Neue Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien - sowie zum Thema Militarisierung

Gespeichert von Helmut Brinkma… am

 

Liebe Friedensinteressierte, beiliegend sende ich Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien - sowie zum Thema Militarisierung.

1. n tv: US-Präsident wirkt ratlos Trump: "Bin sehr enttäuscht" von Putin 

2. Tagesspiegel: Soldatenfleisch statt Panzer": Aktueller Frontbericht zeigt die neue Realität im Ukraine-Krieg 

3. Handelsblatt: Ukraine-Krieg - EU schätzt Ukraine-Hilfsbedarf auf riesige Milliardensumme

4. DLF: Kommentar zum Jahrestag des Hamas-Überfalls: Zwei Jahre Leid sind genug 

5. IPG: Ende des Schreckens?Trumps erzwungener Waffenstillstand im Gaza-Krieg ist ein Wendepunkt. Doch der Weg zum Frieden ist noch weit. 

6. DW: Gaza-Friedensplan: Was kommt nach dem Gipfel in Ägypten? 

7. taz: Versöhnung in Israel und Palästina - „Ich entdeckte den Menschen, wo ein Feind sein sollte" 

8. taz: Nahost-Autor über Frieden „Es wird ein Land für alle sein" 

9. taz: Charlotte Wiedemann: Deutsche Israel-Politik - Auf das Versagen muss Einsicht folgen

10. Der Spiegel: Anhörung vor Parlamentarischem Kontrollgremium - BND warnt vor russischem Angriff auf Nato in naher Zukunft 

11. Die Welt: Munitionslager sollen auch gegen den Willen der betroffenen Kommune gebaut werden 

12. ThePioneer: Exklusiv: Das Sicherheits-Trio Boris Pistorius, Alexander Dobrindt und Armin Papperger auf der Pioneer Two 

13. Greenpeace: Rechtsgutachten zum neuen Wehrpflichtgesetz

14. Atilioboron: Adolfo Pérez Esquivel: VON NOBEL ZU NOBEL - OFFENER BRIEF AN MARIA CORINA MACHADO

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1. n tv: US-Präsident wirkt ratlos Trump: "Bin sehr enttäuscht" von Putin

https://www.n-tv.de/politik/Trump-Bin-sehr-enttaeuscht-von-Putin-article26097484.html

US-Präsident wirkt ratlos Trump: "Bin sehr enttäuscht" von Putin 15.10.2025, 03:15 Uhr

Trump kann gut mit Putin - dachte er bislang jedenfalls. Kurz vor einem Besuch des ukrainischen Staatschefs lässt der US-Präsident aber eine gewisse Ernüchterung erkennen.

US-Präsident Donald Trump hat wenige Tage vor einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington seinen Unmut über Kremlchef Wladimir Putin geäußert. "Ich bin sehr enttäuscht, denn Wladimir und ich hatten ein sehr gutes Verhältnis. Wahrscheinlich haben wir das immer noch", sagte Trump im Weißen Haus. "Ich weiß nicht, warum er diesen Krieg fortsetzt." (...)

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2. Tagesspiegel: Soldatenfleisch statt Panzer": Aktueller Frontbericht zeigt die neue Realität im Ukraine-Krieg

https://www.tagesspiegel.de/internationales/soldatenfleisch-statt-panzer-aktueller-frontbericht-zeigt-die-neue-realitat-im-ukraine-krieg-14482685.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

Soldatenfleisch statt Panzer": Aktueller Frontbericht zeigt die neue Realität im Ukraine-Krieg Der Krieg um die Ukraine hat sich verändert. Im vierten Jahr heißt es: Mann gegen Mann und Drohnen gegen Mann. Dabei werden offenbar auch prorussische Zivilisten zunehmend zum Problem – und getarnte russische Soldaten.

Von Tobias Mayer Stand: 07.10.2025, 11:36 Uhr

Die russische Armee rückte dieses Jahr an der Front im Osten und Südosten der Ukraine so wenig vor, dass zwei Militärexperten die Sommeroffensive jüngst für gescheitert erklärten. Trotzdem hat sich der Krieg verändert. Er wird nun vor allem mit Kampfdrohnen geführt, die ukrainische Städte attackieren und an der Front zur Dauergefahr am Himmel geworden sind. Panzer spielen dagegen kaum mehr eine Rolle. (...)

