Liebe Friedensinteressierte,
nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarismus.
1. Der Spiegel: Trump will sich Ukraine-Waffenlieferungen von der Nato bezahlen lassen
2. BR: Patriot-Kauf für die Ukraine: "Alle müssen Portemonnaies öffnen"
3. Der Standard: Ultraorthodoxe Partei verlässt Koalition von Ministerpräsident Netanjahu
4. Der Freitag: Politik: Alle Palästinenser in ein Lager sperren, wie nennt ihr das?
5. DLF: Kommentar zu „humanitärer Stadt" in Gaza: Vertreibung anders etikettiert
6. Tagesschau: U-Boot-Geschäft Netanjahu wollte, dass Merkel-Berater entlassen wird
7. NewYorkTimes: Omer Bartov: Ich bin Genozid-Forscher. Ich erkenne es, wenn ich es sehe.
8. IPG: Peter Beinart: Der Wind hat sich gedreht
9. ai: Offener Brief zu Gaza: Prominente fordern Bundesregierung zum Handeln auf
10. Der Freitag: Politik: 27 ehemalige EU-Botschafter fordern: EU muss Handelsabkommen mit Israel jetzt aussetzen
11. Die Zeit: Alexander Kluge: "Ich muss mich ganz in die Perspektive des Gegners hineinversetzen"
12. Nuclearban: Zeitungsanzeige: 80 Jahre nach Hiroshima: Für eine Zukunft ohne Atomwaffen!
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1. Der Spiegel: Trump will sich Ukraine-Waffenlieferungen von der Nato bezahlen lassen
Wert von bis zu 300 Millionen Dollar Trump will sich Ukraine-Waffenlieferungen von der Nato bezahlen lassen
Erstmals seit seiner Rückkehr ins Amt plant US-Präsident Trump, Waffen in die Ukraine zu liefern – offenbar per präsidentieller Vollmacht. Zudem kündigt er ein »bedeutendes Statement« zu Russland an.
11.07.2025, 07.20 Uhr
Die USA wollen der Ukraine künftig Waffen über die Nato liefern. Das Bündnis bezahle die Waffen vollständig, sagt US-Präsident Donald Trump dem Sender NBC News.
»Wir schicken Waffen an die Nato, und die Nato wird die vollen Kosten für diese Waffen erstatten.« Erstmals seit seiner Rückkehr ins Amt will Trump damit Waffen in die Ukraine schicken. (...)
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2. BR: Patriot-Kauf für die Ukraine: "Alle müssen Portemonnaies öffnen"
15.07.2025, 13:38 Uhr
Patriot-Kauf für die Ukraine: "Alle müssen Portemonnaies öffnen" Die USA bieten den Verkauf von Patriot-Systemen für die Ukraine an. Deutschland finanziert nun zwei solcher Flugabwehr-Systeme. Verteidigungsminister Pistorius fordert aber auch die Beteiligung der anderen Nato-Länder.
Über dieses Thema berichtet:
BR24 Infoblock am 15.07.2025 um 08:45 Uhr.
Die europäischen Nato-Staaten planen massive Militärhilfen für die Ukraine und wollen dafür entsprechendes Rüstungsmaterial von den USA kaufen. Eine führende Rolle soll dabei Deutschland einnehmen. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kündigte an, dass Deutschland zwei Patriot-Systeme für rund zwei Milliarden Euro von den USA abkaufen werden. (...)
3. Der Standard: Ultraorthodoxe Partei verlässt Koalition von Ministerpräsident Netanjahu
Nahost Ultraorthodoxe Partei verlässt Koalition von Ministerpräsident Netanjahu
Der Grund für den Austritt der Partei Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) ist ein Streit über die Wehrpflicht von ultraorthodoxen Juden. Damit hat Netanjahu nur mehr eine hauchdünne Mehrheit
15. Juli 2025, 06:08
Jerusalem – In Israel hat die ultraorthodoxe Partei Vereinigtes Tora-Judentum (UTJ) am frühen Dienstagmorgen ihren Austritt aus der Regierungskoalition von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt.
