Liebe Friedensinteressierte,
nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung in Deutschland - auch heute mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.
1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker
2. Eurotopics: Ukraine-Krieg länger als Deutsch-Sowjetischer Krieg
3. Länder-Analysen: Ukraine–Analysen - Mobilisierung
4. ZDF: Nach tagelanger Verfolgungsjagd: USA entern russischen Öltanker im Nordatlantik
5. IPG: Machtbesoffen - Die Entführung Maduros offenbart den imperialen Anspruch der USA. Europas Dämmerzustand beschleunigt den Zerfall der internationalen Ordnung.
6. Le Monde: Israel will "Verbot" von 37 NGOs in Gaza durchsetzen
7. CNN: Libanon sagt, dass die erste Phase des Plans zur Entwaffnung der Hisbollah abgeschlossen ist, aber Netanjahu warnt vor Fortschritten "weit davon entfernt, ausreichend" zu sein
8. Die Zeit: Teheran: Iranische Justiz kündigt entschiedenes Vorgehen gegen Demonstranten an
9. Reuters: Trump fordert Iraner auf, weiter zu protestieren und sagt: "Hilfe ist auf dem Weg"
10. SZ: Bundeskanzler Merz über Iran - „Wir sehen die letzten Tage und Wochen dieses Regimes"
11. IPG: Nicht aussichtslos - Proteste, Krise, Machtkampf: Warum Irans Regime wankt – und was Europa jetzt tun kann.
12. DW: Warum ist der Iran international so wichtig?
13. Morgenpost: „Verrückt und illegal": So versuchen Militärs, Trumps Grönland-Pläne zu stoppen
14. Fabian Scheidler: Deutschland auf dem Weg in den Kriegsstaat
15. Martin Niemöller Stiftung: Friedensethische Tagung - Gut informiert? Frieden und Kriege in den Medien
16. Soziale Verteidigung: Internationaler IFGK-Studientag in Essen „Gewaltfreie Verteidigung historisch und heute"
17. Friedenskooperarive: Abrüstungsappell jetzt unterschreiben! Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands!
—————
1. n tv: Ukraine-Krieg im Liveticker
14.01.2026 Ukraine-Krieg im Liveticker
17:48 Ukraine verlängert Kriegsrecht und Mobilmachung In der von Russland angegriffenen Ukraine werden das geltende Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung bis Anfang Mai verlängert.
Für beide Gesetzvorlagen stimmt jeweils eine deutliche Mehrheit von mehr als 300 Abgeordneten. (...)
(...) 12:08 Bericht: Witkoff und Kushner planen Reise zu Putin Steve Witkoff, der Sondergesandte des Weißen Hauses, und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner planen in naher Zukunft einen Besuch in Moskau, um sich mit Wladimir Putin zu treffen. Dies berichtet Bloomberg. Demnach sagte eine Quelle der Nachrichtenagentur, dass der Besuch noch in diesem Monat stattfinden könnte. (...)
(...)
08:04 Bericht: EU-Gesandter für Verhandlungen mit Kreml im Gespräch Einem Bericht zufolge erwägen EU-Staaten, einen Sondergesandten für Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin zu ernennen. Frankreich und Italien würden sich für diese Idee starkmachen, berichtet "Politico". Europa könne seine Positionen nur dann aufrechterhalten, wenn die EU mit am Verhandlungstisch sitze. (...)
——
2. Eurotopics: Ukraine-Krieg länger als Deutsch-Sowjetischer Krieg
13. Januar 2026 Ukraine-Krieg länger als Deutsch-Sowjetischer Krieg Der Ukraine-Krieg hat am Montag die Länge von 1.418 Tagen erreicht. Putins am 24. Februar 2022 begonnene 'militärische Spezialoperation" gegen das Nachbarland zieht sich damit nun schon länger hin als der "Große Vaterländische Krieg", wie in Russland der Deutsch-Sowjetische Krieg von Juni 1941 bis Mai 1945 im Rahmen des Zweiten Weltkriegs genannt wird.