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3. Handelsblatt: Ukraine-Krieg - EU schätzt Ukraine-Hilfsbedarf auf riesige Milliardensumme

https://www.handelsblatt.com/politik/international/ukraine-krieg-eu-schaetzt-ukraine-hilfsbedarf-auf-riesige-milliardensumme/100160339.html

Ukraine-Krieg EU schätzt Ukraine-Hilfsbedarf auf riesige Milliardensumme

US-Präsident Donald Trump hat die finanzielle Unterstützung für die Ukraine radikal zurückgefahren. Die Europäer haben nun berechnet, was in den nächsten Jahren auf sie zukommt. Hilft russisches Geld?

06.10.2025 - 17:24 Uhr

Brüssel. Für die militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine wird in den kommenden zwei Jahren voraussichtlich ein dreistelliger Milliardenbetrag benötigt. Wie ein EU-Beamter in Brüssel sagte, schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) den Bedarf an Haushaltshilfen für das Funktionieren des Staates 2026 und 2027 auf 60 Milliarden US-Dollar (51 Mrd. Euro).

Hinzu kämen vermutlich mindestens 80 Milliarden Euro für Waffen und Munition für den Abwehrkampf gegen Russland – und dabei ist schon einkalkuliert, dass der Krieg möglicherweise nicht mehr volle zwei Jahre in der derzeitigen Form weitergeht. (...)

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4. DLF: Kommentar zum Jahrestag des Hamas-Überfalls: Zwei Jahre Leid sind genug

https://www.deutschlandfunk.de/kommentar-zum-jahrestag-des-hamas-ueberfalls-zwei-jahre-leid-sind-genug-100.html

Kommentar zum Jahrestag des Hamas-Überfalls: Zwei Jahre Leid sind genug Kitzler, Jan-Christoph | 07. Oktober 2025, 19:05 Uhr

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5. IPG: Ende des Schreckens? Trumps erzwungener Waffenstillstand im Gaza-Krieg ist ein Wendepunkt. Doch der Weg zum Frieden ist noch weit.

https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/ende-des-schreckens-8604/?utm_campaign=de_40_20251009&utm_medium=email&utm_source=newsletter

Naher Osten/Nordafrika

09.10.2025

Marcus Schneider Ende des Schreckens? Trumps erzwungener Waffenstillstand im Gaza-Krieg ist ein Wendepunkt. Doch der Weg zum Frieden ist noch weit. Marcus Schneider leitet das FES-Regionalprojekt für Frieden und Sicherheit im Mittleren Osten mit Sitz in Beirut, Libanon. Zuvor war er für die FES unter anderem als Leiter der Büros in Botswana und Madagaskar tätig.

Ist das nun der Durchbruch, der den Schrecken ohne Ende beendet? Viele Fragezeichen bleiben noch beim von Präsident Donald Trump forcierten Waffenstillstand in Gaza – dennoch ist es der erfolgversprechendste Versuch seit zwei Jahren, diesen militärisch völlig sinnlos gewordenen Krieg zu beenden.

Es ist besonders den letzten noch lebenden Geiseln, die ein fast zweijähriges Martyrium hinter sich haben, und der zutiefst geschundenen Zivilbevölkerung von Gaza zu wünschen, dass der Deal gelingt. Dass der Schlüssel zum Kriegsende in Washington liegt, ist seit langem offensichtlich. (...)

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siehe auch: https://www.ohchr.org/en/press-releases/2025/10/palestine-any-peace-plan-must-respect-international-law-beginning-self

Palästina: Jeder Friedensplan muss das Völkerrecht respektieren, beginnend mit Selbstbestimmung und Rechenschaftspflicht, fordern UN-Experten auf

03. Oktober 2025

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siehe auch:

https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/frieden-mit-fragezeichen-8608/?utm_campaign=de_40_20251014&utm_medium=email&utm_source=newsletter Naher Osten/Nordafrika 13.10.2025

Ralf Melzer & Maria Dellasega & Ronja Schiffer & Sven Schwersensky & Merin Abbass Frieden mit Fragezeichen

Donald Trump lässt sich für seinen Gaza-Deal feiern.

