Unter dem Leitwort „Selig sind, die Frieden stiften“ läuft derzeit die Petition „Seelsorge bleibt zivil – Nein zur Militarisierung kirchlicher und diakonischer Dienste“. Sie wurde von pax christi angestoßen und wendet sich gegen eine stärkere Einbindung kirchlicher Arbeit in militärische Planungen.
Im Mittelpunkt steht das ökumenische „Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“, das seit 2025 vorliegt. Kritisch gefragt wird darin, welche Rolle Kirchen in Zeiten gesellschaftlicher Aufrüstung einnehmen und wie Friedensarbeit, Seelsorge und zivile Konfliktbearbeitung gestärkt werden können.
Der Versöhnungsbund teilt die Sorge, dass militärische Denkweisen zunehmend in Bereiche hineinreichen, die dem Frieden und dem Schutz menschlicher Würde verpflichtet sind. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Orten, an denen über Alternativen zu Abschreckung und Krieg nachgedacht wird: über Gewaltfreiheit, gemeinsame Sicherheit und eine Kultur der Entfeindung.
Die Petition kann online unterzeichnet werden. Auch Unterschriftenlisten zum Weitergeben stehen bereit. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 4. November 2026.