Grund für den Austritt sei, dass ein Gesetzentwurf zur Befreiung von Tora-Studenten vom Militärdienst nicht angenommen wurde. Am späten Montagabend hatte eine Fraktion der UTJ, Degel HaTorah, bereits den Austritt ihrer Abgeordneten verkündet. (...)
Wenn die UTJ wegbricht, hat Netanjahu nur noch eine hauchdünne Mehrheit von 61 Sitzen in der 120 Sitze zählenden Knesset, dem Parlament. Es war zunächst nicht klar, ob Shas, eine weitere ultraorthodoxe Partei, dem Beispiel der UTJ folgen wird.
Sowohl Netanjahu als auch Finanzminister Bezalel Smotrich hatten bei der letzten Regierungsbildung ein neues Wehrpflichtgesetz zunächst ausgeschlossen, denn sie waren auf die Unterstützung der ultraorthodoxen UTJ und ihrer Schwesterpartei Shas angewiesen, die zusammen 18 Sitze in der 120 Sitze umfassenden Knesset haben. (...)
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4. Der Freitag: Politik: Alle Palästinenser in ein Lager sperren, wie nennt ihr das?
Politik: Alle Palästinenser in ein Lager sperren, wie nennt ihr das? Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat Pläne für die Internierung aller Palästinenser Gazas in ein Lager bei Rafah vorgestellt. Noch wäre Zeit, dieses Verbrechen zu verhindern. Doch dazu müssten sich deutsche Medien bewegen
Von Elsa Koester
08.07.2025
Es ist der Dienstagmorgen des 8. Juli 2025, Israel hat gerade angekündigt, ein Lager in Rafah zu errichten, in das es sämtliche Bewohner des Gazastreifens „aufnehmen" will – um sie dann nicht mehr herauszulassen. Zuerst 600.000, dann alle Palästinenser. Das berichtete die israelische Zeitung Haaretz am Montagabend. Und was titeln die Leitmedien in Deutschland am Dienstag?
„Wo in Deutschland die Wege am Kürzesten sind", titelt die Zeit: In deutschen Städten und Dörfern soll alles ohne Auto erreichbar werden. Mit Karte. Tagesschau.de macht ein FAQ zu Jens Spahns Maskenskandal, die Frankfurter Allgemeine Zeitung porträtiert die Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf für das Amt der Verfassungsrichterin (...).
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5. DLF: Kommentar zu „humanitärer Stadt" in Gaza: Vertreibung anders etikettiert
Kommentar zu „humanitärer Stadt" in Gaza: Vertreibung anders etikettiert Resch, Hanna | 12. Juli 2025, 13:20 Uhr
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6. Tagesschau: U-Boot-Geschäft Netanjahu wollte, dass Merkel-Berater entlassen wird
https://www.tagesschau.de/investigativ/panorama/u-boote-netanjahu-merkel-heusgen-100.html
U-Boot-Geschäft Netanjahu wollte, dass Merkel-Berater entlassen wird
Stand: 10.07.2025 15:23 Uhr Ein U-Boot-Deal zwischen Deutschland und Israel aus der Merkel-Zeit sorgte wiederholt für Aufregung. Panorama-Recherchen zeigen nun, dass Premier Netanjahu im Zuge der Verhandlungen die Entlassung von Merkel-Berater Heusgen forderte.
Von Stefan Buchen, NDR
Das sechste U-Boot für Israel liegt fast fertig in der Werft von Thyssenkrupp in Kiel.
Der Vertrag dafür wurde vor 13 Jahren zwischen der Bundesregierung und Israel, damals bereits regiert von Premierminister Benjamin Netanjahu, unterschrieben. Dass es im Zusammenhang mit dem U-Boot Korruptionsvorwürfe gibt, ist bekannt.
Es ist Gegenstand einer Anklage wegen Bestechung vor einem Gericht in Tel Aviv. Angeklagt sind, neben dem ehemaligen Verkaufsagenten von Thyssenkrupp in Israel, mehrere ehemalige Mitarbeiter aus dem Amt des Premierministers. Ihnen wird Annahme von Bestechungsgeldern vorgeworfen. (...)
