiner Emeritierung 2011 am Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main die Professur für Kriminologie und Strafrecht inne.

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5. Tagesspiegel: Warum fliehen derzeit so viele ukrainische Soldaten aus der Armee? 

https://www.tagesspiegel.de/internationales/die-meisten-machen-sich-nach-der-ausbildung-aus-dem-staub-warum-fliehen-derzeit-so-viele-ukrainische-soldaten-aus-der-armee-15031622.html „Machen sich nach der Ausbildung aus dem Staub": Warum fliehen derzeit so viele ukrainische Soldaten aus der Armee? Zunehmende Ausreisen junger Ukrainer machten zuletzt Schlagzeilen. Doch das Problem der Desertionen ist größer – offenbar sogar im Vergleich zu Russland. Ein Blick auf Zahlen und Ursachen.

Von Tobias Mayer Stand: 11.12.2025, 10:57 Uhr

Junge ukrainische Männer verlassen in Scharen ihr Land. Das ist nachvollziehbar, denn ab 25 Jahren kann man in der Ukraine zum Kriegsdienst verpflichtet werden. Wer eingezogen wird, muss schlimmstenfalls mit Tod oder Verwundung rechnen; in jedem Fall aber wird der Krieg an Körper und Seele seine Spuren hinterlassen.

Dieser Tage mag der lebensgefährliche Fronteinsatz in den Augen vieler Männer sogar noch sinnloser wirken, da ein durch Russland und die USA aufgezwungener Waffenstillstand droht. (...)

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6. FR: Brisanter Bericht: NATO-Land sieht Trumps USA als Risiko

https://www.fr.de/politik/brisanter-bericht-nato-land-daenemark-sieht-trumps-usa-als-risiko-zr-94078445.html Brisanter Bericht: NATO-Land sieht Trumps USA als Risiko

Stand: 11.12.2025, 05:54 Uhr Die USA nutzen ihre Stärke als Machtmittel gegen Partner. Es gibt Unsicherheit über die Rolle als Garant europäischer Sicherheit. Das ist beispiellos.

Kopenhagen – Der NATO-Verbündete Dänemark hat in einem jährlichen Risikobericht, der am Mittwoch vom dänischen Verteidigungsnachrichtendienst veröffentlicht wurde, erstmals die Vereinigten Staaten als eine der Sicherheitsbedrohungen benannt, mit denen das Land konfrontiert ist.

In dem Bericht heißt es, dass die USA „ihre wirtschaftliche und technologische Stärke nun als Machtmittel einsetzen, auch gegenüber Verbündeten und Partnern", und dass es „Unsicherheit über die Rolle der USA als Garant der europäischen Sicherheit" gebe. (...)

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7. IPG: Helmut W. Ganser: Europa, bleib nüchtern! Wie die Europäer auf Trumps neue Sicherheitsstrategie reagieren sollten.

https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/europa-bleib-nuechtern-8750/?utm_campaign=de_40_20251216&utm_medium=email&utm_source=newsletter

Außen- und Sicherheitspolitik 15.12.2025 | Helmut W. Ganser Europa, bleib nüchtern! Wie die Europäer auf Trumps neue Sicherheitsstrategie reagieren sollten.

In der deutschen Debatte über die Konsequenzen der Nationalen Sicherheitsstrategie Trumps ist viel Panik verbreitet worden. Auch weil die Relevanz solcher Grundlagendokumente überschätzt wird.

Nationale wie multilaterale sicherheitspolitische Konzeptionen haben eine Doppelfunktion. Sie sind Mittel der Selbstvergewisserung über den bereits eingeschlagenen Weg und senden zugleich außenpolitische Botschaften.

Meist zeichnen sie jedoch lediglich das nach, was seit einiger Zeit bereits gedacht und getan wird. Die Praxis geht dabei oft der Theorie und Konzeptualisierung voraus. (...)

Helmut W. Ganser, Hamburg

Helmut W. Ganser, Brigadegeneral a.D., war Stellvertretender Leiter der Stabsabteilung Militärpolitik im Verteidigungsministerium, Strategie-Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr und militärpolitischer Berater bei der NATO und bei der UN.

