Neue Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland

Gespeichert von Helmut Brinkma… am

 

Liebe Friedensinteressierte,

nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland - auch heute mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.

1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker 

2. Tagesschau: Nach Treffen mit Trump - Selenskyj verkündet Einigung über US-Sicherheitsgarantien 

3. Politico: US-Beamte: Mehr Ukraine- und Russland-Gespräche kommen nächste Woche 

4. Länderanalysen: Zwischen Krieg und Prekarität: Die Lage von Medien und Journalist:innen in der Ukraine

5. Watson: Dieser Auftritt sorgt für Aufsehen: Mark Carneys Rede am WEF im Wortlaut 

6. Die Zeit: Davos: Trump zieht Friedensrat-Einladung für Kanadas Premier Carney zurück 

7. SZ: Trumps Außenpolitik: Chaos oder Strategie?

8. FP: Die Entspannung zwischen Israel und Iran wird nicht von Dauer sein 

9. taz: Säbelrasseln zwischen Iran und den USA - Hohn bei der Freitagspredigt 

10. n tv: Iran warnt Trump vor Angriff - US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" erreicht Ziel im Nahen Osten 

11. Agios: Exklusiv: Trump sagt, der Iran will einen Deal, da die US-"Armada" eintrifft

12. SWP: Mit, ohne, gegen Washington: Die Neubestimmung der Bezie­hungen Europas zu den USA Gerrit Kurtz: Nachhaltiges Friedensengagement in Zeiten kurzlebiger »Deals« 

13. PZKB: "Wege zum Frieden" - Mitschnitt vom Tollwood Winterfestival 

14. Buechner-Verlag: Bruno Kern. »... den Krieg gründlich verlernen«

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1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker 

https://www.n-tv.de/politik/17-00-Schlimme-Wetterprognose-fuer-Kiew-article23143824.html

Ukraine-Krieg im Liveticker 28.01.2026

16:06 Russland, Ukraine und USA setzen Gespräche am Sonntag fort Die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über einen Waffenstillstand sollen am Sonntag dieser Woche fortgesetzt werden.

Gastgeber für die Beratungen sei erneut Abu Dhabi, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Präsidialamt in Moskau. (...)

(...) 15:07 Russland: Putin hat über mögliches Selenskyj-Treffen mit Trump gesprochen Bei den Telefonaten zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump ist Russland zufolge mehrfach auch ein Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Thema gewesen. (...)

(...)

11:01 Selenskyj: An Abkommen zum Wiederaufbau muss noch gearbeitet werden In einem Abkommen mit den Vereinigten Staaten über den Wiederaufbau nach dem Krieg gibt es dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge Punkte, die noch eingehender besprochen werden müssen. Das Wiederaufbauabkommen ist Teil eines umfassenderen Plans zur Beendigung des fast vierjährigen Krieges mit Russland. (...)

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2. Tagesschau: Nach Treffen mit Trump - Selenskyj verkündet Einigung über US-Sicherheitsgarantien

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/selenskyj-usa-ukraine-sicherheitsgarantien-100.html Nach Treffen mit Trump Selenskyj verkündet Einigung über US-Sicherheitsgarantien

Stand: 22.01.2026 19:19 Uhr

Einen Tag vor den direkten Verhandlungen zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine hat Präsident Selenskyj bereits einen Fortschritt bekannt gegeben - eine Einigung mit den USA über Sicherheitsgarantien.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über Sicherheitsgarantien für die Ukraine verkündet. Das Thema sei damit "erledigt", sagte Selenskyj nach seinem Treffen mit Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Zunächst müsse die Vereinbarung noch von beiden Präsidenten unterzeichnet werden, dann gehe sie an die nationalen Parlamente. Eine Bestätigung der USA gibt es bisher nicht.

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3. Politico: US-Beamte: Mehr Ukraine- und Russland-Gespräche kommen nächste Woche

https://www.politico.com/news/2026/01/24/ukraine-russia-talks-war-ceasefire-00745581

US-Beamte: Mehr Ukraine- und Russland-Gespräche kommen nächste Woche

Die Treffen in dieser Woche waren das erste Mal, dass alle drei Länder persönlich zu Gesprächen saßen,

um zu versuchen, einen Waffenstillstand auszuhandeln.

Von Paul McLeary und Felicia Schwartz.

24.01.2026 01:26 PM EST

(...)