(...) Nowaja Gaseta (Russland) 12. Januar 2026 Diesmal bleiben keine ewigen Wahrheiten Journalistin Jelena Panfilowa setzt in Nowaja Gaseta Putins "Spezialoperation" in Vergleich zum moralischen Erbe des Zweiten Weltkriegs:
„Seit meiner Kindheit hatte sich in meinem Unterbewusstsein die Vorstellung festgesetzt, dass der Krieg, aus dem meine beiden Großväter nicht zurückgekehrt waren, nicht nur 'groß' und 'vaterländisch', sondern auch enorm und endlos war. Und schrecklich. So erzählten es meine Großmütter.
So stand es in den Schulbüchern. So empfand man es nicht nur, es war eine unumstößliche Wahrheit. Und nun ist das, was als einfache 'Operation' versprochen wurde, plötzlich etwas Langwierigeres und in der Perspektive beängstigend Endloses. ... Vor uns zeichnet sich eine Zukunft ab, für deren Bewältigung die heutigen Generationen nirgendwoher Lehren und Fähigkeiten schöpfen können."
------
3. Länder-Analysen: Ukraine–Analysen - Mobilisierung
https://laender-analysen.de/ukraine-analysen/324/ukraineanalysen324.pdf
19.12.2025
Ukraine–Analysen
Mobilisierung
Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen Deutsches Polen-Institut Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH
■ ANALYSE Spannungsverhältnis zwischen Rechten und Pflichten: Mobilmachung in der Ukraine 2 Yuliia Tsurkalenko (Universität Regensburg und Institut für Ostrecht)
■ ANALYSE Gefangen zwischen Front und Grenze? Einstellungen zu Mobilisierung und Reisebeschränkungen in der Ukraine nach 2022 7 Yana Lysenko (Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen)
■ DOKUMENTATION Statistiken und Fakten zur Mobilisierung 14
■ UMFRAGEN Einstellungen der ukrainischen Bevölkerung zur Mobilisierung 19
■ ANALYSE Wie blicken Soldaten auf den Krieg? Eine Analyse von Interviews mit russischen und ukrainischen Soldaten 22 Jannik Steinwender, Elisha Iannucci-Laqua, Konstantin Drascek (alle Universität Regensburg)
----
4. ZDF: Nach tagelanger Verfolgungsjagd: USA entern russischen Öltanker im Nordatlantik
Nach tagelanger Verfolgungsjagd: USA entern russischen Öltanker im Nordatlantik
07.01.2026 | 19:33
Nach tagelanger Verfolgungsjagd hat das US-Militär einen Öltanker im Nordatlantik geentert. Dieser soll zuvor eine US-Seeblockade durchbrochen haben. Moskau reagiert scharf.
Das US-Militär hat einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker mit Verbindungen zu Venezuela beschlagnahmt. Soldaten seien an Bord des Schiffes "Marinera" gegangen, das sie seit Wochen verfolgt hätten, teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte (Eucom) mit.
Sie hätten die Kontrolle über den Tanker an die Strafverfolgungsbehörden übergeben. Eucom erklärte die Beschlagnahmung mit dem "Verstoß gegen US-Sanktionen".
Russland reagierte mit scharfer Kritik. Das Verteidigungsministerium teilte mit:
"Kein Staat hat das Recht, Gewalt gegen Schiffe anzuwenden, die ordnungsgemäß unter der Gerichtsbarkeit anderer Staaten registriert sind.„ Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums
(...)
—————————
5. IPG: Machtbesoffen - Die Entführung Maduros offenbart den imperialen Anspruch der USA. Europas Dämmerzustand beschleunigt den Zerfall der internationalen Ordnung.
Außen- und Sicherheitspolitik
07.01.2026
Maximilian Mayer
Maximilian Mayer ist Junior-Professor für Internationale Beziehungen und
globale Technologiepolitik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Machtbesoffen Die Entführung Maduros offenbart den imperialen Anspruch der USA.
Europas Dämmerzustand beschleunigt den Zerfall der internationalen Ordnung.
Die nächtliche Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, die mehr als 80 Opfer forderte, macht unmissverständlich deutlich, wie die hemisphärische Politik von US-Präsident Trump das Völkerrecht zertrümmert. Die USA wollen in ihrem Einflussbereich unter willkürlicher Anwendung von Gewalt Regierungen installieren und Rohstoffe unter ihre Kontrolle bringen.
