Liebe Friedensinteressierte,
nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland - auch heute mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.
Besonders hinweisen möchte ich heute auf die Punkte 17. und 19.
1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker
2. Tagesspiegel: Nach russischen Angriffen: Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn
3. news.house: Ein belarussischer Kriegsdienstverweigerer riskiert Abschiebung trotz anhängiger internationaler Menschenrechtsverfahren
4. Bundesgerichtshof: Bundesgerichtshof verwirft Haftbeschwerde eines wegen mutmaßlicher Beteiligung an den Sprengstoffanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten
5. IPG: Go East. Washington erhöht den Druck auf den Iran. Doch den USA geht es nicht um einen Regimewechsel, sondern um den strategischen Machtkampf mit China.
6. SWP: Systemsprenger – Donald Trump und die Erosion der Demokratie in den USA
7. Eurotopics: Spaltet Trumps "Friedensrat" die Welt?
8. ORF: „Beispiellos": UNRWA-Gebäude in Ostjerusalem abgerissen
9. SZ: Sorge um US-Schutz - Braucht Deutschland die Bombe? 10. RND: Mehr Tempo bei der Beschaffung: Die Truppe als Testballon
11. F.A.Z.: Im Kriegsfall : „Im äußersten Fall ist eine Umstellung der Wirtschaft auf Planwirtschaft möglich"
12. Tagesspiegel: Landesverteidigung: Pistorius: „Aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht"
13. RND: Sexismus in der Bundeswehr - Niemand will zu so einer Truppe
14. RND: „Sexualisiertes Fehlverhalten": Bundeswehr will Dunkelfeldstudie durchführen
15. Berl. Z.: Bundeswehr-Rückzug aus Grönland: „Deutschlands Vorgehen ist peinlich und unglaubwürdig"
16. IMI: Quadriga 2026: Deutschland probt die Kriegslogistik
17. Die Zeit: René Girard: Mit vollem Herzen gegen die Demokratie
18. René Girard. Das Ende der Gewalt. Analyse des Menschheitsverhängnisses.
19. Internationale Münchner Friedenskonferenz - 13.- 15. Februar 2026 - Gegen den Strom der Gewalt
20. Friedenskooperative: Stoppt das Töten: Stimmen aus der Ukraine und Russland - Online-Veranstaltung am 22. Februar 2026
—————————
1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker
21.01.2026 Ukraine-Krieg im Liveticker
17:39 Putin empfängt US-Gesandte Witkoff und Kushner Die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen in die nächste Runde. Nach mehreren Gesprächen zwischen US-Vertretern, der Ukraine und den Europäern wird der US-Sondergesandte Steve Witkoff nun erneut bei Kremlchef Wladimir Putin in Moskau erwartet. Der Kontakt stehe im Terminkalender Putins, erklärte sein Sprecher Dmitri Peskow. (...)
17:14 Trump: Beendigung des Ukraine-Krieges ist nicht Aufgabe der USA Sich "um die Ukraine zu kümmern" ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump Aufgabe der Nato und Europas - und nicht der USA. "Was haben die USA von all dieser Arbeit, all diesem Geld, außer Tod, Zerstörung und kolossalen Geldsummen, die an Menschen gehen, die unsere Taten nicht zu schätzen wissen?", sagt Trump in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. (...)
——————
2. Tagesspiegel: Nach russischen Angriffen: Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn
https://www.tagesspiegel.de/internationales/nach-russischen-angriffen-kiew-friert-der-harteste-winter-seit-kriegsbeginn-15143626.html?utm_source=firefox-newtab-de-de Nach russischen Angriffen: Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn Zweistellige Minusgrade, Stromausfälle und eiskalte Wohnungen: Wie Kiews Bewohner mit Notfallplänen, Tee und Humor gegen den Winter und russische Angriffe kämpfen. Bis zum Frühling ist es noch lang.
Stand: 16.01.2026, 05:03 Uhr
Kurz vor Beginn des fünften Kriegsjahres durchlebt die Ukraine den schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Wegen der massiven russischen Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen haben Hunderttausende weder Strom noch Heizung - und das bei Schneefall, Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa.
Aktuell ist die Lage jedoch in der Hauptstadt Kiew am schlimmsten. Die Dreimillionenstadt dürfte bei weiteren russischen Attacken auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern. (...)
—————
3. news.house: Ein belarussischer Kriegsdienstverweigerer riskiert Abschiebung trotz anhängiger internationaler Menschenrechtsverfahren.
https://news.house/de/64960 15.1.2026 Ein belarussischer Kriegsdienstverweigerer riskiert Abschiebung trotz anhängiger internationaler Menschenrechtsverfahren. Ilja ist belarussischer Staatsbürger, Asylsuchender und Kriegsdienstverweigerer. Er lehnt den Militärdienst aus moralischen, politischen und humanitären Gründen ab. Nachdem alle nationalen Rechtsmittel in Litauen ausgeschöpft wurden, droht ihm nun die unmittelbare Abschiebung nach Belarus.
Er verließ Belarus am 28. Februar 2022 nach anhaltendem Druck im Zusammenhang mit der Beteiligung seiner Familie an den Protesten von 2020. Seine Mutter und sein Stiefvater wurden gezwungen, das Land zu verlassen.
