Aktionstage in Büchel zum Hiroshima- und Nagasaki-Gedenken Ich will nicht – Du sollst nicht Atombombenopfer sein

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Vom 6. bis 9. August finden am Atomwaffenstandort Büchel Aktionstage zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki statt.

Die Friedensgruppe der Quäker, die Versöhnungsbundgruppe Cochem/Zell sowie Teilnehmende der Internationalen Fastenkampagne setzen mit Mahnwachen, Gehmeditationen und einem 24-Stunden-Dauergebet Zeichen gegen Atomwaffen und für globale Abrüstung.

Am 6. August 1945 zerstörte die erste Atombombe die Stadt Hiroshima, drei Tage später folgte Nagasaki. Hunderttausende Menschen starben sofort oder an den Folgen der Strahlung. Die ökologischen und gesundheitlichen Schäden wirken bis heute –
ebenso an Orten, an denen Atomwaffen getestet oder produziert wurden.

Trotz dieser historischen Katastrophen drohen führende Politiker der Atommächte weiterhin mit dem Einsatz nuklearer Waffen. In Deutschland werden sogar Stimmen laut, die einen „europäischen“ oder „deutschen atomaren Schutzschirm“ fordern. 

Die Friedensgruppen in Büchel halten dem entgegen: Der einzige Schutz vor Atomwaffen besteht darin, sie vollständig abzuschaffen.

Ablauf der Aktionstage

Donnerstag, 6. August – Hiroshima-Tag

8:15 Uhr – Mahnwache auf der Friedenswiese am Fliegerhorst Büchel mit Läuten der Friedensglocke
17:30 Uhr bis 19:00 Uhr – Online-Beteiligung an der Veranstaltung „Laternen für Frieden – Von Hiroshima an die Welt“, die in Brüssel von Pax Christi International und dem Quaker Council for European Affairs (QCEA) veranstaltet wird. 

Mehr dazu hier: https://www.qcea.org/events/lanterns-for-peace-from-hiroshima-to-the-world/

Freitag, 7. August

16:40 Uhr – Friedensgebet auf der Friedenswiese

Samstag, 8. August – Beginn des Dauergebets

11:00 Uhr – Start des 24 Stunden Dauergebets an der Einfahrt zum Fliegerhorst, mit Impulsen zum Thema „Biblische und heutige Propheten“

Sonntag, 9. August – Nagasaki-Gedenken

11:02 Uhr – Abschluss des Dauergebets und Gedenkzeit zur Zerstörung Nagasakis. Anschließend gemeinsames Fastenbrechen.

Mit weißen Fahnen und T-Shirts mit dem Slogan „Ich will nicht – Du sollst nicht Atombombenopfer sein“ werden die Aktionsteilnehmer tagsüber durch Cochem ziehen.

Zitate der Veranstalter:

Klaus Mayer, Quäker

„Aufrüstung führt früher oder später zu Krieg. Wir stehen in Büchel, weil wir überzeugt sind: Sicherheit entsteht nicht durch immer neue atomare Drohkulissen, sondern durch Abrüstung, Dialog und internationale Verträge.“

Elke Koller, Versöhnungsbundgruppe Cochem/Zell

„Die Atomwaffen vor meiner Haustür schützen niemanden. Sie machen Büchel selbst zur Zielscheibe – und uns zu potenziellen Opfern eines Angriffs.“

Mathias Engelke, Fastenkampagne

„Im Fasten wächst die Kraft, die wir brauchen, um dem Unfrieden dieser Welt etwas entgegenzustellen. Das ist besonders heute wichtig als Gegengewicht zur angestrebten Kriegstüchtigkeit.“

Engelke startete 2010 die öffentliche Fastenkampagne und fastet jedes Jahr einen Tag länger bis zum Abzug der Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland (Büchel). Das Fasten wird jedes Jahr in Büchel am Nagasaki-Tag gebrochen, in der Hoffnung, dass Nagasaki die letzte Stadt ist, die das Grauen eines Atombombenabwurfs erdulden musste.

https://fastenkampagne.blogspot.com

Pressekontakt: Dieter Müller, info@gemeinsam-reden.de +49 151 27562698