Doch wie blickt der Nahe Osten auf das Abkommen?

Wir berichten aus den betroffenen Ländern.

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6. DW: Gaza-Friedensplan: Was kommt nach dem Gipfel in Ägypten?

https://www.dw.com/de/gaza-gazastreifen-waffenruhe-geiseln-krieg-israel-trump-friedensplan-ägypten-wadephul-macron-v4/a-74347039

Konflikte

Nahost Gaza-Friedensplan: Was kommt nach dem Gipfel in Ägypten? 14.10.2025 Nach Waffenstillstand und Geiselübergabe hat sich der Gipfel von Scharm El Scheich hinter Trumps Gaza-Friedensplan gestellt. Deutschlands Außenminister zeigt sich optimistisch, Frankreichs Präsident warnt vor der Hamas.

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul zeigt sich angesichts der Waffenruhe im Gazastreifen zuversichtlich, dass ein dauerhafter Frieden zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas gelingen kann. "Ich bin optimistisch, weil es einen gemeinsamen Willen gibt in der gesamten Region, dass der Frieden bewahrt wird", sagte Wadephul am Dienstagmorgen dem Ersten Deutschen Fernsehen (ARD). (...)

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7. taz: Versöhnung in Israel und Palästina - „Ich entdeckte den Menschen, wo ein Feind sein sollte"

https://taz.de/Versoehnung-in-Israel-und-Palaestina/!6117496/

Versöhnung in Israel und Palästina „Ich entdeckte den Menschen, wo ein Feind sein sollte"

Bassam Aramin ist Palästinenser, Rami Elhanan Israeli.

Beide haben ihre Töchter an den Nahostkonflikt verloren.

Wie bleiben sie Freunde, trotz allem?

11.10.2025. 20:03 Uhr

Interview von Mitsuo Iwamoto

Im Jahr 1997 hörte der Israeli Rami Elhanan gerade Radio in seinem Auto, als er von einem Selbstmordanschlag in Jerusalem erfuhr. Seine Tochter Smadar war dort mit einer Freundin in einer Fußgängerzone unterwegs, um Schulbücher zu kaufen. Ein Attentäter der Hamas tötete sie. Smadar wurde dreizehn Jahre alt. Bassam Aramins zehnjährige Tochter Abir war 2007 auf dem Heimweg von ihrer Schule in Anata im Westjordanland, als sie vor einem Süßigkeitenladen von einem israelischen Grenzpolizisten mit einem Gummigeschoss am Kopf getroffen wurde. Drei Tage später starb Abir im Krankenhaus.

Im September 2025 sitzen Rami Elhanan, heute 76 Jahre alt, und Bassam Aramin, 56, in einem Berliner Büro, um von ihrer Freundschaft zu erzählen. Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus hat sie eingeladen. Es ist eine unwahrscheinliche Freundschaft. Elhanan war einst israelischer Soldat. Aramin bekämpfte die israelische Armee schon als Jugendlicher und landete dafür für sieben Jahre im Gefängnis. Aber durch den Tod ihrer Töchter kamen beide zur Organisation Parents Circle, die Raum für Austausch zwischen Familien schafft, die Angehörige an den Nahostkonflikt verloren haben. (...)

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8. taz: Nahost-Autor über Frieden „Es wird ein Land für alle sein"

https://taz.de/Nahost-Autor-ueber-Frieden/!6112607/

Nahost-Autor über Frieden „Es wird ein Land für alle sein"

Die Chancen auf ein Ende der Gewalt in Israel und Palästina sind gering. Dennoch glaubt Peter Beinart an eine bessere Zukunft. Wie sie gelingen könnte.

4.10.2025

20:02 Uhr

Interview von Mitsuo Iwamoto und Leon Holly

taz: Herr Beinart, was ist Ihre Vision von einem gerechten Frieden in Israel und Palästina?

Peter Beinart: Ich wünsche mir ein politisches System, in dem jüdische Israelis und Pa­läs­ti­nen­se­r:in­nen nebeneinander leben und dabei vor dem Gesetz gleich behandelt werden. Ob in einem oder in zwei Staaten, ist letztlich nicht ausschlaggebend. Aber der Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz ist für mich unverhandelbar. Ich leite ihn aus dem theologischen Prinzip ab, dass alle Menschen nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind. Daraus folgt für mich, dass Staaten alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandeln sollten, unabhängig von Religion, ethnischer Zugehörigkeit oder Hautfarbe. (...)