Nach ihrem Weggang wurde Ilja von der Hochschulverwaltung verhört, sein Mobiltelefon nach angeblich „extremistischen" Inhalten durchsucht und er wurde bedroht. Infolge dieses Drucks musste er sein Studium abbrechen.
Ilja ist Kriegsdienstverweigerer. Er lehnt den Militärdienst ab, weil die belarussischen Streitkräfte als Instrument politischer Repression fungieren und in mögliche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht verwickelt sind. In Belarus wird Kriegsdienstverweigerung nicht als Menschenrecht anerkannt, sondern regelmäßig mit strafrechtlicher oder administrativer Verfolgung beantwortet.
(...)
Konkrete Risiken bei einer Rückkehr
Im Falle einer Abschiebung nach Belarus drohen Ilja:
– strafrechtliche Verfolgung wegen Kriegsdienstverweigerung; – Zwangseinberufung in eine autoritäre Militärstruktur; – strafrechtliche Vorwürfe wegen Kontakten zu Dapamoga; – politische Verfolgung aufgrund der Protestaktivitäten seiner Familie; – Festnahme, Verhöre und mögliche Misshandlung; – langfristige Einschränkungen in Bildung, Beruf und Bewegungsfreiheit.
Diese Risiken entsprechen dokumentierten Repressionsmustern in Belarus.
(...)
Schlussfolgerung
Ilja ist Kriegsdienstverweigerer, politischer Exilant und ein junger Mensch, dessen Lebensweg bereits durch staatliche Repression zerstört wurde. Er hat Schutz auf nationaler und internationaler Ebene gesucht und dennoch keinen wirksamen Schutz erhalten.
Seine Abschiebung nach Belarus würde ein reales und vorhersehbares Risiko von Verfolgung, Zwangsrekrutierung und schweren Menschenrechtsverletzungen begründen.
Sein Fall ist ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit der europäischen Menschenrechtsschutzmechanismen gegenüber jenen, die sich weigern, autoritärer Gewalt zu dienen.
—————
4. Bundesgerichtshof: Bundesgerichtshof verwirft Haftbeschwerde eines wegen mutmaßlicher Beteiligung an den Sprengstoffanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten
https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/2026012.html
Bundesgerichtshof verwirft Haftbeschwerde eines wegen mutmaßlicher Beteiligung an den Sprengstoffanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines in Untersuchungshaft befindlichen Beschuldigten
Ausgabejahr 2026
Erscheinungsdatum 15.01.2026
Nr. 012/2026
Beschluss vom 10. Dezember 2025 - StB 60/25 Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 10. Dezember 2025 eine Haftbeschwerde eines Beschuldigten verworfen, der sich in einem Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts wegen mutmaßlicher Beteiligung an den Sprengstoffanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines nach seiner Auslieferung durch Italien seit Ende November 2025 in Deutschland in Untersuchungshaft befindet. (...)
——
Siehe auch den folgenden Bundesgerichtshof Beschluss:
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
StB 60/25
3 BJs 297/25-2
vom
10. Dezember 2025
(...)
----------
5. IPG: Go East. Washington erhöht den Druck auf den Iran. Doch den USA geht es nicht um einen Regimewechsel, sondern um den strategischen Machtkampf mit China.
Naher Osten/Nordafrika 19.01.2026 | Eldaniz Gusseinov Go East Washington erhöht den Druck auf den Iran.
Doch den USA geht es nicht um einen Regimewechsel, sondern um den strategischen Machtkampf mit China.
Eldaniz Gusseinov ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Haidar-Aliew-Zentrum für Eurasienforschung der Ibn-Chaldun-Universität (Istanbul) und Mitbegründer von Nightingale Int. Er spezialisiert sich auf EU-Politik und die europäischen Beziehungen zu Zentralasien.
Die Kriegstrommeln im Nahen Osten haben selten so rhythmisch und so klar geklungen wie heute. Für flüchtige Beobachter wirkt der wachsende Druck auf Teheran, bestehend aus scharfen Sanktionen und massiver militärischer Drohkulisse, wie die erwartbare Neuauflage eines seit Jahrzehnten bekannten Drehbuchs: nukleare Nichtverbreitung oder der Versuch eines Regimewechsels.
Doch ein genauerer Blick auf das strategische Spielfeld zeigt, dass Washington längst nicht mehr das klassische westliche geopolitische Schach spielt, bei dem es darum geht, den König zu stürzen. Stattdessen folgt die US-Strategie zunehmend der Logik des chinesischen Brettspiels Go (Weiqi). (...)
——
6. SWP: Systemsprenger – Donald Trump und die Erosion der Demokratie in den USA
https://www.swp-berlin.org/publikation/systemsprenger-donald-trump-und-die-erosion-der-demokratie-in-den-usa?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter, 20.01.2026&mtm_kwd=Weiter
Systemsprenger – Donald Trump und die Erosion der Demokratie in den USA SWP-Studie 2026/S 02, 16.01.2026, 36 Seiten
doi:10.18449/2026S02 Forschungsgebiete
USA, Kanada
Dr. Johannes Thimm ist Leiter der Forschungsgruppe Amerika. Das übergeordnete Prinzip im Handeln von Präsident Donald Trump ist die Konsolidierung der eigenen Macht. Weder in der Innen- noch in der Außenpolitik respektiert er institutionelle oder rechtliche Grenzen seiner Handlungsfreiheit. Ermöglicht wird dies durch eine loyale republikanische Kongressmehrheit und einen ihm wohlgesinnten Obersten Gerichtshof.