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7. NewYorkTimes: Omer Bartov: Ich bin Genozid-Forscher. Ich erkenne es, wenn ich es sehe.
https://www.nytimes.com/2025/07/15/opinion/israel-gaza-holocaust-genocide-palestinians.html?smid=nytcore-ios-share&referringSource=articleShare (in deutscher Übersetzung aus der New York Times) Meinung
Gast-Essay
15.7.2025
Ich bin Genozid-Forscher. Ich erkenne es, wenn ich es sehe.
Von Omer Bartov
Dr. Bartov ist Professor für Holocaust- und Genozidstudien an der Brown University. Manche mögen diese Kampagne als ethnische Säuberung und nicht als Völkermord bezeichnen. Aber es gibt eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Wenn eine ethnische Gruppe nirgendwo hingehen kann und ständig von einer sogenannten Sicherheitszone in die nächste vertrieben, unerbittlich bombardiert und ausgehungert wird, kann ethnische Säuberung zu Völkermord werden.
Dies war der Fall bei mehreren bekannten Völkermorden des 20. Jahrhunderts, wie dem der Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, der 1904 begann, dem Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg und sogar dem Holocaust, der mit dem Versuch der Deutschen begann, die Juden zu vertreiben, und mit ihrer Ermordung endete. (...)
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8. IPG: Peter Beinart: Der Wind hat sich gedreht
Nordamerika 09.07.2025 |
Peter Beinart Der Wind hat sich gedreht Was sich aus den Vorwahlen der Demokraten zum New Yorker Bürgermeisteramt lernen lässt.
Peter Beinart ist Associate Professor für Journalismus und Politikwissenschaften an der City University of New York, Kolumnist bei der New York Times und Redakteur des Magazins Jewish Currents.
(...) Laut Gallup lag 2013 die Sympathie der Demokraten für Israel um 36 Prozentpunkte höher als für die Palästinenser. Nach über einem Jahrzehnt nahezu ununterbrochener rechter Regierung unter Premierminister Benjamin Netanjahu, dem Aufstieg extremistischer Politiker wie Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich sowie der massenhaften Tötung und Aushungerung palästinensischer Zivilisten im Gazastreifen haben sich diese Zahlen inzwischen vollständig gedreht.
Damit ist der Staat deutlich weniger beliebt als Kuba und nur geringfügig beliebter als China.
Im Februar dieses Jahres stellte Gallup fest, dass Demokraten inzwischen stärker mit den Palästinensern sympathisieren als mit den Israelis – mit einem Vorsprung von 38 Prozentpunkten. (...)
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9. ai: Offener Brief zu Gaza: Prominente fordern Bundesregierung zum Handeln auf
https://www.amnesty.de/aktuell/deutschland-gaza-israel-offener-brief-forderungen-bundesregierung
04. Juni 2025 Offener Brief zu Gaza: Prominente fordern Bundesregierung zum Handeln auf Täglich wird die Lage der Menschen in Gaza schlimmer: Mit ihren Angriffen hat die israelische Armee zehntausende Zivilist*innen getötet – Kinder, Ältere, Frauen, Männer. Der Hunger breitet sich in Gaza aus, Kinder und Babys sterben. Es ist eine beispiellose, menschengemachte humanitäre Katastrophe. Und die deutsche Politik macht sich mitschuldig, weil sie nicht die nötigen Konsequenzen zieht.
Deswegen hat sich Amnesty International gemeinsam mit über 60 prominenten Personen des öffentlichen Lebens in einem offenen Brief an die Bundesregierung gewandt. Mit dabei sind Enissa Amani, Sandra Hüller, Luisa Neubauer, Fatih Akin, Axel Prahl und Kurt Krömer. Initiiert hat die Aktion Said Atris Hashemi, ein Hinterbliebener des Anschlags von Hanau. Wir fordern unter anderem, dass die Bundesregierung Rüstungsexporte nach Israel aussetzt und sich für einen sofortigen Waffenstillstand und ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe einsetzt.
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,
sehr geehrter Herr Vizekanzler Klingbeil,
sehr geehrter Herr Außenminister Wadephul,
sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,
sehr geehrte Mitglieder des Bundestages,
viele Bürgerinnen und Bürger dieses Landes empfinden eine tiefe Scham angesichts der deutschen Positionierung im Nahostkonflikt. Laut Umfragen kritisieren 80 Prozent der Bevölkerung das militärische Vorgehen Israels in Gaza und 60 Prozent sprechen sich gegen Waffenlieferungen nach Israel aus.