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9. taz: Charlotte Wiedemann: Deutsche Israel-Politik - Auf das Versagen muss Einsicht folgen

https://taz.de/Deutsche-Israel-Politik/!6116601/

Deutsche Israel-Politik - Auf das Versagen muss Einsicht folgen Kolumne Schlagloch von Charlotte Wiedemann

Gaza lehrt: Die deutsche Israel-Politik ist gescheitert. Ein Neustart muss historische Verantwortung und Völkerrecht in Einklang bringen.

14.10.2025

16:24 Uhr

Gaza sei ein Laboratorium, wie die Welt aussähe ohne internationales Recht. So formulierte es der französische Historiker Jean-Pierre Filiu, nachdem er im vergangenen Winter für einen Monat Augenzeuge des Horrors war. Trumps Diktatfrieden verzichtet gleichfalls auf jeglichen Rechtsgedanken, und von Wiederaufbau wird nun in einem Ton gesprochen, als sei Gaza ein Erdbebengebiet und kein Tatort schlimmster Kriegsverbrechen. Genozid? Schwamm drüber. Wird Gaza also erneut zum Labor – wie Macht, Deals und Geld das Bedürfnis nach Gerechtigkeit und Freiheit ersticken?

Dazu darf es nicht kommen. Jetzt müssen sich Forensiker ans Werk machen und Experten für die Befragung traumatisierter Menschen. Es muss Rechenschaftspflicht geben für die Vergehen der Hamas wie für die israelischen. Vieles wurde bereits digital dokumentiert, etwa, wo Journalisten und Ärzte getötet wurden. Die grauen Schutthalden von Gaza bergen unzählige Leichen ebenso wie DNA-Spuren der Wahrheit, und ein beträchtlicher Teil der Menschheit erwartet, dass mit beidem respektvoll umgegangen wird. (...)

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10. Der Spiegel: Anhörung vor Parlamentarischem Kontrollgremium - BND warnt vor russischem Angriff auf Nato in naher Zukunft

https://www.spiegel.de/panorama/bnd-geheimdienstchef-martin-jaeger-warnt-vor-russischem-angriff-vor-2029-a-5bc0fe29-a20a-479d-8037-74972f47b09c?utm_source=firefox-newtab-de-de Anhörung vor Parlamentarischem Kontrollgremium - BND warnt vor russischem Angriff auf Nato in naher Zukunft »Wir stehen schon heute im Feuer«: Der neue BND-Chef Martin Jäger hält einen russischen Angriff auf die Nato bereits vor 2029 für möglich. Auch Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen warnt vor eskalierendem Verhalten Russlands.

13.10.2025, 15.57 Uhr

Weil sich der Konflikt mit Russland weiter verschärft, warnen die deutschen Geheimdienste vor einem Angriff auf die Nato schon vor 2029. »Wir dürfen uns nicht zurücklehnen in der Annahme, ein möglicher russischer Angriff käme frühestens 2029. Wir stehen schon heute im Feuer«, sagte der neue BND-Chef Martin Jäger in einer öffentlichen Anhörung des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages.

Die Lage habe sich in den vergangenen Monaten weiter verschärft. Das Handeln Russlands sei darauf angelegt, die Nato zu untergraben und Gesellschaften zu spalten. »Um dieses Ziel zu erreichen, wird Russland, wenn nötig, auch eine direkte militärische Auseinandersetzung mit der Nato nicht scheuen.« (...)

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11. Die Welt: Munitionslager sollen auch gegen den Willen der betroffenen Kommune gebaut werden

https://www.welt.de/politik/deutschland/article68e68310daea3e0002fb387b/bau-turbo-munitionslager-sollen-auch-gegen-den-willen-der-betroffenen-kommune-gebaut-werden.html

„Bau-Turbo" Munitionslager sollen auch gegen den Willen der betroffenen Kommune gebaut werden

Von Laura Hülsemann, Reporterin für den Newsletter „Industrie und Handel" bei POLITICO