Die USA entwickeln sich derzeit in Richtung eines kompetitiven Autoritarismus. Um Kritik zu unterbinden, übt der Präsident Druck auf Andersdenkende aus und setzt den Regierungsapparat gegen politische Kontrahenten ein. Es ist nicht sicher, dass die Zwischenwahlen 2026 und die Präsidentschaftswahlen 2028 frei und fair ablaufen werden.
Trumps innenpolitische Prioritäten sind die politische Kontrolle über den Regierungsapparat und die Ausweisung undokumentierter Migrantinnen und Migranten. Davon abgesehen entspricht sein Programm trotz ökonomisch-populistischer Rhetorik der konservativen Agenda von Steuererleichterung, Deregulierung und Sozialstaatsabbau.
Eine außenpolitische Priorität ist die Neustrukturierung der Handelsbeziehungen durch eine aggressive Zollpolitik. Dabei agiert Trump nicht »transaktional«, sondern setzt auf Zwang. Multilaterale Organisationen und globale Ziele wie Klimaschutz oder Entwicklung werden nicht mehr unterstützt. Allein in der Beilegung gewaltsamer Konflikte und der Kontrolle der westlichen Hemisphäre reklamieren die USA unter Trump noch eine – allerdings nicht liberale – Führungsrolle für sich.
Ob die US-Demokratie den Angriffen des Präsidenten standhält, ist ungewiss. Die Beziehung Deutschlands und Europas zu den USA muss grundlegend neu gedacht werden. Bei der Abwägung, inwieweit man Trumps Erpressung nachgibt, gilt es, die Wechselwirkungen zwischen Innen- und Außenpolitik zu beachten. Inhaltsverzeichnis
(...)
——
7. Eurotopics: Spaltet Trumps "Friedensrat" die Welt?
https://www.eurotopics.net/de/ 21. Januar 2026
Spaltet Trumps "Friedensrat" die Welt?
US-Präsident Donald Trump hat zahlreiche Staaten eingeladen, sich an seinem Projekt eines "Friedensrates" zu beteiligen. Dieser soll sich offenbar nicht nur um die Lage in Gaza kümmern, sondern als ständiges Gremium zur Konfliktregulierung genutzt werden. Besonders umstritten ist die mögliche Beteiligung von Machthabern wie Wladimir Putin und Alexander Lukaschenka. Kommentatoren warnen zudem vor einer dauerhaften Schwächung der UN.
(....)
F.A.Z., 20. Januar 2026
Es geht um die Schwächung der UN
Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist die Angelegenheit bitterernst: „Ursprünglich sollte der Friedensrat geschaffen werden, um den Friedensprozess im Gazastreifen zu begleiten. Doch die Präambel des Statuts lässt keinen Zweifel daran zu, dass es Trump darum geht, die Vereinten Nationen durch die Schaffung einer Parallelorganisation zu schwächen.
Das kann die ohnehin brüchige internationale Ordnung selbst dann weiter aushöhlen, wenn Trumps 'Friedensrat' bei den Mächten, auf die es ankommt, keinen Anklang findet. Das ist wahrscheinlich: Russland und China dürften kaum bereit sein, sich Trump zu unterwerfen. Und auch die Europäer sollten 'Nein' sagen."
——
siehe auch:
https://www.tagesschau.de/ausland/trump-usa-aussenpolitik-100.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
Ein Jahr Trump Eine neue Weltordnung - nach nur zwölf Monaten
Stand: 20.01.2026 05:15 Uhr
Ukraine, Iran, Gaza, Venezuela oder Grönland:
Spätestens jetzt - ein Jahr nach seinem Amtsantritt - ist klar,
dass US-Präsident Trump die Weltordnung erschüttert hat.
Ein Überblick über zwölf Monate seiner Außenpolitik.
(...)
——
8. ORF: „Beispiellos": UNRWA-Gebäude in Ostjerusalem abgerissen
https://orf.at/stories/3417693/
„Beispiellos" UNRWA-Gebäude in Ostjerusalem abgerissen Der Konflikt zwischen Israel und dem UNO-Palästinenserhilfswerk (UNRWA) hat am Dienstag mit der Zerstörung des UNRWA-Hauptquartiers in Ostjerusalem eine neue Eskalationsstufe erreicht. Wegen des Vorwurfs der Unterwanderung durch die Terrororganisation Hamas wurde gegen das UNRWA bereits Endes des Vorjahres ein Arbeitsverbot auf israelischem Staatsgebiet verhängt.
Israels Außenministerium sprach am Dienstag von einem „Tag zum Feiern". UNRWA-Chef Philippe Lazzarini bezeichnete den Abriss des UNRWA-Gebäudes als „beispiellosen" Verstoß gegen das Völkerrecht.
Online seit heute (20.1.2026) 14.44 Uhr
(...)