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8. IPG: Merz' erster Besuch bei Netanjahu steht für Zögern. So verspielt der Kanzler eine wichtige Chance auf glaubwürdige Israel-Politik. Völkerrecht adé

https://www.ipg-journal.de/rubriken/aussen-und-sicherheitspolitik/artikel/voelkerrecht-ade-8743/?utm_campaign=de_40_20251211&utm_medium=email&utm_source=newsletter

Außen- und Sicherheitspolitik 11.12.2025 | Yoav Shemer-Kunz Merz' erster Besuch bei Netanjahu steht für Zögern. So verspielt der Kanzler eine wichtige Chance auf glaubwürdige Israel-Politik. Völkerrecht adé Dr. Yoav Shemer-Kunz ist Politikwissenschaftler an der Universität von Straßburg und EU Advocacy Officer bei B'Tselem – The Israeli Information Center for Human Rights in the Occupied Territories.

Der erste offizielle Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Israel hätte ein klares Zeichen für Deutschlands prinzipientreue Führungsrolle in einer Zeit setzen sollen, in der internationale Normen stark unter Druck stehen.

Stattdessen offenbarte der Besuch eine beunruhigende Kluft zwischen Deutschlands erklärten Verpflichtungen zu Menschenrechten und Völkerrecht auf der einen Seite und seiner Politik gegenüber der offensichtlichen Verletzung dieser Prinzipien durch die israelische Regierung auf der anderen Seite. (...)

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9. FR: Eva Menasse fragt – Wer ist es wirklich, der nicht diskutieren will?

https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/eva-menasse-fragt-wer-ist-es-wirklich-der-nicht-diskutieren-will-94083323.html

Eva Menasse fragt – Wer ist es wirklich, der nicht diskutieren will? 14.12.2025, 16:12 Uhr Gesellschaftliche Toleranz und Liberalität nehmen ab, Angriffe zu.

Über die inflationäre Verwendung des A-Vorwurfs.

Von Eva Menasse

14.12.2025, 16:12 Uhr

In Deutschland hängt eine Schallplatte fest, seit vielen Jahren. Aber niemand tritt dagegen, um die arme Nadel zu befreien. Die grässlichen Geräusche halten an, die ständig das A-Wort, einen der schlimmsten Vorwürfe hierzulande, kreischen, gegen vormals unverdächtige Menschen.

Die galoppierende Inflation, mit der es inzwischen in der Manier „jeder gegen jeden" verteilt wird, nimmt ihm dabei nichts von seinem Schrecken. Das ist schon gruselig, denn es scheint um kaum etwas anderes mehr zu gehen, in einer medialen Massenhysterie.

Zuletzt spuckte der kaputte Apparat das A-Wort zusammen mit dem Namen Sophie von der Tann aus, die seit Jahren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus der Konfliktregion Israel-Palästina berichtet. (...)

Die Autorin

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, ist eine vielfach ausgezeichnete Essayistin und Schriftstellerin, unter anderem hat sie die Romane „Vienna" und „Dunkelblum" vorgelegt. In diesem Jahr erhielt sie den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln.

Sprecherin des neugegründeten PEN Berlin war sie bis November 2024, zusammen mit Deniz Yücel.

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siehe auch:

https://www.arte.tv/de/videos/125537-000-A/disunited-nations-die-uno-und-der-nahe-osten/

Disunited Nations - Die UNO und der Nahe Osten

2025 feiert die UNO ihr 80-jähriges Bestehen – doch statt Jubel herrscht Ernüchterung.

Die Weltorganisation steht im Nahen Osten vor einer ihrer schwersten

Bewährungsproben und Francesca Albanese, die

UN-Sonderberichterstatterin für die Palästinensischen Gebiete,

befindet sich wegen ihrer Vorwürfe des Völkermords in Gaza, im

Kreuzfeuer der Kritik.

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10. paxchristi: Nein zum Operationsplan Deutschland und zur Instrumentalisierung der Kirchen

https://www.paxchristi.de/meldungen/view/5246544565501952/Nein%20zum%20Operationsplan%20Deutschland

Nein zum Operationsplan Deutschland und zur Instrumentalisierung der Kirchen

16. Dez 2025

Kommission Friedenspolitik: "Wir widersetzen uns einem Aufrüstungsimperativ"

Die pax christi-Kommission Friedenspolitik widerspricht dem

sogenannten „Operationsplan Deutschland", der die innere Aufrüstung

gegen eine Bedrohung seitens Russlands und Chinas propagiert.

Der Operationsplan Deutschland ist Teil der immensen militärischen

Aufrüstung in der Folge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine

von 2022. Wesentlicher Teil des Operationsplans wird das am 10.09.2025

vom Bundeskabinett beschlossene „Dachgesetz zur kritischen

Infrastruktur", kurz „KRITIS", sein. Dieses soll die EU-Richtlinie

2022/2557 „CER" umsetzen.