Die Souveränität und Gleichheit von Nationalstaaten werden zur Randnotiz, denn die USA müssen, wie Trump betonte, von „sicheren Ländern umgeben sein". Im Zweifel werden US-amerikanische Interessen im Post-Maduro-Venezuela auch dauerhaft per Kanonenbootpolitik durchgesetzt.
(...)
—————
6. Le Monde: Israel will "Verbot" von 37 NGOs in Gaza durchsetzen
Welt Krieg im Gazastreifen
Israel will "Verbot" von 37 NGOs in Gaza durchsetzen Die Regierung sagte, dass diese internationalen Hilfsgruppen, darunter Ärzte ohne Grenzen, World Vision International und Oxfam, eine Frist für die Offenlegung von Informationen über ihr palästinensisches Personal nicht eingehalten hätten. Sie müssen ihre Tätigkeit bis zum 1. März einstellen.
Le Monde mit AFP
Veröffentlicht am 1. Januar 2026, um 12:29 Uhr (Paris)
Israel sagte am Donnerstag, dem 1. Januar, dass 37 internationale NGOs, die in Gaza tätig sind, eine Frist nicht eingehalten hätten, um "Sicherheits- und Transparenzstandards" einzuhalten, insbesondere Informationen über ihr palästinensisches Personal offenzulegen, und dass es ein Verbot ihrer Aktivitäten "durchsetzen" werde.
Die Gruppen werden nun verpflichtet sein, ihre Operationen bis zum 1. März einzustellen, von denen die Vereinten Nationen gewarnt haben, dass sie die humanitäre Krise in dem vom Krieg verwüsteten palästinensischen Gebiet verschärfen werden. (...)
——
7. CNN: Libanon sagt, dass die erste Phase des Plans zur Entwaffnung der Hisbollah abgeschlossen ist, aber Netanjahu warnt vor Fortschritten "weit davon entfernt, ausreichend" zu sein
https://edition.cnn.com/2026/01/08/middleeast/hezbollah-disarmament-israel-lebanon-conflict-intl
Libanon sagt, dass die erste Phase des Plans zur Entwaffnung der Hisbollah abgeschlossen ist, aber Netanjahu warnt vor Fortschritten "weit davon entfernt, ausreichend" zu sein Von Tal Shalev, Eugenia Yosef, Charbel Mallo
Jan 8, 2026
Der Libanon gab am Donnerstag bekannt, dass er die erste Phase seines Plans zur Entwaffnung der Hisbollah und anderer militanter Gruppen im Süden des Landes abgeschlossen hat, aber Israel sagte, die Fortschritte seien "weit davon entfernt, genug" angesichts der erneuten Bedenken, dass der Konflikt wieder ansteigen könnte.
Die libanesische Armee sagte, sie habe jetzt die operative Kontrolle über das libanesische Territorium südlich des Litanischen Flusses, mit Ausnahme von fünf israelischen Militärpositionen im Libanon. Die Armee hörte auf, sie habe erklärt, sie habe die Hisbollah und andere Gruppen südlich der Litani vollständig entwaffnet, und räumte ein, dass "die Arbeit in diesem Sektor noch im Gange ist", während sie die Bereitschaft signalisiert, in die nächsten Phasen des Plans der Regierung, "Homeland Shield", überzugehen. (...)
——
8. Die Zeit: Teheran: Iranische Justiz kündigt entschiedenes Vorgehen gegen Demonstranten an
https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-12/iran-proteste-teheran-studenten-gxe
Teheran: Iranische Justiz kündigt entschiedenes Vorgehen gegen Demonstranten an
Seit Sonntag gibt es im Iran Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten.
Der Generalstaatsanwalt droht den Teilnehmern mit Konsequenzen, sollte die Lage eskalieren.
31. Dezember 2025, 11:28 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, mns
(...) Israelischer Geheimdienst unterstützt Proteste Die iranischen Sicherheitsbehörden beurteilen die Proteste als eine "ausländische Verschwörung der Feinde Irans" mit dem Ziel, Unruhe und Instabilität im Land zu schaffen. Die Öffentlichkeit solle wachsam sein und sich nicht an den Protesten beteiligen. Präsident Massud Peseschkian versprach in einer kurzen Botschaft wirtschaftliche Reformen und zeigte sich offen für Dialog. (...)