-------
siehe auch:
Mit Iran verbündete Hisbollah »Die Hisbollah war noch nie so schwach wie jetzt«
Die Hisbollah ist der wichtigste militärische Verbündete Irans.
Der Miliz stehen entscheidende Wochen bevor.
Hanin Ghaddar erklärt, warum das Ende der Organisation nahen könnte.
Ein Interview von Fritz Schaap
18.01.2026, 17.30 Uhr
(...)
———
9. SZ: Sorge um US-Schutz - Braucht Deutschland die Bombe?
https://www.sueddeutsche.de/politik/atombombe-usa-verteidigung-deutschland-bundeswehr-groenland-li.3365668 Sorge um US-Schutz Braucht Deutschland die Bombe? 11. Januar 2026, 16:36 Uhr
Der mögliche Griff Donald Trumps nach Grönland führt auch in CDU und SPD zu heiklen Debatten. Was, wenn es zum Nato-Bruch kommt und die USA dann auch den Atomschutz für Deutschland kündigen?
Von Georg Ismar, Berlin
Brigadegeneral Frank Pieper hat seinen Beitrag sicherheitshalber als „ABSOLUT und AUSSCHLIEẞLICH persönliche Meinung" eingestuft. Denn was der Direktor Strategie & Fakultäten an der Führungsakademie der Bundeswehr im Netzwerk Linkedin vor ein paar Tagen gepostet hat, wagt bisher kaum jemand in der Bundeswehr derart deutlich auszusprechen. Es wird aber nach der amerikanischen Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und vor allem auch wegen Donald Trumps Grönland-Ankündigungen intern zunehmend diskutiert. (...)
——
Hinweis von C. Ronnefeldt zum folgenden Link:
Frank Pieper ist Brigadegeneral und Direktor Strategie & Fakultäten an der Führungsakademie der Bundeswehr.
Der ehemalige badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh ist aktuell Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Dienste für den Frieden (AGDF)
Frank Pieper
ACHTUNG: ABSOLUT und AUSSCHLIEẞLICH Persönliche Meinung.
Das neue Jahr startet BRUTAL. Es macht deutlich welche revolutionären Gedanken JETZT gedacht werden müssen!!!
Der Anspruch" ..die stärkste konventionellen Streitkräfte Europas..." REICHT NICHT!! Denn... 1. Der hybride und subkonventionelle Krieg ist real.
2. Dem Hegemon ist nicht (mehr) zu trauen.
Angriff auf die die Stromversorgung in Berlin Lichterfelde > zeigt die Verwundbarkeit von KRITIS.
(...)
FOLGERUNG: Deutschland braucht eigene Atomwaffen. Und zwar in erster Linie (mobile) TAKTISCHE ATOMWAFFEN!! Waffen, die sich der finalen Bedrohung durch Russland entgegenstellen (können).
Also raus aus den Federn und ran ans Arbeiten. Am Ende gilt, was immer galt: Wenn es ernst wird, dann steht man alleine da.
—
jochen cornelius-bundschuh
1 Tag
Sehr geehrter Herr Pieper,
vielen Dank, das Sie ansprechen, was viele überlegen.
Drei Punkte möchte ich anmerken: 1. Es war bisher Grundüberzeugung, dass der Einsatz von Atomwaffen ethisch nicht zu rechtfertigen ist; sie sprengen alle Kriterien des sog. gerechten Krieges. Katholische wie evangelische Kirche haben darum gerungen, ob es dennoch gerechtfertigt sein kann, solche Waffen vorzuhalten, wenn es der Abschreckung dient. Sie scheinen nicht nur die Drohung, sondern auch den Einsatz wieder für ethisch begründbar zu halten. Das überzeugt mich nicht!
2. Sie fordern taktische Atomwaffen, die auf dem "Schlachtfeld" einsetzbar sind. Sie sprechen nicht davon, was gleichzeitig diplomatisch oder durch Rüstungsverhandlungen getan werden muss, um ein solches Schlachtfeld zu verhindern. Das fehlt mir!
3. Um Ihre Position stark zu machen, verengen Sie bewusst den Blick: "wenn es ernst wird, steht man allein da ...." Was sollen andere Länder wie z.B. Südkorea dazu sagen? Sie schreiben damit das Recht des Stärkeren und die Macht der Waffen als Zukunftsperspektive fest und geben die Hoffnung auf eine Friedensordnung auf, in der auch kleinere Länder in ihrer Souveränität zu ihrem Recht kommen. Sicherheit kann es nur für alle geben.
——
10. RND: Mehr Tempo bei der Beschaffung: Die Truppe als Testballon
„Technologisch und industriell stärker werden" Mehr Tempo bei der Beschaffung: Die Truppe als Testballon
Deutschlands Wirtschaft soll wachsen – dafür braucht es auch mehr
Geschwindigkeit in der Vergabe von Aufträgen.
Die Bundeswehr marschiert voran.
Von Stefan Lange
15.01.2026, 17:26 Uhr
(...)