Stand: 10.10.2025 Schwarz-Rot erleichtert den Bau von Munitionslagern: Lehnen Gemeinden ein solches Bauprojekt ab, soll sich das Verteidigungsministerium mit den Ländern künftig darüber hinwegsetzen können. Die Kommunen bekommen drei Monate Zeit, um über ihre Zustimmung zu entscheiden.

evor der sogenannte Bau-Turbo am Donnerstagvormittag voraussichtlich mit schwarz-roter Mehrheit im Bundestag verabschiedet wird, soll nun auch der Bau von verteidigungsrelevanten Produktions- und Munitionslagern vereinfacht werden. Das geht aus einem Änderungsantrag hervor, der dem Pro-Newsletter „Industrie und Handel" des Nachrichtenmagazins „Politico" vorliegt. Ziel ist, die Versorgungssicherheit zu erhöhen, denn auch Munition ist knapp. Bei den Lieferketten sei Deutschland noch zu abhängig, heißt es in dem Dokument, das am Mittwoch dem Bauausschuss des Bundestags vorlag. (...)

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12. ThePioneer: Exklusiv: Das Sicherheits-Trio Boris Pistorius, Alexander Dobrindt und Armin Papperger auf der Pioneer Two

https://www.thepioneer.de/originals/others/articles/exklusiv-das-sicherheits-trio-boris-pistorius-alexander-dobrindt-und-armin-article Exklusiv: Das Sicherheits-Trio Boris Pistorius, Alexander Dobrindt und Armin Papperger auf der Pioneer Two 15.10.2025

Gabor Steingart

Drei Männer, ein Job: Deutschland soll sicher bleiben.

Von unterschiedlichen Schreibtischen und mit verschiedenen Aufträgen blicken sie auf die inneren und äußeren Feinde.

Innenminister Alexander Dobrindt ist zuständig für Verfassungsschutz, Grenzschutz und Bundespolizei.

Verteidigungsminister Boris Pistorius unterstehen unsere Streitkräfte und der Militärische Abschirmdienst (MAD).

Armin Papperger sitzt seit zwölf Jahren der größten europäischen Rüstungsfirma, der Rheinmetall AG, vor. In seiner Amtszeit hat sich der Aktienkurs von 37 Euro auf annähernd 2.000 Euro gesteigert. Wer damals 20.000 investierte, ist heute Millionär.

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13. Greenpeace: Rechtsgutachten zum neuen Wehrpflichtgesetz

https://www.greenpeace.de/publikationen/Rechtsgutachten_zum_neuen_Wehrpflichtgesetz.pdf

Rechtsgutachten zum neuen Wehrpflichtgesetz

Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace e.V.

Hamburg, September 2025

Autoren:

Rechtsanwalt David Werdermann und Rechtsassessor Lennart Armbrust

Seite 43/44:

(...)

Zwischenergebnis

Wie wir zeigen konnten, ist auch eine gesetzliche Auswahlwehrpflicht mit dem Grundsatz

der Wehrgerechtigkeit und mit einer allgemeinen Wehrpflicht nicht in Einklang zu bringen.

Zwar wird vorgeschlagen, im Sinne praktischer Konkordanz einen Mittelweg zwischen

möglichst engen Wehrpflichtausnahmen und möglichst umfassender Ausschöpfung der

Wehrpflichtigen einerseits und einer an den Bedürfnissen der Bundeswehr orientierten

Einberufungspraxis andererseits zuzulassen.137 Allerdings sind die Grenzen eines

derartigen Vorgehens bei einer Auswahlwehrpflicht überschritten, bei der man versucht,

ohne Verfassungsänderung das Konzept einer allgemeinen Wehrpflicht als Bürgerpflicht

in ein Rekrutierungsinstrument für eine relativ kleine, aber dafür hoch professionelle

Berufsarmee umzubauen. Eine Wehrpflicht, die einerseits allgemein ist, andererseits nur

die „fittesten und motiviertesten" Männer trifft, ist unter dem Grundgesetz nicht möglich.

Ohne eine Änderung des Grundgesetzes, insbesondere des Art. 12a GG, wird eine

Auswahlwehrpflicht, wie sie dem erklärten politischen Willen entspricht, nicht in

verfassungskonformer Weise umsetzbar sein.