(...)
——
9. Reuters: Trump fordert Iraner auf, weiter zu protestieren und sagt: "Hilfe ist auf dem Weg"
Trump fordert Iraner auf, weiter zu protestieren und sagt: "Hilfe ist auf dem Weg" Von Elwely Elwelly und Bo Erickson
Januar 14, 2026 7:47 GMT+1
DUBAI/WASHINGTON, 13. Januar (Reuters) - USA Präsident Donald Trump forderte die Iraner am Dienstag auf, weiter zu protestieren und sich an die Namen derer zu erinnern, die sie missbrauchen, und sagte, dass Hilfe auf dem Weg sei, da das iranische klerikale Establishment sein Vorgehen gegen die größten Demonstrationen seit Jahren drängte.
Der Iran wiederum beschuldigte Trump, die politische Destabilisierung zu fördern und zu Gewalt anzustiften. (...)
———
10. SZ: Bundeskanzler Merz über Iran - „Wir sehen die letzten Tage und Wochen dieses Regimes"
https://www.sueddeutsche.de/politik/friedrich-merz-tage-regimes-iran-li.3367823?reduced=true
Bundeskanzler Merz über Iran „Wir sehen die letzten Tage und Wochen dieses Regimes" 13. Januar 2026, 10:34 Uhr
Friedrich Merz äußert sich in Indien zur Lage in Iran – und der Kanzler klingt,
als ziele die Bundesregierung jetzt aktiv auf einen Regimewechsel in Teheran ab.
Von Daniel Brössler, Bangalore (...)
—
In der SZ-Printausgabe vom 14.1.2026 steht auf der Titelseite zu lesen unter der Überschrift: „Wohl Tausende Tote bei Protesten in Iran":
(...)
Aufmerksamkeit erregte unterdessen Bundeskanzler Friedrich Merz mit der Einschätzung, dass die Regierung des Landes kurz vor dem Zusammenbruch stehe.
"Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen", sagte der deutsche Regierungschef während seines Besuchs in Indien". (...)
Die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs stünden "in engem Austausch zueinander, um jetzt dafür zu sorgen, dass es im Iran einen friedlichen Übergang geben kann zu einer demokratisch legitimierten Regierung". Auch mit der US-Politik stehe man in engem Austausch. (...)
——
11. IPG: Nicht aussichtslos - Proteste, Krise, Machtkampf: Warum Irans Regime wankt – und was Europa jetzt tun kann.
Naher Osten/Nordafrika
08.01.2026 |
David Ramin Jalilvand
Nicht aussichtslos
Proteste, Krise, Machtkampf: Warum Irans Regime wankt – und was Europa jetzt tun kann.
Dr. David Jalilvand ist Analyst, Berater und Associate Fellow am Zentrum für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Er leitet Orient Matters, eine Research Consultancy in Berlin, die sich auf die Dynamiken zwischen Geopolitik, Wirtschaft und Energie in Iran und dem Nahen Osten spezialisiert hat.
In Iran wird protestiert und das Ende der Islamischen Republik gefordert, wieder einmal. Und aus guten Gründen: Jahrzehntelange Unterdrückung, systematische Verletzungen von Rechten und eine Wirtschaftspolitik, die Millionen in Armut stürzt. All dies führt zum Zorn und zur Verzweiflung der Bevölkerung.
Der unmittelbare Auslöser der aktuellen Proteste war ökonomischer Natur: ein weiterer dramatischer Verfall des iranischen Rials, der die ohnehin prekäre Lage zusätzlich verschärft. Doch wie bei früheren Erhebungen liegt der Kern des Unmuts tiefer. Es geht längst nicht mehr nur um wirtschaftliche Not, sondern um das System an sich, das aus der Sicht vieler Iranerinnen und Iraner nicht mehr imstande ist, die fundamentalen Probleme des Landes zu lösen. (...)