Kritik der Linken
Ob das neue Gesetz mit dem Bandwurmnamen der Truppe tatsächlich zu einer beschleunigten Beschaffung verhilft, muss sich noch erweisen. Linken-Fraktionsvize Janine Wissler sieht hier vor allem „ein großes Geschenk an die Rüstungsindustrie". Anstatt die richtigen Konsequenzen aus den Ankäufen von Coronamasken zu ziehen, werde „Korruption Tür und Tor geöffnet", sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion dem RND.
Wissler begründete ihre Einschätzung unter anderem mit der geplanten Erhöhung der Schwellenwerte, unterhalb derer öffentliche Auftraggeber ohne ein förmliches Vergabeverfahren Aufträge erteilen dürften – die sogenannten Direktaufträge. Sie sollen für die Beschaffungen der Bundeswehr von 1000 Euro (allgemein) und 3000 Euro (bei Bauleistungen) auf 100.000 Euro beziehungsweise 500.000 Euro steigen.
„Zusammen mit dem Vergabebeschleunigungsgesetz, das in der Koalition noch verhandelt wird und auch auf weitgehende Deregulierungen bei der öffentlichen Vergabe zielt, tritt an die Stelle der bisherigen Rotstiftpolitik bei öffentlichen Ausgaben nun eine Blanko-Scheck-Mentalität", erklärte Wissler.
(...)
——
11. F.A.Z.: Im Kriegsfall : „Im äußersten Fall ist eine Umstellung der Wirtschaft auf Planwirtschaft möglich"
Im Kriegsfall : „Im äußersten Fall ist eine Umstellung der Wirtschaft auf Planwirtschaft möglich" Von Markus Frühauf, München
15.01.2026, 13:12
Die private Wirtschaft muss im Ernstfall mit dem Abzug von Arbeitskräften bis zur Enteignung rechnen.
Für Unternehmen könnten sich die Bedingungen komplett verändern.
(...)
———
12. Tagesspiegel: Landesverteidigung: Pistorius: „Aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht"
Landesverteidigung: Pistorius: „Aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht" Die Bundeswehr zählt erstmals seit Jahren wieder merklich mehr Soldaten.
Bis zum Ziel von 260.000 Männern und Frauen in der stehenden Truppe ist allerdings noch ein Kraftakt.
Stand: 20.01.2026, 13:19 Uhr
Die Bundeswehr ist erstmals seit Jahren deutlich gewachsen und hat nun 184.200 Männer und Frauen in der aktiven Truppe. „Wir haben das beste Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht. Außerdem ist die aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht mehr", sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Deutschen Presse-Agentur weiter. Die Zahl bedeutet einen Anstieg um rund 3.000 Soldatinnen und Soldaten zum Stichtag 31. Dezember 2025.
Die Zahl der freiwillig Wehrdienstleistenden stieg im vergangenen Jahr nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf 12.200 - nach 10.300 Männern und Frauen im Jahr 2024. Dies ist ein Plus von mehr als 18 Prozent. Selbstgestecktes Ziel waren allerdings 15.000 freiwillig Wehrdienstleistende. Die Zahl soll in diesem Jahr auf 20.000 junge Männer und Frauen steigen. (...)
——
13. RND: Sexismus in der Bundeswehr - Niemand will zu so einer Truppe
Sexismus in der Bundeswehr
Niemand will zu so einer Truppe
Der jüngste Skandal bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken zeigt ein bekanntes Muster: Die Truppe ist bei Weitem nicht so modern, wie es scheint. Das ist auch für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gefährlich.
Ein Kommentar von Markus Decker
16.01.2026, 17:03 Uhr
Berlin. Das Aufsehen bei der Sitzung des Bundestagsverteidigungsausschusses am Mittwoch war groß, die Zerknirschung bei den Verantwortlichen kaum geringer. Sie sollten sich zum Skandal beim Fallschirmjägerregiment 26 der Bundeswehr in Zweibrücken äußern, der seit Monaten vor sich hin wabert, aber erst am Jahresende mit einem abstoßenden Gebräu aus Sexismus, Rechtsextremismus und Drogenmissbrauch die angemessene Aufmerksamkeit erfuhr.
Die ebenso empörenden wie beschämenden Ereignisse haben sich am westlichen Rand der Republik abgespielt – doch sie sind alles andere als eine Randnotiz und bewegen sich auch nicht im Grenz- oder Graubereich. Wenn männliche Soldaten in Duschen oder Toiletten, die von Kameradinnen genutzt werden, vordringen und dort aggressiv sexuelle Wünsche äußern, dann geht es um Gewalt oder deren Androhung. Und um nichts anderes. (...)
————
14. RND: „Sexualisiertes Fehlverhalten": Bundeswehr will Dunkelfeldstudie durchführen
RND exklusiv „Sexualisiertes Fehlverhalten": Bundeswehr will Dunkelfeldstudie durchführen
Beim Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) ist es zu massiver sexueller Belästigung und wohl auch zu Gewalt gekommen. Nun wächst der Druck, dem Problem in der Truppe generell auf den Grund zu gehen. Zuletzt hatte sich das Verteidigungsministerium viel Zeit gelassen.
Von Markus Decker
20.01.2026, 00:00 Uhr
Berlin. Die Bundeswehr will Anfang dieses Jahres mit einer Dunkelfeldstudie zu sexueller Belästigung und Gewalt unter Soldatinnen und Soldaten beginnen. Mit Ergebnissen ist allerdings nicht sehr bald zu rechnen.