Einer der großen Knackpunkte in den Verhandlungen waren die westlichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine in jedem Nachkriegsszenario. Die europäischen Länder haben auf eine kleine Truppenpräsenz in der Ukraine gedrängt, um einen Waffenstillstand zu überwachen, wobei Frankreich und Deutschland den Vorstoß zur Entsendung von Truppen anführen.

Präsident Donald Trump hat gesagt, dass die USA in der Ukraine keine Stiefel auf den Boden legen, sondern helfen werden.

Verteidigungsbeamte haben gesagt, dass das amerikanische Engagement wahrscheinlich Satelliten- und Geheimdienstunterstützung, einige Drohnenflüge zur Überwachung der Trennungslinie und Logistikunterstützung beinhalten würde.

(...)

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4. Länderanalysen: Zwischen Krieg und Prekarität: Die Lage von Medien und Journalist:innen in der Ukraine

https://laender-analysen.de/ukraine-analysen/325/ukraineanalysen325.pdf?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Ukraine-Analysen+325&newsletter=Ukraine-Analysen+325

Nr. 325 | 21.01.2026

Ukraine-Analysen

Journalistische / soziale Medien und Krieg

(...)

Zwischen Krieg und Prekarität:

Die Lage von Medien und Journalist:innen in der Ukraine

Dariya Orlova (Nationale Universität Kyjiw-Mohyla-Akademie),

Vera Slavtcheva-Petkova (University of Liverpool)

(...)

(Seite 6)

Fazit

Die WJS-Studie zeigt, dass ukrainische Journalist:innen in einem äußerst belastenden und riskanten Umfeld arbeiten – einem der schwierigsten unter den 73 unter- suchten Ländern. Innerhalb Europas schneidet lediglich ein Land schlechter ab als die Ukraine, nämlich Alba- nien.

(...)

Der Wegfall von USAID als zentralem Geldge- ber und die darauffolgende Neuordnung der interna- tionalen Medienförderung stellen ein weiteres Risiko für ukrainische Medien dar, denen es in der kriegsbe- dingt geschwächten Wirtschaft zunehmend schwerfällt, ausreichende finanzielle Mittel zu sichern. Finanzielle Herausforderungen zeichnen sich kurz- und mittelfris- tig als besonders kritisch ab.

Die psychische Belastung dürfte angesichts des ange- sammelten Stresses, der Erschöpfung und der hohen Arbeitsbelastung kaum abnehmen. Eine verschärfte Pre- karität zeigt sich zudem im Personalmangel. Journalis- mus bleibt ein schlecht bezahlter Beruf mit zahlreichen zusätzlichen Belastungen, was es erschwert, neue Fach- kräfte zu gewinnen.

Es ist davon auszugehen, dass die Fortdauer des Krie- ges nicht nur die im Artikel beschriebenen strukturellen Herausforderungen weiter verschärfen, sondern auch neue hervorbringen wird. Ein langanhaltender Krieg der gegen- wärtigen Intensität neigt dazu, Institutionen zu untergra- ben und die Gesellschaft insgesamt massiv unter Druck zu setzen.

Der ukrainische Journalismus wird daher wei- terhin auf die Probe gestellt werden. Die Antworten, die Medien, Journalist:innen und andere Akteur:innen auf Sicherheitsbedrohungen und Prekarität finden, werden den Journalismus prägen und darüber entscheiden, inwie- weit er in der Lage ist, den gravierenden Folgen von Russ- lands Krieg gegen die Ukraine zu begegnen.

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5. Watson: Dieser Auftritt sorgt für Aufsehen: Mark Carneys Rede am WEF im Wortlaut

https://www.watson.ch/international/wef/498900591-die-ganze-rede-vom-kanadischen-premierminister-mark-carney-am-wef-2026 Dieser Auftritt sorgt für Aufsehen: Mark Carneys Rede am WEF im Wortlaut Die Rede von Mark Carney WEF wird in Erinnerung bleiben. Der kanadische Premierminister spricht davon, dass die internationale Ordnung zerbrochen ist und plädiert dafür, durch Zusammenhalt und eigene Autonomie gegen die verschärfte Rivalität der Grossmächte anzukämpfen. (...)

21.01.2026, 14:3621.01.2026, 15:50

Vielen Dank, Larry. Ich werde zunächst auf Französisch sprechen und dann wieder ins Englische wechseln.