——
12. DW: Warum ist der Iran international so wichtig?
Iran Warum ist der Iran international so wichtig? Shabnam von Hein
vor 24 Stunden Die Proteste im Iran könnten die Weltpolitik beeinflussen. DieIslamische Republik Iran gilt als zentraler Akteur im Nahen Osten, engverbunden mit Russland und China. (...) Seit der Islamischen Revolution von 1979 und der kurz darauf folgendenBesetzung der US-Botschaft in Teheranunterhalten der Iran und dieVereinigten Staaten keine diplomatischen Beziehungen mehr. Seitherprägen ideologische Feindbilder, Sanktionen, sicherheitspolitischeSpannungen und der Streit um das iranische Atomprogramm das Verhältnisbeider Staaten. "Ich glaube, sie sind es leid, von den Vereinigten Staaten geschlagenzu werden", sagte Trump am Sonntag an Bord der Air Force One gegenüberReportern. Seine Regierung führe Gespräche über ein mögliches Treffenzwischen beiden Seiten. (...) —— 13. Morgenpost: „Verrückt und illegal": So versuchen Militärs, Trumps Grönland-Pläne zu stoppen
——
13. Morgenpost: „Verrückt und illegal": So versuchen Militärs, Trumps Grönland-Pläne zu stoppen
https://www.morgenpost.de/politik/article410912724/verrueckt-und-illegal-so-versuchen-militaers-trumps-groenland-plaene-zu-stoppen.html?utm_source=firefox-newtab-de-de Recherche der „Daily Mail" „Verrückt und illegal": So versuchen Militärs, Trumps Grönland-Pläne zu stoppen
Washington. Trump soll einen Fahrplan für eine militärische Annexion Grönlands schmieden. Doch hochrangige US-Militärs treten auf die Bremse.
Von Julia Lehmann, Bezirksreporterin
12.01.2026, 16:58 Uhr
Für Donald Trump ist die Annexion Grönlands derzeit das wohl wichtigste Thema. Und so wundert es nicht, dass die Drohungen des US-Präsidenten, die Insel im hohen Norden zu übernehmen, nicht nachlassen.
An Bord der Air Force One hatte er zuletzt gegenüber Journalisten gesagt, „auf die eine oder andere Weise" werde er Grönland schon bekommen. Eine militärische Übernahme mag zwar auch für den 79-Jährigen nicht das erste Mittel der Wahl sein – aber es wird immer deutlicher, dass sie für Trump auch nicht ausgeschlossen ist. (...)
--------
14. Fabian Scheidler: Deutschland auf dem Weg in den Kriegsstaat
https://fabian-scheidler.de/2026/01/06/deutschland-auf-dem-weg-in-den-kriegsstaat/
Deutschland auf dem Weg in den Kriegsstaat
Wie die entfesselte Militarisierung zum Schlüsselprojekt Deutschlands und der Europäischen Union in der Polykrise wurde (...)
Selbstzerstörung oder Gemeinsame Sicherheit? Die Folgen des Kriegsstaatsprojekts sind auf allen Ebenen verheerend. Vor allem wird sich die Sicherheitslage der EU im Allgemeinen und Deutschlands im Besonderen erheblich verschlechtern, wenn der Weg der Aufrüstung und Konfrontation weiterverfolgt und sinnvolle Diplomatie weiterhin sabotiert wird.
Eine der wichtigsten Lehren aus dem ersten Kalten Krieg ist, dass die Gefahr eines Atomkrieges nicht in erster Linie dadurch entsteht, dass eine Seite aus heiterem Himmel den roten Knopf drückt, sondern durch Missverständnisse und wahrgenommene Bedrohungen, die erheblich zunehmen, wenn der Dialog ausgesetzt wird und an den Grenzen mit den Säbeln gerasselt wird.
Deutschland, das angekündigt hat, die Stationierung neuer US-Mittelstreckenraketen auf seinem Territorium zuzulassen, würde im Falle eines direkten Krieges mit Russland zu den ersten Ländern gehören, die verwüstet würden.
Darüber hinaus wird Deutschland durch die Leugnung der neuen geopolitischen Realitäten und den Versuch, seine privilegierte Position im Weltgefüge durch Aufrüstung zu erhalten, seine Isolation auf der Weltbühne nur noch verstärken.
Das Projekt des Kriegsstaates wird auch die soziale Krise verschärfen, indem es Mittel von dringend benötigten Investitionen in die öffentliche Daseinsvorsorge abzieht, was wiederum mehr politische Instabilität zur Folge haben wird.