„Der Start der Umsetzungsphase des Projekts ist für Anfang 2026 geplant", sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Zum jetzigen Zeitpunkt kann daher noch keine valide Aussage getroffen werden, wann erste belastbare Ergebnisse vorliegen." (...)
——
15. Berl. Z.: Bundeswehr-Rückzug aus Grönland: „Deutschlands Vorgehen ist peinlich und unglaubwürdig"
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/groenland-bundeswehr-abzug-deutschland-kniefall-trump-aussenpolitik-li.1001479 Interview Bundeswehr-Rückzug aus Grönland: „Deutschlands Vorgehen ist peinlich und unglaubwürdig"
Deutschland wollte eine Führungsrolle übernehmen, agiert unter Trump jedoch zunehmend unterwürfig.
Der Bundeswehr-Abzug aus Grönland ist die Spitze des Eisbergs. Ein Interview.
Lukas Moser 9.01.2026, 21:28 Uhr
Deutschland zieht nach nur zwei Tagen seine 15 Bundeswehrsoldaten aus Grönland ab – kurz nachdem US-Präsident Donald Trump Zölle für Staaten verhängt hat, die sich gegen seinen Kurs in Bezug auf Grönland stellen.
Es ist der nächste Kniefall nach den Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur völkerrechtswidrigen Aktion der USA in Venezuela. Und auch in der Ukraine spiegelt sich dasselbe Bild wider. Wir sprachen mit Gerhard Mangott, einem Experten für internationale Beziehungen.
(...)
———
16. IMI: Quadriga 2026: Deutschland probt die Kriegslogistik
https://www.imi-online.de/2026/01/20/quadriga-2026-deutschland-probt-die-kriegslogistik/
Quadriga 2026: Deutschland probt die Kriegslogistik
von: Jürgen Wagner
Veröffentlicht am: 20. Januar 2026
Unter Militärs gilt seit Jahr und Tag der Spruch, dass mit Logistik keine Kriege gewonnen, aber verloren werden. Dementsprechend kommt auch der Logistik für die schnelle Verlegung von Truppen und Gütern an die NATO-Ostgrenze sowie der Fähigkeit zum Rücktransport von Verwundeten in dem Maße wachsende Bedeutung zu, wie die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass der Ernst- also Kriegsfall mit Russland auch tatsächlich eintreten könnte.
Hierfür wurden bereits vor einiger Zeit mehrere Musterkorridore ausgelobt, durch die das Gros an Material und Personal geschleust werden soll. Eingeübt wird das Ganze mittlerweile unter anderem durch das in Kürze erneut anstehende Quadriga-Manöver, wobei in diesem Jahr auch erstmals „so nah wie möglich am Ernstfall geübt" werden soll, weshalb auch Verwundetentransporte auf dem Übungsplan stehen.
Musterkorridore an die russischen Grenzen
Ein erster Musterkorridor wurde Anfang 2024 über Polen ins Baltikum („Grand Central")eingerichtet, anlässlich dessen erklärt wurde: „Military Mobility ist ein Leuchtturmprojekt der NATO-EU-Kooperation. Die Einrichtung des Musterkorridors von den Niederlanden über Deutschland nach Polen zeigt, wie gut die Zusammenarbeit von NATO und EU funktioniert.
Auf der Grundlage des Musterkorridors könnten weitere Korridore für Bewegungen der NATO-Truppen entwickelt werden, zum Beispiel im Norden und Süden. Denn schnelle Truppenverlegungen der NATO sind ein Beitrag zur Abschreckung und zum Schutz des NATO-Territoriums." (Bundesministerium der Verteidigung, 31.1.2024)
Seither kamen drei weitere Musterkorridore hinzu: Ein weiterer führt ebenfalls ins Baltikum, allerdings über die Ostsee („Grand Quadriga"), ein dritter geht schnurstracks nach Norden („Grand North") und der vierte nach Südosten ans Schwarze Meer („Grand South").
Entlang dieser Korridore ist es aber erforderlich, die Infrastruktur entsprechend zu „ertüchtigen": „Die Infrastruktur im Schengen-Raum ist meist auf zivile Fahrzeuge ausgelegt. Militärische Transporte hingegen können einen beträchtlichen Anteil der Tunnel, Brücken und Straßen wegen ihres Übermaßes und enormen Gewichtes nicht passieren." (Jonathan Jokisch, IMI-Studie 2025/5)
(...)
In der Regel dockt die Bundeswehr-Übung noch an ein größeres NATO-Manöver an, bei der bislang größten derartigen Kombination im Jahr 2024 nahmen 12.000 Soldat*innen der Bundeswehr im Rahmen von Quadriga und insgesamt rund 100.000 NATO-Soldat*innen beim Manöver Steadfast Defender teil. Damals wurden Verlegungen über alle vier Korridore geprobt (siehe Telepolis, 19.1.2024)
Geheimer Operationsplan
Deutschland kommt bei all diesen Logistikfragen eine entscheidende Bedeutung zu: „Im Herzen Europas gelegen, ist die Bundesrepublik die logistische Drehscheibe für Marschbewegungen der Partnerstreitkräfte. Die Bundeswehr unterstützt dann die Verbündeten bei ihren Truppenbewegungen nach und durch Deutschland." (Bundesministerium der Verteidigung, 31.1.2024)
Um Truppen und Material möglichst reibungslos durch Deutschland schleusen zu können, setzt der „Operationsplan Deutschland" (OPLAN) auf eine enge Zusammenarbeit mit zivilen Akteuren. Dabei handelt es sich um ein streng geheimes 1.000 Seiten langes Dokument, das laufend aktualisiert wird und erstmals Anfang 2024 vorlag.