[Das Folgende ist aus dem Französischen übersetzt]

Danke, Larry. Es ist mir eine Freude und eine Pflicht, heute Abend in diesem entscheidenden Moment, den Kanada und die Welt gerade durchleben, bei Ihnen zu sein. Heute werde ich über einen Bruch in der Weltordnung sprechen, über das Ende einer angenehmen Fiktion und den Beginn einer harten Realität, in der die grosse, führende Macht – die Geopolitik – keinen Grenzen und keinen Zwängen unterworfen ist.

Andererseits möchte ich Ihnen sagen, dass die anderen Länder, insbesondere mittlere Mächte wie Kanada, nicht machtlos sind. Sie haben die Fähigkeit, eine neue Ordnung aufzubauen, die unsere Werte, wie die Achtung der Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung, Solidarität, Souveränität und territoriale Integrität der verschiedenen Staaten umfasst. Die Macht der weniger Mächtigen beginnt mit Ehrlichkeit.

(...)

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6. Die Zeit: Davos: Trump zieht Friedensrat-Einladung für Kanadas Premier Carney zurück

https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/trump-friedensrat-carney-davos-usa-kanada-gxe

Davos: Trump zieht Friedensrat-Einladung für Kanadas Premier Carney zurück US-Präsident Donald Trump will Kanadas Regierungschef nicht mehr in seinem "Friedensrat" haben. Zuvor hatte Mark Carney eine viel beachtete Rede in Davos gehalten.

Aktualisiert am 23. Januar 2026, 8:36 Uhr

(...)

Nach offiziellen Angaben des US-Präsidialamtes soll sich der Friedensrat in seiner Arbeit nicht mehr nur auf den Gazastreifen konzentrieren, sondern sich auch anderer Konflikte und Krisen auf der Welt annehmen.

Trump hat sich selbst auf Lebenszeit zum Vorsitzenden seines neuen Rates bestimmt – auch wenn er nicht mehr der US-Präsident wäre. Er selbst werde seinen späteren Nachfolger bestimmen. Länder wie Israel, Ungarn und Belarus haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

Die ersten drei Jahre dürfen Länder kostenlos im Rat sitzen. Danach soll eine einmalige Zahlung in Höhe von einer Milliarde US-Dollar fällig werden, wodurch die Staaten für unbegrenzte Zeit ihren festen Sitz in Trumps Gremium behalten. Wofür das Geld verwendet werden soll, ist unklar.

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siehe auch: https://www.sueddeutsche.de/meinung/weltgeschehen-trump-folgen-deutschland-2026-kommentar-li.3373406?reduced=true Meinung Januar 2026 Liebe Menschheit, was macht ihr eigentlich da?

Kommentar von Sara Maria Behbehani 23. Januar 2026, 11:18 Uhr|

Was in den ersten dreieinhalb Wochen des Jahres auf dem Globus passiert ist, reicht schon für einen Jahresrückblick.

Aber noch sind 49 Wochen Zeit, sich nicht immer nur an Trump auszurichten.

Sondern auch an einem Mann namens Mark Carney. (...)

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7. SZ: Trumps Außenpolitik: Chaos oder Strategie?

Hinweis von C. Ronnefeldt zum folgenden SZ-Artikel:

„Zhongnanhai" ist ein um zwei Seen herumgruppierter Park- und Gebäudekomplex in Peking, der

als Hauptquartier der Kommunistischen Partei Chinas wie auch der Regierung der Volksrepublik China dient.

https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/usa-trump-aussenpolitik-chaos-strategie-america-first-groenland-e496459/?reduced=true

USA Trumps Außenpolitik: Chaos oder Strategie? Der US-Präsident umschmeichelt Amerikas Feinde, Amerikas Freunde behandelt er schlecht. Dahinter dürfte weit mehr als nur die Launen eines Narzissten stecken.

Von Reymer Klüver

23. Januar 2026

Er hat Iran bombardieren lassen, und nebenbei Syrien und Nigeria. Er hat einen Flugzeugträger in die Karibik beordert und Venezuelas Staatschef in einer Kommandoaktion verhaften lassen. Er hat den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij vor laufender Kamera gedemütigt und dem Menschenschlächter Wladimir Putin den roten Teppich ausgerollt.