Wir schreiben Ihnen daher mit großer Bestürzung angesichts der anhaltenden humanitären Katastrophe im Gazastreifen und der Rolle Deutschlands in diesem bewaffneten Konflikt, für den der Internationale Gerichtshof bereits vor 17 Monaten ein "reales und unmittelbares" Risiko eines Genozids für plausibel beschied.
International renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen warnen bereits seit dem 15. Oktober 2023 vor einem möglichen Genozid – und zwar auf Basis dokumentierter höchstgerichtlich fixierter Aussagen der israelischen Regierung und Armeeführung.
Seitdem hat sich die Katastrophe vor den Augen der Weltöffentlichkeit und der deutschen Politik immer weiter verschärft. Die Verantwortung, trotz dieser eindringlichen Warnungen nicht den völkerrechtlichen Verpflichtungen zur Verhinderung eines Völkermordes nachgekommen zu sein, wiegt schwer.
Die Kriegsverbrechen des 7. Oktober 2023 durch die Hamas haben die israelische Bevölkerung tief erschüttert und traumatisiert. Allen Betroffenen, insbesondere den Geiseln und ihren Angehörigen, gilt unsere Solidarität sowie unser tiefes Mitgefühl und wir sehen uns in der Pflicht, ihre Forderungen nach einem sofortigen Waffenstillstand zu stützen.
Die militärische Antwort der israelischen Regierung nach dem 7. Oktober 2023 darf jedoch nicht als Rechtfertigung für eine Kriegsführung dienen, die von einer Vielzahl internationaler Völkerrechtler und Völkerrechtlerinnen mittlerweile als unverhältnis- und unrechtmäßig eingestuft wird. Zumal sie mit der Begehung zahlreicher Kriegsverbrechen durch die israelische Regierung und Armee einhergeht, darunter Aushungerung und Vertreibung. Inzwischen äußert sich die israelische Regierung offen zu ihren Plänen einer vollständigen Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung und einer Annexion des Gazastreifens.
Diese militärische Gewalt dient nicht der Befreiung der noch lebenden Geiseln, deren Rettung höchste Priorität haben muss. Dieselbe Priorität gilt für Leben, Schutz und Würde der palästinensischen Zivilisten und Zivilistinnen. Im Sinne des universellen Völker- und Menschenrechts sowie der Unantastbarkeit der Menschenwürde müssen Bundesregierung und Bundestag sich ihnen nicht nur in gleichem Maße zuwenden, sondern entschiedener handeln:
Internationale Organisationen, darunter die Vereinten Nationen, das Internationale Komitee des Roten Kreuzes, Amnesty International und Medico International sowie zahlreicheWissenschaftler und Politiker weiterer EU-Länder fordern einen sofortigen Stopp von Waffenlieferungen an Israel sowie eine umfassende humanitäre Unterstützung für die betroffene Zivilbevölkerung.
Humanitäre Hilfe muss sofortigen Zugang zum gesamten Gazastreifen erhalten. Ihre Verteilung sollte durch zivile, humanitäre und UN-Organisationen nach den Prinzipien der Unparteilichkeit und Neutralität erfolgen – und keine weiteren Vertreibungen verursachen.
Die derzeitige international kritisierte Verteilungspraxis bewirkt das Gegenteil: Sie schließt die vulnerabelsten Gruppen faktisch aus – darunter Schwangere, Frauen, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Verwundete, die die Verteilstationen nicht erreichen können. Diese Praxis führt zu neuer, erzwungener Vertreibung.
Deutschland hat sich stets zu den universellen Prinzipien des Völkerrechts und der Menschenrechte bekannt. Es ist daher unerlässlich, dass die Bundesregierung ihre Außenpolitik auch in diesem konkreten Fall an diesen Werten ausrichtet und sich aufgrund Deutschlands historischer Verantwortung gegenüber Israel nicht selbst von der Pflicht entbindet, Völkerrechtsverletzungen klar zu benennen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Denn die Staatsräson steht weder über dem Völkerrecht noch über dem für seine Völkerrechtsfreundlichkeit bekannten Grundgesetz.