In öffentlich zugänglichen Quellen heißt es dazu: „Eine zentrale Einflussgröße im OPLAN DEU ist die Bündnisverpflichtung Deutschlands, die sich aus seiner geostrategischen Lage als Drehscheibe der NATO in der Mitte Europas ergibt. Im Ernstfall müssen bis zu 800.000 alliierte Soldatinnen und Soldaten und 200.000 Fahrzeuge innerhalb von sechs Monaten durch Deutschland verlegt und im Host Nation Support versorgt werden.
Dies umfasst Unterstützungsleistungen bei Schutz und Sicherung, Verkehrsleitung, Transport und Umschlag auf Straße, Schiene sowie in See- und Flughäfen, Unterbringung und Verpflegung, Betankung und Instandhaltung, medizinischer Versorgung bis hin zur Rechtsberatung. Diese Aufgabe ist – ohne langen Vorlauf und über lange Zeit – nur mit den Leistungen zivil-gewerblicher Partner sicherzustellen." (Operationsplan Deutschland, bundeswehr.de)
Verletzte: Hintere Transportlücke
Die „besten" Einblicke in den OPLAN liefert das „Grünbuch Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) 4.0", das vom„Zukunftsforum öffentliche Sicherheit" (Zoes) herausgegeben wurde. In dem explizit am OPLAN angelehnten Dokument, an dem auch mehrere Bundestagsabgeordnete mitgewirkt hatten, wird ein Szenario im Jahr 2030 durchgespielt, in dem sich die Konflikte mit Russland weiter verschärfen und die NATO auf ein russisches Manöver mit der Verlegung von 60.000 Soldat*innen (u.a. 10. Panzerdivision) an die Ostflanke reagiert.
Auffällig ist, dass auch dem Verwundetentransport im Ernstfall darin große Aufmerksamkeit gewidmet wird: „Die im Falle einer militärischen Eskalation in Form von Kampfhandlungen darüber hinaus entstehenden Bedarfe der Bundeswehr sind der Zeitschrift Wehrmedizin und Wehrpharmazie (2/2023), Kohl. M. et. al.. S. 38. ff.) zu entnehmen.
Danach ist mit bis zu 1.000 Patientinnen und Patienten pro Tag zu rechnen, von denen 33,6 Prozent intensivpflichtig, 22. Prozent vermehrt pflegebedürftig und 44,4 Prozent leichter verletzt sind. Die Autoren attestieren eine gravierende ‚hintere Transportlücke' für den strategischen Patiententransport. (StratMedEvac) und kommen unter anderem zu dem Fazit, dass es in der konkreten operativen Planung ein Zusammenwirken von militärischen und zivilen Kräften erforderlich sei." (Grünbuch Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) 4.0, 2. Auflage, März.2025)
(...)
2026 findet Quadriga im Kernübungszeitraum Februar bis März in Deutschland statt. [...] Ein besonderer Schwerpunkt von Quadriga 2026 ist die Übung Medic Quadriga des Unterstützungsbereichs der Bundeswehr im März 2026. [...] Rund 200 der insgesamt über 1.000 teilnehmenden Soldatinnen und Soldaten werden als Verletztendarsteller dabei sein und mit simulierten Verwundungen wie aus einem Kampfeinsatz präpariert." (Quadriga 2026, bundeswehr.de) Steadfast Dart: Größtes Manöver 2026
Dieses Jahr ist das Quadriga-Manöver mit der NATO-Übung Steadfast Dart verknüpft, die am 15. Januar 2026 mit der Ankunft von Soldat*innen in Emden begann, wobei der Hauptteil der Übung im Februar stattfinden soll. Die Bundeswehr ist dabei für Unterkünfte und Verpflegung, aber auch logistische Unterstützung, wie die Betankung von Fahr- und Flugzeugen und der Transport von Fahrzeugen und Containern zuständig – gerechnet wird allein mit 1.500 Fahrzeugen.
(...)
Beklemmende Rhetorik
Die Ernstfall-Rhetorik mit der die Manöver daherkommen, hinterlässt ein überaus beklemmendes Gefühl. Es beschleicht einen dabei der Verdacht, dass ein solcher Ernstfall mit derlei Manövern eher näher als ferner rückt. Jedenfalls wäre es beruhigend, wenn dieselben Anstrengungen in Bemühungen investiert würden, die dazu taugen, einen solchen Ernstfall zu verhindern. Doch an dieser Front herrscht leider buchstäblich Grabesstille.