Und zu guter Letzt hat er mit seinen Annexionsplänen für Grönland das erfolgreichste Bündnissystem der Neuzeit faktisch gesprengt; im Kreml und in Pekings Zhongnanhai dürften sie sich vor Vergnügen auf die Schenkel schlagen. Donald Trump umschmeichelt Amerikas Feinde, Amerikas Freunde aber disst er. (...)

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In der Printausgabe der SZ vom 24./25.1.2026 steht der Artikel auf Seite 7 unter der

Überschrift „Chaos oder Strategie" - und darin die Sätze:

(...) Trumps Vize J. D. Vance war es, der nach den Bombenangriffen auf Iran im Sommer die neue außenpolitische Dok-trin" der USA am besten auf den Punkt brachte. „Was ich als Trump-Doktrin bezeichne, ist ganz einfach.

Erstens formuliert man ein klares amerikanisches Interesse", sagte er damals. „Zweitens versucht man, dieses Problem aggressiv auf diplomatischem Wege zu lösen. Und drittens, wenn man es nicht auf diplomatischem Wege lösen kann, setzt man überwältigende militärische Macht ein, um es zu lösen."

Diese bis heute vielleicht präziseste Definition Trumpscher Außenpolitik hat sich fast wie ein Drehbuch für den Grönland-Konflikt gelesen, ehe Trump Mitte der Woche das Skript - fürs Erste - zur Seite gelegt und ein militärisches Eingreifen ausgeschlossen hat. (...)

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8. FP: Die Entspannung zwischen Israel und Iran wird nicht von Dauer sein

https://foreignpolicy.com/2026/01/23/iran-israel-netanyahu-war-detente-nuclear-program-missiles/

Die Entspannung zwischen Israel und Iran wird nicht von Dauer sein

Die nächste Runde könnte größer und hässlicher sein als der 12-tägige Krieg im letzten Jahr.

Von Raphael S. Cohen, der Direktor des Strategie- und Doktrinprogramms bei der Projektluftwaffe der Rand Corporation.

23. Januar 2026, 15:39

Wenn es eine einzige Linie der Außenpolitik des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu gibt, war es seine harte Haltung gegenüber dem Iran. Seit Jahrzehnten warnt er vor den Gefahren, die von Atomwaffen in den Händen der Ayatollahs ausgehen.

Verständlicherweise sieht er ein Regime, dessen Refrain „Tod für Israel" ist und das eine Countdown-Uhr für Israels Zerstörung hat, die sich in der Mitte Teherans als Bedrohung für das Überleben seines Landes darstellt.

Israel und der Iran führten viele Jahre lang einen Schattenkrieg, und seit dem 7. Oktober 2023, dem Massaker, das von der vom Iran unterstützten Hamas verübt wurde, gipfelten drei Anfälle direkter Konfrontationen, die im vergangenen Juni in einem begrenzten 12-tägigen Krieg gipfelten. Und der Konflikt zeigt keine Anzeichen, dass er vorbei ist. (...)

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9. taz: Säbelrasseln zwischen Iran und den USA - Hohn bei der Freitagspredigt

https://taz.de/Saebelrasseln-zwischen-Iran-und-den-USA/!6148320/

Säbelrasseln zwischen Iran und den USA Hohn bei der Freitagspredigt Der Iran habe seine Hinrichtungen nicht gestoppt, sagt dessen Justiz.

Die UN werfen dem Regime „brutale Unterdrückung" vor.

Kriegsdrohungen nehmen zu.

23.1.2026

18:05 Uhr

dpa/rtr | Irans Justiz hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump dementiert, wonach die Exekution von 800 Demonstranten gestoppt worden sei. „Diese Behauptung ist völlig falsch. Weder existiert eine solche Zahl noch hat die Justiz eine derartige Entscheidung getroffen", zitierte der staatliche Rundfunk den Generalstaatsanwalt Mohammed Mowahedi-Asad.

US-Präsident Donald Trump hat die Führung im Iran erneut vor Hinrichtungen von Regierungsgegnern gewarnt. Eine „Armada" der USA sei auf dem Weg in Richtung Iran, sagte er am Donnerstag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.

Er habe der Regierung in Teheran einen Militärschlag angedroht, falls weiter Demonstranten erhängt würden. Die Lage werde genau beobachtet. Er hoffe aber, dass die USA ihre mächtige Flotte nicht einsetzen müssten. (...)