Deutschland hat aufgrund seiner historischen Schuld eine besondere Verantwortung: sowohl für die Einhaltung des Völkerrechts und der universellen Menschenrechte als auch für den Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus. Das völkerrechtlich verbriefte Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung muss das politische Handeln Deutschlands deshalb mitbestimmen. Nur so kann ein Frieden in der Region und die Sicherheit Israels und Palästinas gewährleistet werden.
Wir fordern daher:
1. Deutliche Positionierung und Einsatz der deutschen Bundesregierung für einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand zwischen den Konfliktparteien, um weiteres Leid der Zivilbevölkerungen zu verhindern.
2. Prüfung und Aussetzung von Rüstungsexporten nach Israel, insbesondere solcher, die in Gaza, in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes, im Libanon und in Syrien zu Völkerrechtsverletzungen beitragen oder das Überleben der Geiseln und der palästinensischen Zivilbevölkerung gefährden.
3. Einsatz für die ungehinderte humanitäre Hilfe für alle Menschen im gesamten Gazastreifen, einschließlich der Bereitstellung von Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und anderer lebensnotwendiger Güter durch zivile humanitäre Hilfsorganisationen und UN-Organisationen nach den für humanitäre Hilfe geltenden Prinzipien.
4. Stärkung des internationalen Strafgerichtshofs und internationaler Organisationen, indem die Bundesregierung unmissverständlich erklärt, dass Deutschland sich an internationales Recht halten wird – einschließlich der Pflicht, den Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen israelische Politiker zu vollstrecken.
5. Koordinierung mit der Politik europäischer und internationaler Partner wie u.a. Frankreich, Kanada oder Spanien, die sich für eine menschenrechtsbasierte Nahostpolitik positionieren, sowie eine proaktive Unterstützung gemeinsamer Maßnahmen, um dadurch politischenDruck auf die israelische Regierung auszuüben – mit dem Ziel der sofortigen Beendigung des Krieges, dem Ende der Besatzung, dem Ende der Luft-, See- und Bodenblockade Gazas, dem Ende der laut Internationalem Gerichtshof illegalen Siedlungspolitik im Westjordanland sowie der dortigen fortlaufenden Gewalteskalation gegenüber palästinensischen Zivilisten und Zivilistinnen, als auch dem Recht von Israelis und Palästinensern auf Gerechtigkeit, Sicherheit und Selbstbestimmung.
Wir appellieren an Sie, die moralischen Grundsätze, die das gesellschaftliche Fundament der Bundesrepublik bilden, vollumfänglich und ohne Ausnahme zu respektieren. Richten Sie die deutsche Außenpolitik so aus, dass sie dem Anspruch der Demokraten und Demokratinnen dieses Landes gerecht wird und dass Deutschland eine friedensfördernde Rolle in der Welt einnimmt - auf dem festen Fundament der Menschenrechte und Menschenwürde.
(Erst-)Unterzeichnende in alphabetischer Reihenfolge
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Hier kann der Brief mitunterzeichnet werden:
https://weact.campact.de/petitions/stoppt-die-kriegsverbrechen-in-gaza
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10. Der Freitag: Politik: 27 ehemalige EU-Botschafter fordern: EU muss Handelsabkommen mit Israel jetzt aussetzen
Politik : 27 ehemalige EU-Botschafter fordern: EU muss Handelsabkommen mit Israel jetzt aussetzen Sie waren als Diplomaten im Nahen Osten eingesetzt, jetzt fordern sie die EU zum Handeln auf: Ex-Botschafter der Europäischen Union rufen EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen dazu auf, das Assoziierungsabkommen mit Israel auszusetzen
Von Sven Kühn von Burgsdorff, Geoffrey Barrett, Karen Fogg u.a.
14.07.2025
Dieser Offene Brief wurde von 27 ehemaligen EU-Botschafter*innen verfasst, darunter Sven Kühn von Burgsdorff, der ehemalige EU-Botschafter der EU für Palästina. Adressiert ist er an EU-Ratspräsident António Costa, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, Hohe Vertreterin und Vizepräsidentin Kaja Kallas und Kommissarin Dubravka Šuica.