————
17. Die Zeit: René Girard: Mit vollem Herzen gegen die Demokratie
https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-01/rene-girard-philosophie-peter-thiel-j-d-vance/komplettansicht René Girard: Mit vollem Herzen gegen die Demokratie
Eine Kolumne von Marcel Fratzscher
Die Ideologen um Donald Trump wollen die Demokratie zerstören. Ihr Vorbild: der Philosoph René Girard. Doch sie verdrehen seine Lehre ins Gegenteil.
16. Januar 2026, 11:01 Uhr Wie konnte ein französischer Philosoph zum Stichwortgeber einer neuen amerikanischen Rechten werden? Wer verstehen will, warum Donald Trump, sein Vize JD Vance und ein Kreis von Tech-Milliardären um Peter Thiel die westliche Welt herausfordern, muss tiefer blicken als in parteipolitische Kategorien.
Ihre gemeinsame Grundlage ist eine Weltsicht, die mit den Prinzipien liberaler Demokratie bricht – gespeist aus Philosophie, Anthropologie und Religion. Im Zentrum: das Denken von René Girard. (...)
---------
18. René Girard. Das Ende der Gewalt. Analyse des Menschheitsverhängnisses.
René Girard. Das Ende der Gewalt. Analyse des Menschheitsverhängnisses. Freiburg 1983, S.140:
(...)
Entweder müssen die Menschen sich ohne Vermittlungen durch Opfer miteinander versöhnen oder sich damit abfinden, dass die Menschheit demnächst ausgelöscht wird. Diese stets schärfere Einsicht in die Kultursysteme und Mechanismen ist nicht umsonst; sie ist nicht ohne Gegenleistung.
Es geht fortan nicht mehr darum, sich höflich, aber zerstreut in Richtung eines unbestimmten „Ideals der Gewaltlosigkeit" zu verneigen.
Es ist nicht damit getan, daß wir die frommen Wünsche und scheinheiligen Formeln vervielfachen. Von nun an handelt es sich mehr und mehr um eine unerbittliche Notwendigkeit.
Der endgültige, vorbehaltlose Verzicht auf Gewalttätigkeit zwingt sich uns auf als conditio sine qua non des Überlebens der Menschheit und eines jeden einzelnen von uns.(...)
———
19. Internationale Münchner Friedenskonferenz - 13.- 15. Februar 2026 - Gegen den Strom der Gewalt
https://friedenskonferenz.info/
Internationale Münchner Friedenskonferenz
13.- 15. Februar 2026
Gegen den Strom der Gewalt
Salesianum, St. Wolfgangs-Platz 11, 81669 München
Programm:
——
(Hinweis von C.Ronnefeldt: Der Deutsche Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes ist Gründungs- und Mitgliedsorganisation der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), welche Mitveranstalter der folgenden Veranstaltung ist:
20. Friedenskooperative: Stoppt das Töten: Stimmen aus der Ukraine und Russland - Online-Veranstaltung am 22. Februar 2026
[online] Stoppt das Töten: Stimmen aus der Ukraine und Russland Termin Sonntag, 22. Februar 2026 - 14:00
Online-Veranstaltung zum 4. Jahrestag des Ukrainekrieges "Stoppt das Töten:
Stimmen aus der Ukraine und Russland" mit folgenden Beiträgen:
Die gesundheitlichen und psychischen Folgen - Dr. Angelika Claußen (IPPNW-Vorsitzende)
Kriegsdienstverweigerung in der Ukraine - Andrii Konovalov
Kriegsdienstverweiterung in Russland - Artem Klyga (Connection)
Russen gegen Krieg, Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen Engagements in Russland - Anke Giesen (Memorial Deutschland)
Soziale Bewegungen in der Ukraine - Volodymyr Ishchenko (Soziologe Freie Universität Berlin)
Moderation: Yannick Kiesel (DFG-VK) und Christine Schweitzer (BSV)
14-16.30 Uhr, via online tool zoom, Anmeldung erforderlich: siehe hier,
https://www.friedenskooperative.de/anmeldung-webinar-jahrestag-ukraine
VA (Veranstalter):
Aktionsbündnis "Stoppt das Töten" (= Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden -AGDF-, attac Deutschland, Bund für Soziale Verteidigung -BSV-, Church and Peace - Europäisches Friedenskirchliches Netzwerk, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen -DFG-VK-, Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges -IPPNW-, Netzwerk Friedenskooperative, NaturFreunde Deutschlands, Ohne Rüstung Leben -ORL-)
Zum Inhalt:
Am 24. Februar 2026 jährt sich der russische Angriff auf die Ukraine zum vierten Mal. Er verursacht weiter Leid, Tod und Verwüstung. Mit jedem Tag kommen immer mehr Menschen ums Leben, werden körperlich verletzt oder psychisch traumatisiert. Wir wollen anlässlich des Jahrestages die andauernde Tragödie des Krieges und die Opfer auf beiden Seiten in den Vordergrund stellen.
Wir beleuchten die gesundheitlichen und psychischen Folgen des Krieges. Wir hören die Perspektiven von Vertreter*innen der Zivilgesellschaft aus der Ukraine und Russland. Wir erfahren von ihrem Engagement gegen den Krieg, von menschlichen Schicksalen und rechtlichen Konsequenzen für Kriegsdienstverweigerer in der Ukraine und in Russland.
---------