Die extreme Rechte wird davon weiter profitieren, während die EU unter der Last widersprüchlicher Interessen und öffentlicher Wut auseinanderbrechen könnte.
Für Deutschland und seine Verbündeten gibt es nur einen vernünftigen Ausweg aus dieser Spirale der Selbstzerstörung: die Tatsache zu akzeptieren, dass eine multipolare Ordnung unvermeidlich und tatsächlich bereits Realität ist.
Wenn Deutschland diese Tatsache akzeptieren würde, könnte es eine konstruktive Rolle bei der Vermittlung zwischen den Großmächten spielen. Tatsächlich kann es auf eine beeindruckende Tradition der Entspannungspolitik zurückblicken.
In den 1970er und frühen 1980er Jahren waren deutsche Politiker wie Willy Brandt und Egon Bahr maßgeblich an der Entwicklung des Konzepts der „gemeinsamen Sicherheit" beteiligt.
Der ehemalige US-Außenminister Cyrus Vance formulierte es in seinem Vorwort zum wegweisenden Olof-Palme-Bericht von 1982 so: „Keine Nation kann allein echte Sicherheit erreichen. (...) Denn Sicherheit im Atomzeitalter ist gleichbedeutend mit gemeinsamer Sicherheit."
Mit anderen Worten: Die Zusammenarbeit mit geopolitischen Gegnern ist eine Voraussetzung für das Überleben. Der Schlüssel zum Frieden liegt nach diesem Ansatz in der Achtung der Sicherheitsinteressen aller Akteure.
Nicht nur Israelis, Ukrainer, Deutsche und US-Amerikaner haben ein Recht auf Achtung ihrer Sicherheitsinteressen, sondern auch Palästinenser, Russen, Iraner, Chinesen und Venezolaner.
Während die deutsche Regierung das Konzept der Gemeinsamen Sicherheit verworfen hat, wünscht sich die überwiegende Mehrheit des Globalen Südens eine multipolare Ordnung, die auf gemeinsamer Sicherheit statt auf Konfrontation basiert.
Deutschland muss sich entscheiden, auf welcher Seite der Geschichte es stehen will.
---
siehe auch: https://fabian-scheidler.de/friedenstuechtig/
Friedenstüchtig Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen
Promedia Verlag, Wien 2025, 224 Seiten
Print: € 20,00. ISBN: 978-3-85371-549-9.
———
15. Martin Niemöller Stiftung: Friedensethische Tagung - Gut informiert? Frieden und Kriege in den Medien
https://martin-niemoeller-stiftung.de/wp-content/uploads/2025/12/Flyer-Tagung-2026-neu.pdf
Friedensethische Tagung
vom 01.-03. Mai 2026
im Augustinerkloster zu Erfurt
Gut informiert?
Frieden und Kriege in den Medien
Die politische Debatte und die gesellschaftliche Stimmung ändern sich rasant. Viele reiben sich die Augen: Befinden wir uns etwa schon in einer Vorkriegszeit?
Militärisches Denken breitet sich aus und dominiert weithin die Politik und öffentliche Debatten. Großen Einfluss haben die Medien, in einer Gesellschaft, die in weiten Teilen nicht kriegsbereit ist und dies auch nicht sein will.
Welche Rolle kommt den Medien zu – den klassischen Medien wie auch den alternativen und den Sozialen Medien?
Sind Medien Treiber oder Getriebene der Entwicklung? Alle Medien sind mehr oder weniger zwingend darauf angewiesen, Aufmerksamkeit zu erzielen. Wie geht das zusammen mit dem journalistischen Ethos und ihrer Rolle als ‚vierte Macht' in der Gesellschaft?
Haben die Medien einen eigenen Kompass, mit dem sie zwischen friedens- und kriegslogischen Ansätzen navigieren können? Die Wahrnehmung und die journalistische Arbeit vieler Medienleute scheint geprägt von Mythen über Krieg und Frieden. Welche Mythen treiben die Medien?
Nach welchen Mechanismen bewerten und verarbeiten die Redaktionen Nachrichten, Emotionen und Positionen? Bilden sie die Debatten und deren Standpunkte angemessen ab? Wo und wie kommen die pazifistischen Friedensansätze zu Wort? Wie finden wir heraus aus den Kriegen und dem Krieg generell?