Die Verfasser*innen weisen darin im Vorfeld des Außenministertreffens am 15. Juli 2025 auf eine rechtliche Möglichkeit hin, vonseiten der Europäischen Union Einfluss auf das Geschehen in Gaza und im Westjordanland zu nehmen, wo sie weitere Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen das Völkerrecht befürchten.
Der Freitag dokumentiert den Offenen Brief.
Wir sind eine Gruppe von 27 ehemaligen Botschaftern und Botschafterinnen der Europäischen Union, die in der Region gedient haben und/oder weiterhin ein starkes Interesse an den dortigen Geschehnissen haben. Wir möchten unsere tiefe Besorgnis über die Reaktion der EU auf die Entwicklungen seit den abscheulichen Anschlägen vom 7. Oktober 2023 zum Ausdruck bringen. (...)
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11. Die Zeit: Alexander Kluge: "Ich muss mich ganz in die Perspektive des Gegners hineinversetzen"
https://www.zeit.de/2025/28/alexander-kluge-frieden-krieg-regisseur
Alexander Kluge: "Ich muss mich ganz in die Perspektive des Gegners hineinversetzen" Alexander Kluge über die Kunst, Frieden zu schließen
Interview: Dr. Peter Neumann
Aus der ZEIT Nr. 28/2025
Aktualisiert am 6. Juli 2025, 11:07 Uhr
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12. Nuclearban: Zeitungsanzeige: 80 Jahre nach Hiroshima: Für eine Zukunft ohne Atomwaffen!
https://nuclearban-tour.de/nuclearban-tour/80-jahre-nach-hiroshima/
AUFRUF für Zeitungsanzeigen
80 Jahre nach Hiroshima: Für eine Zukunft ohne Atomwaffen!
https://nuclearban-tour.de/nuclearban-tour/80-jahre-nach-hiroshima/beteiligung/
Liebe Mitstreiter/innen für eine atomwaffenfreie Welt, die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki jähren sich bald zum 80. Mal. Solche Tragödien dürfen sich nicht wiederholen.
Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen lassen nur einen Schluss zu: die Ächtung der Atomwaffen gilt es voranzutreiben, die atomare Abschreckung zu überwinden, denn sie bietet nur eine scheinbare Sicherheit. Statt neuer Hochrüstung braucht es endlich wieder Kooperation und Abrüstung.
Acht Jahre nach Beschluss des Atomwaffenverbotsvertrags haben sich letzte Woche wieder mehrere Hundert Städte am Flaggentag der deutschen Mayors for Peace beteiligt, begleitet von vielfältigen Aktionen lokaler Friedensinitiativen.
Eine Ermutigung, auf der wir für die Gedenktage Anfang August aufbauen wollen.
Aus diesem Grund bitte ich Sie und Euch um Ihre/Eure Unterstützung.
In Ergänzung einer bundesweiten Plakataktion (https://nuclearban-tour.de/nuclearban-tour/80-jahre-nach-hiroshima/) verschiedener Partner in Berlin, Hamburg, München, Köln, Hannover und Mainz schalten wir Anzeigen mit ähnlichem Motiv in der taz, dem Freitag und evtl. weiteren überregionalen Zeitung ab 31. Juli. Im Kontext vieler weiterer Aktivitäten.
Spenden Sie mindestens 20 Euro als Einzelperson oder 50 Euro als Organisation für die Anzeige.
Übernehmen Sie gerne zusätzlich eine Patenschaft für die bundesweite Plakataktion in Höhe von 80 Euro
Bankverbindung: Friedenswerkstatt Mutlangen, DE60 6145 0050 0800 2684 99, Kreissparkasse Ostalb, OASPDE6AXXX, Verwendungszweck: Zeitungsanzeigen 80 Jahre
Helfen Sie mit und suchen Sie engagierte Menschen aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft, Freunde, Bekannte und Verwandte, die den Aufruf ebenso unterzeichnen.
Besten Dank und friedliche Grüße
Roland Blach
Friedenswerkstatt Mutlangen, Forststr. 3,
73557 Mutlangen, roland.blach@pressehuette.de