Das „Grünbuch ZMZ (Zivil-Militärische Zusammenarbeit) 4.0" des

„Zukunftsforums Öffentliche Sicherheit", einer Fachgruppierung von

Mitgliedern des Deutschen Bundestags, lässt Rückschlüsse zu auf die

Inhalte des nach wie vor geheimen Operationsplans Deutschland mit

inakzeptablen Zumutungen.

Während das Grünbuch ZMZ 3.0 noch die Hilfe bei Umweltkatastrophen als

Schwerpunkt hatte, geht es beim Grünbuch ZMZ 4.0 um konkrete

Kriegsvorbereitung. Es soll eine schnelle, ungehinderte

Truppenverlegung von West nach Ost (!) ermöglicht werden.

Einseitige „Szenarien" propagieren Feindbilder. Wie beim geplanten

„Gesundheitssicherstellungsgesetz" soll militärischen Kriterien bei

der Frage, wer medizinisch behandelt wird (Triage), Vorzug gegeben

werden.

Die früher, u. a. im Zusammenhang mit dem

EU-Verfassungsvertragsentwurf von 2005, von der Friedensbewegung und

insb. auch von der pax christi-Kommission Friedenspolitik vehement

kritisierte Ausweitung der Zivilen Agenda auf militärische

Komponenten, hat sich ins Gegenteil verkehrt: Heute greift das

Militärische ganz unverhohlen nach dem Zivilen.

Wir widersetzen uns einem Aufrüstungsimperativ, der versucht, Felder

der Zivilgesellschaft zu besetzen, sowie im „Rahmenkonzept Seelsorge

und Akutintervention im Spannungs- und Bündnisfall" sogar die

kirchliche Seelsorge zu instrumentalisieren und dem Militärischen

unterzuordnen.

In der Wortwahl des Titels des auch als „Geistlicher Operationsplan

Deutschland" bezeichneten Rahmenkonzepts verrät sich übrigens deutlich

die Herleitung aus den Notstandsgesetzen von 1968, die auch nach mehr

als 50 Jahren wie ein Fremdkörper im Grundgesetz stehen.

Gemäß Grundgesetz ist jeglicher Einsatz der Bundeswehr im Innern

abzulehnen. Katastrophenschutz lässt sich in bewährter Weise zwischen

Feuerwehr, THW und Polizei koordinieren. Die Verletzlichkeit unserer

Gesellschaften im Bereich der Mobilität, Energieversorgung,

Kommunikation bis zu Geldtransfers, stellt zugegeben eine große

Herausforderung dar. Dieser zu begegnen ist jedoch Aufgabe von Polizei

und Zivilschutz und nicht einer Armee.

Das Bedrohungsszenario, das eine NATO-Politik der Stärke und der

Abschreckung legitimieren soll, verkennt den Ernst der globalen

ökologischen Lage. Sie spielt „russisches Roulette" im Blick auf ein

NATO-Übergewicht des Schreckens, verdeckt die ökonomischen

Herrschafts- und Besitzverhältnisse und macht sich zum Büttel von

Profitinteressen von Rüstungskonzernen und Tech-Milliardären, die

ganze Staaten und Staatenbünde vor sich hertreiben.

Das gängige Bedrohungsszenario ist im Verlauf einer

Eskalationsgeschichte entstanden, an der die NATO auch ihren Anteil

hat. Wir müssen es so klar sagen: Ohne eine Politik des

Interessensausgleichs, von Rüstungskontrollvereinbarungen unter dem

Dach der UN und gemeinsamer Sicherheit mit Russland bzw. China wird es

keine nennenswerte Zukunft in Deutschland, Europa und der Welt geben.

Wir erinnern an die Synode in Görlitz, die 1987 bekannte: „Im Gehorsam

gegen den dreieinigen Gott haben wir unsere Absage an Geist, Logik und

Praxis der Abschreckung ausgesprochen. Denn der Geist der Abschreckung

steht im Widerspruch zum Geist Gottes.

Die Logik der Abschreckung steht im Widerspruch zum Versöhnungshandeln

Christi. Sie zwingt trotz aller ethischen Proteste und vernünftigen

Einsichten zum Wettrüsten. Weil wir Christus nachfolgen, widersprechen

wir der Logik der Abschreckung. Wir bitten, dass Christus uns auf

seinen Weg führt.