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10. n tv: Iran warnt Trump vor Angriff - US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" erreicht Ziel im Nahen Osten

https://www.n-tv.de/politik/US-Flugzeugtraeger-Abraham-Lincoln-erreicht-Ziel-im-Nahen-Osten-id30287357.html

Iran warnt Trump vor Angriff US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" erreicht Ziel im Nahen Osten 26.01.2026, 20:33 Uhr

Wegen der brutalen Niederschlagung von Protesten im Iran verlegen die USA einen Flugzeugträger in die Region. Nun befindet sich die "USS Abraham Lincoln" mit ihren Begleitschiffen im Indischen Ozean. Teheran warnt Washington vor einem Schlag gegen das Mullah-Regime.

Vor dem Hintergrund der Spannungen mit dem Iran haben die USA nach eigenen Angaben einen Flugzeugträger in den Nahen Osten entsandt.

Die "USS Abraham Lincoln" und ihre Begleitschiffe seien dort eingetroffen, "um die regionale Sicherheit und Stabilität zu fördern", teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando (Centcom) im Onlinedienst X mit. Aktuell befindet sich der Flugzeugträger im Indischen Ozean. Nähere Angaben zur Position gibt es nicht. (...)

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11. Axios: Exklusiv: Trump sagt, der Iran will einen Deal, da die US-"Armada" eintrifft

https://www.axios.com/2026/01/26/trump-iran-deal-strike-protests

Jan 26, 2026 - Welt Exklusiv: Trump sagt, der Iran will einen Deal, da die US-"Armada" eintrifft Barak Ravid Präsident Trump sagte Axios in einem Interview am Montag, dass die Situation mit dem Iran "im Fluss" sei, weil er eine "große Armada" in die Region geschickt habe, aber der Meinung sei, dass Teheran wirklich einen Deal abschließen wolle.

Warum es wichtig ist: Trump war kurz davor, Anfang des Monats einen Angriff auf Regimeziele im Iran wegen der Tötung von Tausenden von Demonstranten anzuordnen. Stattdessen verzögerte er die Entscheidung und verlegte gleichzeitig militärische Vermögenswerte in die Region. Beamte des Weißen Hauses sagen, dass ein Angriff immer noch auf dem Tisch liegt, obwohl die Proteste weitgehend unterdrückt wurden.

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12. SWP: Mit, ohne, gegen Washington: Die Neubestimmung der Bezie­hungen Europas zu den USA Gerrit Kurtz: Nachhaltiges Friedensengagement in Zeiten kurzlebiger »Deals«

https://www.swp-berlin.org/publications/products/studien/2026S03_Ausblick_Studie_Gesamt.pdf

Barbara Lippert Stefan Mair (Hg.) Mit, ohne, gegen Washington: Die Neubestimmung der Bezie­hungen Europas zu den USA SWP-Studie 2026/S 03, 22.01.2026, 92 Seiten

(...)

Seit 46 ff

Gerrit Kurtz

Nachhaltiges Friedensengagement in Zeiten kurzlebiger »Deals«

(...)

Schlussfolgerungen

Deutschland sieht sich vor der Aufgabe, die eigentlich reformbedürftige Architektur und Praxis internatio- naler Konfliktbearbeitung gegen die Angriffe und Kürzungen der Trump-Administration zu verteidigen. Denn das bisherige System eines »liberalen Friedens« befindet sich in einer tiefen Krise.

Vier notwendige Weichenstellungen lassen sich identifizieren. Erstens sollte die Bundesregierung für sich und in Abstimmung mit zentralen Partnern wie der EU ausdrücklich Mindestkriterien definieren, die US-geführte Vermittlungsprozesse erfüllen müssten, um explizite (finanzielle und politische) Unterstüt- zung zu erhalten. Das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine und das der Palästinenser:innen sind solche Bedingungen. Jeder Prozess sollte überdies danach beurteilt werden, inwiefern er tatsächlich bewaffnete Gewalt reduziert und humanitäre Lebensbedingun- gen der Zivilbevölkerung verbessert.

Zweitens sollte die Bundesregierung dort, wo sie selbst Einfluss hat, diplomatische Impulse geben, die Alternativen zu (möglichen) US-Initiativen bieten. Ein Beispiel dafür wäre Deutschlands Unterstützung für den Übergangsprozess in Syrien, auch in Kooperation mit der Türkei und den Golfstaaten.