5. Ergebnis

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Es ist fraglich, ob der Gesetzentwurf mit der

Wehrgerechtigkeit vereinbar ist. Jedenfalls ist die Einführung einer Auswahlwehrpflicht auf

dieser Grundlage nicht möglich und könnte auch nicht durch weitere Gesetzesänderung

ermöglicht werden, ohne dass sich das Gesetz in Widerspruch zum Verfassungsgrundsatz

der Wehrgerechtigkeit setzt. (...)

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14. Atilioboron: Adolfo Pérez Esquivel: VON NOBEL ZU NOBEL - OFFENER BRIEF AN MARIA CORINA MACHADO

Anmerkung von C. Ronnefeldt:

Der Autor, Adolfo Pérez Esquivel, Friedensnobelpreisträger 1980, ist Mitglied des

Internationalen Versöhnungsbundes (International Fellowship of Reconciliation, IFOR)

https://atilioboron.com.ar/carta-abierta-de-perez-esquivel-a-maria-corina-machado/

VON NOBEL ZU NOBEL

OFFENER BRIEF AN MARIA CORINA MACHADO

Ich wünsche dir Frieden und alles Gute, was die Menschheit und die Völker, die in Armut, Konflikten, Krieg und Hunger leben, so dringend brauchen. Mit diesem offenen Brief möchte ich dir einige Gedanken mitteilen.

Ich war überrascht, als das Nobelkomitee dich für den Friedensnobelpreis nominierte. Das erinnerte mich an die Kämpfe gegen die Diktaturen auf dem Kontinent und in meinem Land, unter den Militärdiktaturen, die wir von 1976 bis 1983 erdulden mussten. Wir erlitten Inhaftierungen, Folter und Exil, Tausende von Verschleppungen, Entführungen und verschwundenen Kindern sowie Todesflüge, die ich selbst überlebt habe.

1980 verlieh mir das Nobelkomitee den Friedensnobelpreis. Fünfundvierzig Jahre sind vergangen, und wir setzen uns weiterhin für die Ärmsten und an der Seite der Völker Lateinamerikas ein. Ich habe diese hohe Auszeichnung im Namen aller angenommen, nicht wegen des Preises selbst, sondern wegen meines Engagements, die Menschen zu unterstützen, ihre Kämpfe und Hoffnungen zu teilen, um eine neue Ära aufzubauen. Frieden wird Tag für Tag aufgebaut, und wir müssen in unseren Worten und Taten konsequent sein.

Mit 94 Jahren bin ich immer noch ein Lehrling des Lebens, und deine Haltung sowie deine sozialen und politischen Entscheidungen beunruhigen mich. Deshalb richte ich diese Überlegungen an dich.

Die venezolanische Regierung ist eine Demokratie mit ihren Höhen und Tiefen. Hugo Chávez hat den Weg für die Freiheit und Souveränität des Volkes geebnet und für die Einheit des Kontinents gekämpft. Er war ein Wegbereiter für das Große Vaterland. Die Vereinigten Staaten haben ihn ständig angegriffen; sie können es nicht zulassen, dass sich ein Land des Kontinents ihrem Einflussbereich und ihrer kolonialen Abhängigkeit entzieht; sie beharren darauf, dass Lateinamerika ihr „Hinterhof" ist. Die seit über 60 Jahren gegen Kuba verhängte US-Blockade ist ein Angriff auf die Freiheit und die Rechte seines Volkes. Der Widerstand des kubanischen Volkes ist ein Beispiel für Würde und Stärke.

Ich bin überrascht über deine Verbundenheit mit den Vereinigten Staaten, obwohl du doch wissen musst, dass sie weder Verbündete noch Freunde haben, sondern nur Interessen. Die in Lateinamerika errichteten Diktaturen wurden für ihre Herrschaftsinteressen instrumentalisiert und zerstörten das Leben und die soziale, kulturelle und politische Organisation der Völker, die für ihre Freiheit und Selbstbestimmung kämpften. Wir, das Volk, leisten Widerstand und kämpfen für das Recht, frei und souverän zu sein und keine Kolonie der Vereinigten Staaten.

Die Regierung von Nicolás Maduro wird von den Vereinigten Staaten und der Blockade bedroht. Man denke nur an die in der Karibik stationierten Seestreitkräfte und die Gefahr einer Invasion deines Landes. Du hast nichts gesagt, oder ... unterstützt du etwa die Einmischung der Großmacht gegen Venezuela? Das venezolanische Volk ist bereit, sich dieser Bedrohung zu stellen.