Die Praxis der Abschreckung steht im Widerspruch zur Gerechtigkeit

Gottes:

- Sie führt zu einer Militarisierung des Lebens und Denkens.

- Sie vergeudet die materiellen und geistigen Schätze der Menschheit.

Für friedens- statt sicherheitslogisches Handeln ist uns das von Michail

Gorbatschow 1990 beworbene „Gemeinsame Haus Europa" Leitbild. Mit

Gewaltfreiheit, Versöhnungsbereitschaft und Entspannungswillen bedarf

es eines erneuerten OSZE-Prozesses, damit Geist, Logik und Praxis der

Abschreckung zugunsten kollektiver (gemeinsamer) Sicherheit überwunden

werden.

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11. IPG: Diebstahl an der Zukunft. Gefährlich und kurzsichtig: Warum die Militarisierung Deutschlands keine industriepolitische Lösung ist.

https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/diebstahl-an-der-zukunft-8751/?utm_campaign=de_40_20251216&utm_medium=email&utm_source=newsletter

Wirtschaft und Ökologie 16.12.2025 | Julian Rossmann Diebstahl an der Zukunft Gefährlich und kurzsichtig: Warum die Militarisierung Deutschlands keine industriepolitische Lösung ist. Der US-Präsident Eisenhower warnte bereits 1953 vor den Kosten der Aufrüstung. „Jede hergestellte Waffe, jedes vom Stapel gelassene Kriegsschiff, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an jenen, die hungern und nicht gespeist werden, an jenen, die frieren und nicht gekleidet werden."

In der aktuellen politischen Debatte werden steigende Ausgaben für die Verteidigung bisweilen als „industriepolitische Chance" und Rüstungsinvestitionen als Wachstumsmotor verkauft. Ist das die Zukunftsagenda, die uns aus der Krise retten soll?

Die Transformation unseres Wirtschaftssystems in eine Art Kriegswirtschaft wird weder die deutsche Industrie nachhaltig beleben noch die eigentlichen Ursachen der industriellen Krise lösen. (...)

Julian Rossmann Brüssel

Julian Rossmann hat Politikwissenschaften an der Universität Wien studiert. Derzeit arbeitet er im EU-Büro der FES in Brüssel. Politisch aktiv ist er bei der Federation of Young European Greens.

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siehe auch:

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/ezb-aufruestung-kaum-wachstum-li.10010410 EU-Verteidigungspolitik EZB zerlegt EU-Narrativ: Aufrüstung bringt kaum Wachstum

Auf Anfrage des BSW-Europaabgeordneten Fabio De Masi warnt EZB-Chefin

Christine Lagarde vor den wirtschaftlichen Risiken der Aufrüstung.

16.12.2025

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12. BSV: Wehrhaft ohne Waffen

https://soziale-verteidigung.de/wehrhaft-ohne-waffen/

Wehrhaft ohne Waffen Die Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen" ist ein offenes, parteipolitisch, weltanschaulich und konfessionell unabhängiges Netzwerk von Einzelpersonen und Organisationen in Deutschland, die das Handlungskonzept Soziale Verteidigung als Anwendungsfall der Gewaltfreien Aktion bzw. des Zivilen Widerstands in besonderen Bedrohungslagen verstehen.

Soziale Verteidigung arbeitet mit der Kraft der aktiven Gewaltfreiheit und gehört zum breiten Repertoire der Zivilen Konflikttransformation mit dem großen Ziel, Gewalt durch friedenslogisches Vorgehen zu überwinden. Sie will

Die wechselseitige Vernetzung der Mitglieder der Kampagne fördern, u. a. durch Zusammenarbeit nach innen und außen sowie durch gegenseitige fachliche Beratung und Unterstützung,

In der Öffentlichkeit den Kenntnisstand über die Notwendigkeit und die Möglichkeiten Sozialer Verteidigung erhöhen und die gesellschaftliche Basis für die Umsetzung und Weiterentwicklung Sozialer Verteidigung in Deutschland verbreitern und

In gesellschaftlichen und politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen für die Soziale Verteidigung und ihren Vorrang, eine Stärkung ihrer Potenziale sowie ihre Ausstattung mit Ressourcen eintreten sowie die Verankerung der Sozialen Verteidigung fördern.

Derzeit bestehende Arbeitsgruppen arbeiten leidenschaftlich an den Modellregionen (Wendland, Oberrhein und Berlin-Moabit), Konzepten der Bildungsarbeit und manchem mehr.