Drittens sollte Deutschland (weiterhin) gerade die Art des inklusiven, multilateral koordinierten und lokal geführten Friedensengagements (wie etwa am Tschadseebecken) unterstützen, an welcher es der Trump-Administration fehlt. Dies erfordert jedoch, dass die Bundesregierung den selbst eingeleiteten Kürzungsprozess im Bereich internationale Zusam- menarbeit umkehrt sowie politisch und finanziell wie- der mehr in zivile Konfliktbearbeitung investiert.

Viertens schließlich sollte Deutschland diejenigen Hebel, über die es in Konfliktkontexten verfügt, stär- ker für die Aufrechterhaltung prinzipienorientierter Friedensförderung nutzen. Deutschland sollte Wie- deraufbauhilfe davon abhängig machen, dass bei den Konfliktparteien grundlegende Weichenstellungen stattfinden, beispielsweise dass kein Gewaltakteur Teil einer zukünftigen Regierung in Sudan sein darf.

Während viele internationale Akteure wie die USA zunehmend auf wirtschaftliche oder geopolitische Anreize setzen, um Kriege zu beenden, wäre Deutsch- land gut beraten, die zentrale Rolle interner und internationaler Legitimität hervorzuheben. Nur mit dieser wird nachhaltiger Frieden möglich.

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13. PZKB: "Wege zum Frieden" - Mitschnitt vom Tollwood Winterfestival

https://pzkb.de/publikationen/wege-zum-frieden/ "Wege zum Frieden" Mitschnitt vom Tollwood Winterfestival Die Podiumsdiskussion „Wege zum Frieden", die am 17. Dezember 2025 im Rahmen des Tollwood Winterfestivals in München stattfand, brachte Expertinnen wie Anna Kreikemeyer (Friedensforscherin, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik Hamburg, IFSH), Vered Berman (Friedensaktivistin, Parents Circle – Families Forum, Berlin) und Amelie Overmann (Brot für die Welt und Mitglied im Sprecherinnenrat der Plattform ZKB) zusammen, um Wege und Herausforderungen für Friedensprozesse auf lokaler, regionaler und globaler Ebene zu diskutieren.

Die Videoaufzeichnung der Veranstaltung ist nun online verfügbar.

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/wege-zum-frieden-mitschnitt-vom-tollwood-winterfestival-100.html

Wie kann Frieden entstehen, wie können wir ihn dauerhaft sichern - lokal, regional und global?

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14. Buechner-Verlag: Bruno Kern. »... den Krieg gründlich verlernen«

https://www.buechner-verlag.de/wp/wp-content/uploads/2025/12/Buchflyer_9783963174353_Kern.pdf

Bruno Kern »... den Krieg gründlich verlernen« Büchner-Verlag, 2026, 148 Seiten 16,00 €

Zum Buch

Wenn wir uns noch eine geringe Chance bewahren wollen, die Überlebenskrise der Menschheit zu bewältigen, dann müssen wir uns zugleich von jeder militärischen Logik radikal verabschieden. So lautet die zentrale These, die Bruno Kern hier vertritt.

Allein aus ökologischen Gründen können wir uns Rüstung, Militär und Krieg gar nicht mehr leisten. Auch "militärische Verteidigung" führt sich angesichts der Zerstörungskraft der heutigen Waffen selbst ad absurdum.

Anhand einer gründlichen Analyse des Ukrainekrieges entlarvt der Autor die dahinter stehenden geopolitischen Interessen und stellt die "Lüge von der Zeitenwende" bloß.

Er setzt sich mit den wichtigsten Gewaltmythen und bellizistischen Ideologien auseinander und entwickelt eine pazifistische Ethik auf der Höhe der Zeit. In deren Zentrum steht die Unüberbietbarkeit des einzelnen Menschenlebens.

Der Autor führt uns exemplarisch auch in die jüdisch-christliche Tradition ein. Das "subversive Unterlaufen der Gewalt" in der Bergpredigt hat eine säkulare politische Entsprechung: soziale statt militärische Verteidigung als einzige aussichtsreiche Antwort auf einen Aggressor.

Bruno Kern, geb. 1958 in Wien, Dr. theol. M. A., Theologe und Philosoph, lebt heute als freischaffen- der Autor und Übersetzer in Mainz. Zahlreiche und breit wahrgenommene Veröffentlichungen in den Bereichen Ökologie, Politik, Literatur und Theologie.

Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zäh- len "Das Märchen vom grünen Wachstum" und "Industrielle Abrüstung jetzt!"