Corina, ich frage dich:

Warum hast du die Vereinigten Staaten dazu aufgerufen, in Venezuela einzumarschieren?

Als du die Nachricht erhieltst, dass dir der Friedensnobelpreis verliehen wird, hast du ihn Trump gewidmet. Dem Angreifer deines Landes, der lügt und Venezuela des Drogenhandels bezichtigt, eine Lüge ähnlich der von George Bush, der Saddam Hussein vorwarf, „Massenvernichtungswaffen" zu besitzen. Ein Vorwand, um in den Irak einzumarschieren und ihn zu plündern, wobei Tausende von Opfern, darunter Frauen und Kinder, zu beklagen waren. Ich war am Ende des Krieges in Bagdad, im Kinderkrankenhaus, und habe die Zerstörungen und Todesfälle gesehen, die von denen verursacht wurden, die sich als Verteidiger der Freiheit ausgeben. Die schlimmste Form der Gewalt ist die Lüge.

Vergiss nicht, Corina, dass Panama von den Vereinigten Staaten überfallen wurde, die Tod und Zerstörung säten, um einen ehemaligen Verbündeten, General Noriega, zu fassen. Die Invasion forderte 1.200 Todesopfer in Los Chorrillos. Heute versuchen die Vereinigten Staaten erneut, den Panamakanal zu erobern. Es ist eine lange Liste von Interventionen und Leiden, die Lateinamerika und der Welt von den Vereinigten Staaten zugefügt wurden. Die offenen Adern Lateinamerikas, wie Eduardo Galeano sagt, bluten immer noch.

Ich bin besorgt darüber, dass du deinen Nobelpreis nicht deinem Volk gewidmet hast, sondern dem Angreifer Venezuelas. Ich denke, Corina, du musst die Situation analysieren und dir darüber klar werden, auf welcher Seite du stehst: Bist du nur eine weitere Schachfigur im kolonialen Spiel der Vereinigten Staaten, die deren Herrschaftsinteressen unterworfen ist? Eine solche Position kann auf keinen Fall dem Wohl deines Volkes dienen.

Als Gegnerin der Regierung Maduro sorgen deine Standpunkte und Entscheidungen für große Unsicherheit. Du greifst zu den schlimmsten Mitteln, indem du die Vereinigten Staaten aufforderst, in Venezuela einzumarschieren.

Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass der Aufbau des Friedens immense Kraft und Mut zum Wohle deines Volkes erfordert, das ich kenne und zutiefst liebe. Wo einst Slums in den Hügeln standen, in denen die Menschen in Armut und Elend lebten, gibt es heute angemessene Wohnungen, Gesundheitsversorgung, Bildung und Kultur. Die Würde der Menschen kann man weder kaufen noch verkaufen.

Corina, wie der Dichter sagt: „Wanderer, es gibt keinen Weg, der Weg entsteht beim Gehen." Du hast jetzt die Möglichkeit, dich für dein Volk einzusetzen und Frieden zu schaffen, anstatt weitere Gewalt zu provozieren. Man kann ein Übel nicht durch ein anderes, größeres Übel lösen. Dann haben wir nur zwei Übel und niemals eine Lösung für den Konflikt.

Öffne deinen Geist und dein Herz für den Dialog, für die Begegnung mit deinem Volk, leere den Krug der Gewalt und schaffe Frieden und Einheit unter deinem Volk, damit das Licht der Freiheit und der Gleichheit einfallen kann.

Adolfo Pérez Esquivel 12-10-25

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https://de.wikipedia.org/wiki/Adolfo_P%C3%A9rez_Esquivel Adolfo María Pérez Esquivel (* 26. November 1931 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Bildhauer, Architekt und Bürgerrechtler. 1980 erhielt er auf Grund seines an Mahatma Gandhi orientierten gewaltfreien Einsatzes für die Menschenrechte den Friedensnobelpreis.

1987 übernahm er das Präsidentenamt der International League for the Rights and Liberation of People. Er ist Mitglied des Ehrenschutzkomitees der Internationalen Koordination für die Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit für die Kinder der Welt (2001–2010).