Auf diese Fragen soll die Tagung weiterführende Antworten geben. Ausgangspunkt ist die Vergewisserung eigener geistlicher und ethischer Haltungen. Personen aus der Medienpraxis und aus der Medienforschung werden interagieren, im engen Austausch mit Ihnen - uns teilnehmenden Medien-Rezipienten und -Akteurinnen – ein Trialog.
Ziel der Tagung ist, sich für die eigene Medien- Nutzung, aktiv wie passiv, zu qualifizieren und im Dialog mit Medienschaffenden Wege zu einem konstruktiven Diskurs zu finden, der Frieden stiftet.
Uwe-Karsten Plisch, Vorstandsvorsitzender
-------
16. Soziale Verteidigung: Internationaler IFGK-Studientag in Essen „Gewaltfreie Verteidigung historisch und heute"
https://soziale-verteidigung.de/termin/ifgk-studientag/
Internationaler IFGK-Studientag in Essen „Gewaltfreie Verteidigung historisch und heute"
am 7. März 2026 in Essen (Unperfekthaus)
Dieser Studientag hat verschiedene internationale Beiträge und die Vorträge
finden zu einem großen Teil auf Englisch statt.
Es wird eine schriftliche Übersetzung im Chat geben.
Ca. 10.00 Prof. Dr. Brian Martin - Defence against disinformation 11.15 Wilhelm Nolte - Autonome Städteverteidigung: Potenziale und Grenzen gewaltfreien Widerstands
13.45 Julia Kramer - Der ignorierte Krieg im Sudan
15.15 Anna Maria Filippova - Experiences of Russian men who refused to serve in the war against Ukraine
Anmeldung bitte per Email ausschließlich an:
Christine Schweitzer: CSChweitzerIFGK@aol.com
Bitte angeben, ob Teilnahme vor Ort oder Online beabsichtigt ist.
------
17. Friedenskooperarive: Abrüstungsappell jetzt unterschreiben! Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands!
https://www.friedenskooperative.de/aktion/abruestungsappell-jetzt-unterschreiben
Abrüstungsappell jetzt unterschreiben! Ich protestiere gegen die geplante massive Aufrüstung Deutschlands! Fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung sollen die NATO-Staaten künftig für Militär und kriegsrelevante Infrastruktur ausgeben. Diese willkürliche Festlegung ist unverantwortlich. Fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes entsprächen nach heutigen Zahlen fast der Hälfte des deutschen Bundeshaushalts, mindestens 200 Milliarden Euro. Jedes Jahr!
Aufrüstung führt in die Sackgasse! Dass Frieden und Sicherheit durch immer mehr Waffen und Abschreckung erreichbar wären, ist ein Trugschluss. Ich möchte in einem Land leben, das sich mit zivilen Mitteln für eine friedliche Welt stark macht. Diplomatie, Interessensausgleich und Völkerverständigung müssen die Grundpfeiler für Frieden in Europa und in der Welt sein.
Daher fordere ich von der Bundesregierung:
einen Stopp der maßlosen Ausgaben für immer mehr Aufrüstung. Nötig sind mehr Investitionen, die unser aller Leben verbessern – zum Beispiel in Gesundheit, Bildung, Soziales und Klimaschutz.
keine Belastung und Einschränkung nachfolgender Generationen durch unbegrenzte Neuverschuldung für Militär und Kriegs-Infrastruktur, durch eine Wehrpflicht oder die Vernachlässigung der Klimakatastrophe.
einen entschlossenen diplomatischen Einsatz für ein Ende des russischen Angriffskrieges, nachhaltigen Frieden für die Ukraine und eine neue europäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur.
ein glaubwürdiges Eintreten für Völkerrecht, nukleare und konventionelle Rüstungskontrolle sowie eine Stärkung von Ziviler Konfliktbearbeitung und Entwicklungszusammenarbeit. Dauerhafte Sicherheit kann nur eine Weltordnung garantieren, in der nicht das Recht des Stärkeren gilt.
Ich unterzeichne:
(Hier geht es zur Online-Mitunterzeichnung)
https://www.friedenskooperative.de/aktion/abruestungsappell-jetzt-unterschreiben