Wilde FriedensKirche in Dortmund Keine Gewöhnung an Gewalt – Gedenken an Mehmet Kubasik

Gespeichert von Karin Weise am
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Am Sonntag, den 10. Mai 2026, lädt die Initiative „Wilde FriedensKirche“ zu einem besonderen Friedensgottesdienst unter freiem Himmel nach Dortmund ein. Treffpunkt ist um 15:00 Uhr am Nordausgang des Hauptbahnhofs (Königswall 15).

Im Zentrum steht das Gedenken an Mehmet Kubasik, der am 4. April 2006 vom rechtsextremen Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) ermordet wurde. Die Wilde FriedensKirche erinnert an ihn – und setzt zugleich ein Zeichen gegen das Vergessen und gegen jede Form der Gewöhnung an Gewalt.

Die Wilde FriedensKirche versteht sich als offene Gemeinschaft von Menschen, die den Frieden bewusst ins Zentrum ihres Glaubens und Handelns stellen. Inspiriert von der Botschaft Jesu suchen die Teilnehmenden nach Wegen, Gewalt nicht mit Gegengewalt zu beantworten, sondern ihr mit Haltung, Mitgefühl und gewaltfreier Praxis entgegenzutreten. Im Evangelium sehen sie keine Rechtfertigung von Gewalt, sondern eine Einladung, Konflikte menschlich und friedlich zu gestalten.

Die Gottesdienste finden bewusst im öffentlichen Raum statt. Die Gruppe geht gemeinsam an Orte, an denen Gewalt sichtbar wurde oder bis heute nachwirkt – und setzt dort Zeichen der Hoffnung und des Friedens.

Der Ablauf ist offen gestaltet: Lieder, Gebete, Texte und Fürbitten wechseln sich ab mit Zeiten der Stille und des Gesprächs. Eigene Beiträge sind ausdrücklich willkommen. Im Anschluss wird geteilt, was an Essen und Getränken mitgebracht wurde – eine einfache, lebendige Form von Gemeinschaft.

Eingeladen sind alle Menschen, die sich auf den Weg der Gewaltfreiheit einlassen möchten – unabhängig von religiöser Zugehörigkeit.

Der Internationale Versöhnungsbund unterstützt die Initiative als Bündnispartner und freut sich über Menschen, die Friedensarbeit sichtbar machen – mitten im Alltag unserer Städte.



 

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