Gerne möchten wir Euch alle einladen, die Kampagne in Euren Netzwerken und an Orten, an denen ihr unterwegs seid, bekannter zu machen und Menschen zu einem Austausch einzuladen. Dafür ist die Kampagne hauptsächlich per E-Mail an info@wehrhaftohnewaffen.de zu erreichen.

Die Kampagne hat auch eine eigene Webseite: https://wehrhaftohnewaffen.de/

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13. ZDF: Die Anstalt: Weihnachten, aber normal

https://www.zdf.de/play/shows/die-anstalt-104/die-anstalt-vom-16-dezember-2025-100 Weihnachten, aber normal

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14. paxchristi: Auf den Spuren von Jesus von Nazareth

pax christi ruft zu einem Weihnachtsfrieden im Krieg in der Ukraine auf

https://www.paxchristi.de/meldungen/view/6393012131201024/Auf%20den%20Spuren%20von%20Jesus%20von%20Nazareth

 

Auf den Spuren von Jesus von Nazareth

17.12.2025

pax christi ruft zu einem Weihnachtsfrieden im Krieg in der Ukraine auf

 

Papst Benedikt XV schlug im Dezember 1914 die Vereinbarung eines

Weihnachtsfriedens vor. Die verantwortlichen Regierungen und

Waffenschmieden der damaligen Zeit lehnten ab.

Es lag nicht in ihrem Interesse. Nicht so die einfachen Soldaten: Sie

taten das scheinbar Selbstverständliche, das in der Luft lag und für

kurze Zeit in den Zeitungen diskutiert wurde: Sie fraternisierten an

vielen Stellen in sechsstelliger Zahl für einige wenige Tage.

In vielen Erzählungen und Erinnerungen lebt dieses Ereignis weiter.

Auch dass nur einer von sechs Soldaten im Krieg wirklich auf seine

Gegner schießt, weil alle anderen es nicht übers Herz bringen, zeigt

etwas von der Unnatürlichkeit von Kriegen, die, wie Papst Franziskus

immer wieder betonte, stets eine Niederlage für die Menschheit darstellen.

Die temporäre Waffenruhe von 1914 blieb ohne disziplinarische

Konsequenzen, es sollte kein Aufheben davon gemacht werden, da ohnehin

schon genug davon in die Öffentlichkeit gedrungen war. Der Vorfall

wiederholte sich allerdings nicht mehr in den folgenden, noch nahezu

vier schrecklichen Jahren.

Mehr als hundert Jahre nach den Friedensbemühungen des damaligen

Papstes ähnelt der fortdauernde Wahnsinn des Kriegs in der Ukraine dem

Ersten Weltkrieg in vielem und inzwischen auch in der Dauer.

Deshalb appelliert die deutsche Sektion der Internationalen

Katholische Friedensbewegung pax christi heute im Dezember 2025 an die

russische Militärführung und alle, die auf die Kriegsführung der

Ukraine Einfluss nehmen können, in einer Phase des Kriegs, in der es

zu vermehrten Sondierungen für ein Ende der Kampfhandlungen kommt,

einen Weihnachtsfrieden vom 24. Dezember bis 6. Januar zu praktizieren.

An Weihnachten 1914 waren die Zerstörungen in Nordfrankreich und auch

in der Ukraine noch zu übersehen. Heute liegen in der Ukraine die das

ganze Land überziehenden Kriegsfolgen offen zutage, der

waffentechnische Modernisierungssprung namentlich im Drohnenkrieg

offenbart sich in aller Brutalität.

Umso mehr sollte ein Appell an die in den einfachen Menschen immer

erreichbare Bereitschaft zum Innehalten entlang der

friedensbringenden, menschenfreundlichen Tradition des Weihnachts- und

Geburtsfestes Jesu Christi seine Wirkung tun und die laufenden

Friedensgespräche unterstützen. Die beiden christlich geprägten Völker

sollten nach einer Waffenruhe den Krieg im Neuen Jahr gleich gar nicht

mehr aufnehmen.

Fordern und tun wir das Selbstverständliche und zugleich Subversive,

dem die einfachen Leute immer schon am nächsten standen, dem die

Medienschaffenden und die am Krieg Verdienenden diesseits und jenseits

des Atlantik allerdings viel zu wenig ihre Aufmerksamkeit zukommen

lassen möchten: Selig die Friedensstiftenden, die reinen Herzens sind!

pax christi, Geschäftsführender Vorstand